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Softdrinks beeinflussen die Kinderpsyche

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FruchtsĂ€fte und Limonaden, wie zum Beispiel Cola oder Fanta, haben bei allen Unterschieden doch eines gemeinsam: Sie enthalten sehr viel Zucker. Dass dies nicht ohne gesundheitliche Folgen bleibt, weiß die Wissenschaft bereits seit LĂ€ngerem. Diabetes und Übergewicht sowie Fettleibigkeit können dadurch entstehen. Wie amerikanische Forscher jetzt erneut bestĂ€tigt haben, wirken Softdrinks aber auch auf die Psyche von Kindern. Vorschulkinder verhalten sich aggressiver und Jugendliche können unter dem Einfluss von stark zuckerhaltigen GetrĂ€nken sogar Depressionen und Selbstmordgedanken entwickeln.

Glaubt man der Werbung, sollen Softdrinks vor allem eines machen: glĂŒcklicher. Und obwohl Wissenschaftler, Ärzte und VerbraucherschĂŒtzer bereits hĂ€ufig vor den Gesundheitsrisiken der Dickmacher gewarnt haben, verbraucht jeder Deutsche im Jahresdurchschnitt noch immer bis zu 100 Liter des Zuckerwassers. Besonders Kinder und Jugendliche verfallen dem sĂŒĂŸen Geschmack. Durchschnittlich trinken sie mehr als zwei GlĂ€ser zuckerhaltige ErfrischungsgetrĂ€nke pro Tag. Welche Folgen das unter anderem fĂŒr die kindliche Psyche haben kann, fanden US-Forscher jetzt an mehr als 16.000 Kindern im Alter von 16 Jahren heraus.

Je mehr Softdrinks, desto aggressiver waren die Kinder

„Es besteht ein nachweislicher Zusammenhang zwischen der Anzahl der Softdrink-Portionen pro Tag und dem aggressiven Verhalten von Kindern", so Solnik und Hemenway in ihrer aktuellen Veröffentlichung. Mit jedem weiteren Glas nahm die AggressivitĂ€t der Heranwachsenden in der Studie deutlich zu. Die Jugendlichen wurden streitlustiger und auch schneller handgreiflich. Insgesamt traten diese Symptome bei den Kindern, die keine Softdrinks zu sich genommen hatten, in 22 Prozent der FĂ€lle auf. Dahingegen waren etwa 51 Prozent der Kinder aggressiv, die vier oder mehr Softdrinks pro Tag getrunken hatten. Interessant ist, dass es sich bei dieser Beobachtung nicht um ein amerikanisches Problem handelt, denn ganz Ă€hnliche Ergebnisse waren zuvor in Norwegen und China beschrieben worden. Wurden die momentanen Stimmungen der Jugendlichen fĂŒr die Auswertung mit berĂŒcksichtigt, dann zeigte sich, dass bei gesteigertem Verbrauch von Softdrinks auch die seelischen Belastungen zunahmen. Dies Ă€ußerte sich vor allem in starker Traurigkeit sowie Selbstmordgedanken.

Zuckerhaltige GetrÀnke und Selbstmordgedanken?

Obwohl die Forscher noch ĂŒber die genauen Mechanismen rĂ€tseln, könnte der ĂŒbermĂ€ĂŸige Konsum zuckerhaltiger ErfrischungsgetrĂ€nke bei einigen Kindern und Jugendlichen zu Selbstmordgedanken und auch Selbstmordversuchen fĂŒhren. WĂ€hrend nur 4,9 Prozent der Kinder, die ganz auf Softdrinks verzichteten, Selbstmordversuche durchfĂŒhrten, waren es bei denjenigen mit mehr als vier GlĂ€sern Softdrinks pro Tag bereits 17 Prozent. Inwieweit hierbei auch soziale Aspekte oder andere Risikofaktoren eine Rolle spielen, konnte die Studie nicht gĂ€nzlich aufklĂ€ren.

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