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#niezuvorgemacht - Der Lohn der Überforderung

18/08/2016 12:14 CEST | Aktualisiert 19/08/2017 11:12 CEST
Tetra Images - Jessica Peterson via Getty Images

Fließendes Wasser, wenn ich es brauche. Essen im Kühlschrank, wenn ich Lust darauf habe. Ein Stündchen auf dem Sofa mit meinen Kindern. Schlafen im eigenen Bett. Lange schlafen. Selbstgemachtes Frühstück. Kein Stress, zum nächsten Ort zu fahren. Ich schätze gerade ganz einfache Dinge sehr.

Seit Sonntag bin ich zurück bei meinen Lieben. Und ich genieße es sehr, mit meiner Familie zu frühstücken, schwimmen zu gehen und gemeinsam Dinge zu unternehmen.

Anspannung zum Frühstück

Wie es mir jetzt geht? Das versuche ich gerade selbst noch ein bisschen herauszufinden. Irgendwie fühlt es sich komisch an, dass meine große #niezuvorgemacht-Reise vorbei ist. Und schön, dass ich heute Morgen neben meiner Frau und nicht neben Fabian aufgewacht bin.

Dass ich beim Frühstück nicht darüber nachdenken musste, wo ich wohl was zum Mittagessen besorgen könnte. Und dass ich ganz einfach nirgends hin musste. Und ja, gerade kribbeln mir ein wenig die Beine, weil ich es schier nicht gewohnt bin, so „untätig" zu sein.

Denn die letzten vier Wochen waren für mich Action pur. Wo schlafen wir, wo bekommen wir die nächste Mahlzeit oder einen Snack, wie kommen wir in die nächste Stadt ...?

Meine Tage begannen fast ohne Ausnahme mit Fragen und einem unterschwelligen Gefühl der Überforderung. Und auch wenn der Schiss mit der Zeit weniger wurde - ich war immer etwas grundangespannt.

Zwischen Scheitern und Großzügigkeit

Was mich die ganzen vier Wochen lang hochgehalten hat, war deshalb ganz klar eins: die Menschen, die ich unterwegs treffen durfte. Mein absolutes Highlight war nämlich nicht einmal die Zugspitze, sondern die Großzügigkeit, die mir und Fabian überall begegnet ist - oftmals überraschend und sogar häufig, ohne dass wir gefragt haben.

Auf der #niezuvorgemacht-Homepage ist eine beeindruckende Liste an Danksagungen zusammengekommen und es sind noch lange nicht alle erwähnt, die uns überall in Deutschland einen Schlafplatz, eine Mitfahrt oder auch nur eine Butterbrezel spendiert haben. Danke!!!

Ich kann es gar nicht laut genug sagen. Diese Reise, dieses Erlebnis, wäre nie gelungen, ohne so tolle Menschen wie euch!

Und bevor ihr euch jetzt fragt, ob denn alles immer nur Friede, Freude, Eierkuchen und rosarote Blümchen war - nein, das war es bei Weitem nicht. Ich bin immer wieder gescheitert, habe manche Tageschallenge nicht gepackt, stand mit Fabian oft stundenlang am Straßenrand bis zur nächsten Mitfahrgelegenheit und habe in den letzten Wochen auch unfreiwillig abgespeckt.

Du bist dran!

Mit jedem Scheitern habe ich für mich wieder eine kleine Lektion gelernt. Nach jedem Fall auf die Nase habe ich die Dinge beim nächsten Mal anders angepackt und besser machen können. Und bei jedem Tiefschlag war Fabian eine unglaubliche Hilfe und ein großartiger Motivator, mit den Schultern zu zucken, aufzustehen und weiterzugehen.

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Ich wünsche dir, dass du ebenso tolle Menschen an der Seite hast, die dich motivieren, unterstützen und - wenn nötig - auch mal ganz ungalant mitten in die Überforderungszone schubsen. Denn genau dazu habe ich sicher viele von euch mit der #niezuvorgemacht-Reise inspiriert.

Ihr seid dran! Macht aufregende, mutige Dinge. Traut euch etwas Neues, auch wenn es viel zu groß wirkt. Geht in eure Überforderungszone, um Dinge zu erreichen, die euch am Herzen liegen. Und ganz wichtig: Wagt absolut alles Gute und Großartige, das ihr #niezuvorgemacht habt!

Ich kann euch nur sagen: Es lohnt sich.

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