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What's next? Drei Digital-Trends 2015

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DETOX DIET
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Es muss nicht immer der groĂź angelegte Blick in die Kristallkugel sein, wenn es um die Trends eines Jahres geht. Deshalb kommen hier drei kleine Schlaglichter aus der digitalen Welt, deren GlĂĽhen es sicher wert ist, in den kommenden Monaten beobachtet zu werden:

Attention please! Like"-Button vs. echte Aufmerksamkeit
Nachdem das große „Oh" und „Ah" um die Wundermaschine facebook abgeebbt ist, wird der Mutter der globalen sozialen Netzwerke nun der Abstieg prophezeit. Ganz so dramatisch ist es wohl nicht, aber 2015 wird im Zeichen einer weiteren Ausdifferenzierung der sozialen Netzwerke und ihrer Bedeutung für das Marketing stehen. Bereits im letzten Jahr kristallisierte sich heraus, dass die Inhalte auf facebook, YouTube oder Google+ zunehmend passiv konsumiert werden, wie z. B. der Social Media Atlas 2014/2015 aufzeigt. Sie werden immer mehr zu „Click Web"-Phänomenen - einen großen Anteil daran hat sicherlich die stark zunehmende Präsenz von Werbung auf diesen Plattformen, die das Blickfeld der Nutzer zunehmend trübt.

Sind Social Web und User Generated Content damit gestorben? Ganz und gar nicht! In Zeiten, in denen digitale Medien sich durch alle Lebensbereiche ziehen, und Erreichbarkeit zu einem Muss geworden ist, hat der Mensch allerdings gelernt, Informationen zu selektieren und distribuieren. Er verlagert seine Aufmerksamkeit daher vermehrt in private digitale Kanäle wie Messaging-Dienste. Hier liest er aktiv statt halbherzig durchzuklicken. WhatsApp, Chat On oder We Chat könnten 2015 zu den wahren „Stars" der Markenkommunikation werden. Welche Rolle sie als Schnittstelle zwischen Marken bzw. Unternehmen und Usern spielen können, bleibt abzuwarten. Experimente wie das der stimme.de- Redaktion zum Storytelling über WhatsApp zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt. Nicht zu vergessen sind allerdings die Gefahren bei der Nutzung von Messaging-Diensten für die Marken- bzw. Unternehmenskommunikation. Gerade vor dem Hintergrund der stetigen Debatte um Datensicherheit und Privatsphäre im Digitalen ist von einem unerwünschten Eindringen in die Welt des Users abzuraten. Der Schlüssel kann nur ein aktives Interesse der Zielgruppe und eigenmotiviertes Abonnieren gebotener Inhalte sein. Doch sehen wir es einfach positiv: Dies ist die wahre Probe aufs Exempel, wenn es um Branded Content geht.

Digital Detox
Immer online, immer erreichbar, alles wird gemessen, alles kontrolliert - da werden auch die hartgesottensten Digitalfans mal müde. Deshalb ist immer häufiger von #DigitalDetox die Rede. Und wen wundert's: Sogar, wenn es um den gezielten Rückzug aus der digitalen Welt und einen gesunden Umgang mit neuen Technologien geht, sind die Digitalfreaks dem Rest der Welt voraus. Und wenn Blogger, Manager und Mitarbeiter der Internet-Riesen Google, Facebook oder Microsoft es vormachen, braucht auch der Alltagsuser sich für gezielte digitale Entschlackungskuren nicht mehr schämen. 2015 wird dieses Thema sicherlich weiter in den Fokus rücken.

Digitale Szenografie
Das künstlerisch anmutende Phänomen Digitale Szenografie könnte 2015 den Buzzwords Content Marketing und Storytelling den Rang ablaufen. Nachdem Marketingbeauftragte bisher um die beste Content-Strategie wetteiferten, ist in Zukunft noch mehr gefordert: die Inszenierung des digitalen Raums. Es geht nun um die kreative Umsetzung des Gesagten, die visuell und emotional überzeugen muss. Klangerlebnisse, sensorische Gestaltungsmöglichkeiten und Bewegtbild sind die Stichworte, prophezeit Kixka Nebraska, Mitbegründerin der Digital Media Women.


Jeden ersten Freitag im Monat schreibt Marei Martens für den „Lautsprecher", die Branchenkolumne der strategischen Kommunikationsberatung UMPR, PR-Agentur aus Hamburg. Aus Expertensicht - aber ohne Tunnelblick - identifiziert und bewertet sie Trends und Entwicklungen aus Marketing und Kommunikation.


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