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Kündigungswelle nach Air Berlin-Insolvenz: 2.500 Mitarbeiter entlassen!

24/11/2017 13:15 CET | Aktualisiert 24/11/2017 13:15 CET

Was viele befürchtet hatten, ist nun eingetroffen: Air Berlin hat 2.500 Kündigungen versandt. Nachdem viele Mitarbeiter des Boden- und Flugpersonals bereits widerruflich freigestellt waren, bringen nun die Beendigung der Sozialplan-Verhandlungen und die Kündigung die traurige Gewissheit.

Laut Air Berlin Internas wurde den Mitarbeitern bereits nahegelegt, sich bei der Agentur für Arbeit als arbeitssuchend zu melden oder aber sich auf die freien Stellen bei Easyjet und Condor zu bewerben. Als weitere Alternative wurde auf eine am heutigen Tage stattfindende Jobmesse verwiesen.

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Ungewisses Schicksal für weitere 3.500 Mitarbeiter von Air Berlin

Da bisher nur rund 300 Mitarbeiter bei der Transfergesellschaft untergebracht werden konnten, um sich dort innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten neu zu orientieren, steht die Zukunft von weiteren 3.500 Mitarbeitern des Bodenpersonals bislang noch in den Sternen.

Pilot verliert Rechtsstreit gegen Air Berlin vor dem ArbG Düsseldorf

Am gestrigen Tag wies das Arbeitsgericht Düsseldorf die Klage eines Air Berlin Mitarbeiter zurück, welcher geklagt hatte, da er bei Überführungsflügen der Air Berlin noch eine Beschäftigungsmöglichkeit für sich selbst sah. Air Berlin wiederum berief sich diesbezüglich darauf, dass die Auswahl für das aktive Flugpersonal willkürlich stattfand und nicht nach einer Sozialauswahl. Dies bestätigte das Gericht und gab dem Unternehmen recht (Az.: 10 Ga 89/17 Arbeitsgericht Düsseldorf vom 23.11.2017).

Erst die Freistellung, dann die Kündigung: Setzen Sie sich zur Wehr!

Das Insolvenzverfahren der Fluggesellschaft Air Berlin eröffnete am 01.11.2017. Als Konsequenz dessen erhielten viele der Mitarbeiter eine widerrufliche Freistellung, die jedoch noch Hoffnung auf eine eventuelle Weiterbeschäftigung gab. Nach der Beendigung der Sozialplanverhandlungen wurden nun 2.500 Kündigungen versendet. Im Zuge dessen sollten Sie als Betroffener unbedingt handeln. Eine Kündigungsschutzklage kann Ihre Rechte sichern und Sie vor einer finanziellen Misslage bewahren.

Schnelligkeit ist gefragt: Kündigungsschutzklage einreichen - so geht's!

Sobald Sie Ihre Kündigung in den Händen halten, ist Schnelligkeit gefragt. Denn auch, wenn viele Leute dies noch nicht wussten: Es besteht eine Frist für das Einreichen der Kündigungsschutzklage. Gemäß § 4 KSchG haben Sie nach Erhalt der Kündigung drei Wochen Zeit die Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einzureichen. Verstreicht diese Frist, verfallen Ihre Ansprüche und die Kündigung wird wirksam.

Reichen Sie die Klage jedoch fristgerecht ein, so wird zunächst geprüft, ob die Entlassung in Ihrem Fall wirksam ist oder eben nicht.

Checkliste für eine Kündigungsschutzklage

Folgende Bedingungen müssen für Ihre Kündigungsschutzklage zutreffen:

1. Das Beschäftigungsverhältnis muss länger als sechs Monate bestehen.

2. Der Betrieb muss mindestens zehn Mitarbeiter beschäftigen.

3. Ein ordentlicher Kündigungsgrund muss nachgewiesen werden. Dazu zählt eine betriebsbedingte Kündigung oder Kündigungen aufgrund von Verhaltensweisen oder Krankheit.

Könnten Sie diese Punkte alle abhaken, so wäre eine Kündigungsschutzklage in Ihrem Fall möglich!

Wenn es in einem arbeitsrechtlichen Verfahren daraufhin zu einer Auslösung des Arbeisverhältnisses kommt, so ist dies Ihre Chance eine angemessene Abfindung zu erstreiten. Gegenleistung dafür wäre dann die Rücknahme Ihrer Kündigungsschutzklage. Wie hoch die Abfindung ausfällt, ist Verhandlungssache. Orientieren kann man sich jedoch an der Faustformel, die besagt, dass die Abfindung ein halbes bis ganzes Bruttomonatsgehalt pro Jahr der Beschäftigung beträgt.

Erfolgsorientierte Prozessfinanzierung: Ohne Risiko ans Ziel!

In exklusiver bundesweiter Kooperation mit einem Prozessfinanzierer bieten wir unseren Mandanten eine risikofreie Lösung an, eine Kündigungsschutzklage einzureichen. Sie zahlen nur dann das Erfolgshonorar (30 Prozent des Streitwerts), wenn das Verfahren für Sie positiv ausgeht. Endet das Verfahren negativ, so bleiben Sie nicht auf den Kosten sitzen. Damit bieten wir jedem die Möglichkeit zu seinem Recht zu kommen und den Machenschaften von Air Berlin den Kampf anzusagen. Schließen Sie sich daher uns und hunderten anderen Mitarbeiter der Air Berlin Fluggesellschaft an.

*** Senden Sie uns gerne Ihren aktuellen Vertrag, Ihre Kündigung, sowie die letzten drei Lohnabrechnungen an info@mingers-kreuzer.de. Wir überprüfen diese im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung und wägen Ihre Chancen auf eine Kündigungsschutzklage ab! Wir kämpfen für Ihr gutes Recht! ***

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