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Air Berlin Insolvenz: Mit erfolgsorientierter Prozessfinanzierung in den Kampf gegen Ihre Kündigung!

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Die Würfel sind gefallen: Lufthansa übernimmt große Teile der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin. Auch die Unternehmenstöchter Niki und LG Walter gehören nun Lufthansa an. Doch was genau bedeutet das für die Mitarbeiter? Müssen diese nun um Ihren Arbeitsplatz bangen? Und in welchen Fällen ist eine Kündigungsschutzklage sinnvoll?

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1.200 Air Berlin Piloten ohne sichere Perspektive!

Rund 1.300 offene Stellen bei der Billigfluglinie Eurowings gibt es noch. Auf diese freien Stellen können sich ehemalige Air Berlin Piloten nun ganz regulär und formal bewerben. Und sie müssen zittern. Viele alt eingesessene Piloten mit langjähriger Berufserfahrung müssen jetzt wieder in den Kampf um einen sicheren Job einsteigen. Knapp 3.000 Stellen hat Lufthansa bei Eurowings geschaffen, mehr gingen aus kartellrechtlichen Gründen nicht. Der Rest des Personals der Pleite-Airline Air Berlin müssen nun um ihre Job-Zukunft bangen.

Gerade die Piloten der Langstreckenflotte haben eine Zukunft vor sich, die noch in den Sternen steht. Aufgrund zu hoher Personalkosten wurde für diese nämlich noch kein Käufer gefunden, der den Piloten eine sichere Zukunft bieten könnte. Am 28. Oktober diesen Jahres soll der Betrieb dieser Geschäftseinheit eingestellt werden.

Tausende Mitarbeiter in Angst um Ihren Arbeitsplatz!

1.330 Mitarbeiter umfasst die Abteilung des Flugpersonals von Air Berlin. Insgesamt im Unternehmen beschäftigt sind knapp 8.000. Laut Betriebsrat werden innerhalb der nächsten Wochen knapp 1.400 Arbeitnehmer von Air Berlin ihre Kündigung erhalten. Einige Mitarbeiter, die noch bis Ende Februar benötigt werden, um den Flugverkehr aufrecht zu erhalten, sollen bis dahin noch arbeiten, würden aber mit ziemlicher Sicherheit danach auch die Kündigung des Arbeitsverhältnisses zugestellt bekommen. Auch, wenn bereits versucht wird die Belegschaft in anderen Unternehmen (Zalando, DB und Stadler) unterzubringen, so haben viele Arbeitnehmer von Air Berlin eine noch unsichere Zukunft vor sich. Aber Achtung: Es ist trotz allem nicht ratsam, eigenständig zu kündigen!

Unternehmenszerschlagung: Was heißt das für die Mitarbeiter?

Aktuell findet bei Air Berlin eine sogenannte Zerschlagung des Unternehmens statt. Konkret heißt das: Um ein Unternehmen still zu legen, müssen Teile des Betriebes an außenstehende Bieter veräußert werden. Im Falle einer Fluggesellschaft sind dies beispielsweise (Flug-)Maschinen. Dieser Prozess nennt sich „asset deal". Eine solche Einstellung des Betriebes ist vor allem für Mitarbeiter eher negativ zu betrachten, da sie ein Grund für eine betriebsbedingte Kündigung ist. Mit Stilllegung des Unternehmens, wird auch das Arbeitsverhältnis stillgelegt.

Kündigungsfrist verringert durch Insolvenz?

Ja, Sie haben richtig gelesen. Wenn ein Unternehmen insolvent, verringert sich auch die Kündigungsfrist. Maximal 3 Monate kann diese dann noch betragen, ganz gleich, was im Gesetz oder Tarifvertrag steht. Auch Mitarbeiter in Elternzeit, Schwangere oder Betriebsräte sind dann nicht mehr „unkündbar". Insolvenzverwalter dürfen im Falle einer Insolvenz auch diesen Personengruppen eine Kündigung aussprechen.

Liegt ein Betriebsübergang vor?

Unserer Meinung nach ist ein Betriebsübergang im Falle von Air Berlin gegeben. Laut Paragraph 613 a BGB liegt ein Betriebsübergang dann vor, wenn ein Betriebsinhaber wechselt und die wirtschaftliche Identität des Unternehmens auch nach dem Inhaberwechsel bestehen bleibt. Vereinfacht heißt das: Werden Gebäude, bewegliche Güter, Belegschaft, Kundschaft, sowie Betriebsmethoden, Arbeitsorganisation und Führungskräfte übernommen und sind zudem die ausgeübten Tätigkeiten vor und nach Inhaberwechsel die selben, so ist es ein Betriebsübergang.

Was bedeutet das für die Mitarbeiter?

Wurde die Kündigung im Zuge eines Betriebsüberganges ausgesprochen, so ist diese unwirksam. Liegt ein Betriebsübergang vor, werden laut Paragraph 613 a BGB auch die Arbeitsverhältnisse mit übernommen. Die Kündigung kann also abgewendet werden. Ihr Anspruchsgegner wäre also im Falle der Insolvenz von Air Berlin der Erwerber Lufthansa.

Schnelles Handeln: Reichen Sie jetzt Ihre Kündigungsschutzklage ein!

Wichtig ist im Falle der Kündigung eines Air Berlin Mitarbeiters nun vor allem eins: Schnelligkeit! Ab Erhalt der Kündigung haben Mitarbeiter 3 Wochen Zeit eine Kündigungsschutzklage einzureichen. Erfolgt diese nicht innerhalb der genannten Frist, wird die Kündigung wirksam und ist nicht mehr anfechtbar.

Erfolgsorientierte Prozessfinanzierung als Lösung für gekündigte Air Berlin Mitarbeiter!

In Zusammenarbeit mit einem Prozessfinanzierer haben wir exklusiv für unsere Mandanten eine Kooperation ausgearbeitet. Mit Hilfe einer erfolgsorientierten Prozessfinanzierung sagen Sie Ihrer Kündigung den Kampf an. Im Falle einer erfolgreichen Kündigungsschutzklage zahlen Sie lediglich ein Erfolgshonorar. Nimmt Ihre Klage einen negativen Ausgang, so übernimmt der Prozessfinanzierer alle anfallenden Kosten. So können Sie gefahrlos gegen Ihre Kündigung vorgehen und auf eine Wiedereinstellung klagen oder aber eine ansehnliche Abfindung herausschlagen.
Warten Sie daher nicht länger & scheuen Sie sich nicht! Lassen Sie Ihren Vertrag kostenlos hier durch uns überprüfen!