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13 Dinge, die Eltern nicht mehr von kinderlosen Menschen hören wollen

13/08/2015 07:52 CEST | Aktualisiert 13/08/2016 11:12 CEST
Francesco Carta fotografo via Getty Images

Als ich noch keine Kinder hatte, gab es bestimmte Sprüche, die Eltern zu mir sagten die mich zur Weißglut brachten. „Warte nur bist du selbst Kinder bekommst" und „Du kannst sowieso nicht verstehen was wahre Liebe und Hingabe bedeuten" waren an der Spitze der Liste.

Aber jetzt wo ich Mutter bin und dies bereits seit sieben Jahren, gibt es manche Äußerungen von Nicht-Eltern, die mich genauso an meine Grenzen bringen. Hast du dich je gefragt, wie du es verhindern kannst, deine Freunde mit Kindern zu nerven? Hier sind 13 Dinge, die Eltern nicht mehr von kinderlosen Menschen hören wollen.

1. Ähm, keine Chance. Ich will niemals Kinder bekommen.

Okay. Schön, dass du unser Leben so abstoßend/nervig/eintönig/verbraucht/unbedeutend findest. Willst du nicht gleich auch noch unsere Seelen hinrichten?

2. Wie du hast noch nicht diesen Film gesehen/dieses Lied gehört/die neue Fernsehserie ausgecheckt? Die gibt es doch schon seit drei Wochen!

Tja. Ob du es glaubst oder nicht, wir können drei Wochen überleben, ohne die Wäsche gemacht zu haben. Ganz zu schweigen davon, einen Babysitter zu engagieren (und zu bezahlen), damit wir einen Film ansehen oder ein Album kaufen oder eine TV-Show alleine anschauen zu können. (Ich meine, ich schreibe dies und gleichzeitig beaufsichtige ich mein Kind und decke den Tisch für das Abendessen.) Wir werden wahrscheinlich niemals diesen Film/diese TV Serie sehen oder dieses Lied hören. IN UNSEREM GANZEN LEBEN.

3. Du rufst überhaupt nicht mehr an.

Du glaubst ja gar nicht, wie viel Aufmerksamkeit es braucht, um Menschen am Leben zu halten. Wenn du dich nur für etwa fünf Sekunden umdrehst, fällt jemanden beinahe um oder fängt genau neben der heißen Herdplatte an, auf der Arbeitsfläche zu tanzen. Und wenn wir diese Kinder dann endlich zu Bett gebracht haben (glaub mir, das allein sollte eine olympischen Disziplin sein), schlafen wir - mit einem fast unberührten Glas Merlot - auf der Couch nach wenigen Minuten ein.

Ich habe eine Sendung aufgezeichnet und bereits tausendmal versucht, sie mir anzuschauen - Keine Chance. Es liegt nicht an dir. Es liegt an uns. Wirklich. Und wir denken ständig daran, dich anzurufen. Das zählt doch auch irgendwie, oder?

4. Wir machen ein Picknick in unserem Garten - aber das ist nur für Erwachsene.

Dann werden wir nicht kommen. Schon klar, nicht jedes Event ist angemessen für unsere Kinder, aber sowas wie Grillfeste und Abschlussfeiern - besonders, wenn diese Draußen stattfinden - sind Veranstaltungen, die unsere Kinder nicht vermasseln könnten, selbst wenn sie es versuchten. (Und weißt du eigentlich wie viel Babysitters heutzutage kosten? Sagen wir es mal so: Die Zeiten von The Baby-Sitters Club sind vorbei). Wir versprechen euch, wir werden unseren Nachwuchs zum nächsten Gelage im Pub nicht mitbringen, wenn ihr versprecht, etwas nachsichtiger zu sein.

5. Wir überlegen Nachwuchs zu bekommen, also holen wir uns zuerst einen Welpen um zu sehen, ob wir das hinkriegen.

Bitte was? Nur weil Babys und Welpen beide viel Fürsorge brauchen, heißt das nicht, dass ein Welpe das gleiche wie ein Baby ist. Beide sind fürsorgebedürftig -- das stimmt. Beide weinen, wenn sie Hunger haben oder Aufmerksamkeit brauchen -- das entspricht auch der Wahrheit. Aber ähnlich bedeutet nicht gleich.

Welpen sind genauso wenig mit Babys zu vergleichen, wie Kopfsteinpflaster mit Goldbaren, Katzen mit Tigern, André mit Dom Pérignon und ein Lichtstrahl mit einem Monsun. Anzunehmen, einen Welpen großzuziehen wäre eine vergleichbare Erfahrung wie die, ein Kind großzuziehen ist eine Beleidigung. Mal ganz davon abgesehen, dass du sowas von nicht bereit für Kinder bist.

Willst du wissen wie es wirklich ist? Komm einen Tag zu uns und finde es heraus. Falls du das überlebst, bist du für diesen Job geeignet.

6. Es muss so entspannend sein, einfach zu Hause mit den Kindern zu sein.

Ja das stimmt. Es ist ungefähr genauso einfach, wie eine Alien-Apokalypse zu verhindern. Eine Familie ist wunderschön, versteh' mich nicht falsch. Aber es ist auch sehr anstrengend. Versuch du doch mal zwölf Stunden in Folge Dora the Explorer anzusehen. So sieht das ungefähr aus.

7. Du fängst jetzt aber nicht an, dir „mom jeans"/„dad shorts" zu kaufen, oder?

Nur, wenn du anfängst, Kleidung zu kaufen, auf der groß „Vollidiot" steht. Nur weil wir Eltern sind bedeutet das nicht, dass wir komplett unsere Vor-Kind-Identitäten aufgegeben haben. Wir sind immer noch dieselben Menschen. Wir sind nur auf den Geschmack von „Chicks Dig Me"-Stramplern gekommen, das ist alles.

8. Sei doch nicht so langweilig! Du bist heute Abend kinderlos! Schwächling...

Ja, das sind wir. Aber morgen sind wir es nicht mehr. Und dann kommt die unerbitterliche Rache für alles, was wir heute Abend machen. Aber hey, vielleicht werden wir sie einfach dann bei dir für einen Tag parken. UND DAS WILLST DU NICHT. Kein Scherz.

9. Oh, Gott! Dieses Kind ist außer Kontrolle. Nicht eures. Es betrifft nur ihr Kind. Um es klar zustellen, dass betrifft nicht euch. Nur sie.

Ihr Kind ist nicht das einzige, das manchmal ein bisschen außer Kontrolle ist. Oh. Mein Gott. Alle Kinder sind außer Kontrolle. Ups. Ich habe ganz vergessen, dass du auch Kinder hast, also werde ich so tun, als ob ich nicht glaube, dass euer Kind außer Kontrolle ist. Aber genau das sind sie absolut. Ja.

Manchmal sind Kinder außer Kontrolle. Das nennt man auch einen Mangel der Fähigkeit von abstrakten Denken vorweisen und einfach EIN KIND SEIN.

Es ist eine Sache, wenn Menschen mit Kindern sich über den Nachwuchs anderer beschweren, aber kinderlose Menschen? Die können das nicht machen. Das ist wie wenn Eltern auf ihre eigenen Kinder rumhacken; Das ist vielleicht OK für die Eltern, aber nicht OK für irgendjemand anderen. Tut mir leid. So lauten aber die Regeln.

10. Versuch bitte, pünktlich zu kommen.

Während dieser Satz sich scheinbar unschuldig anhört, hören wir nur: "Mein Gott. Glaubst du, es ist möglich einen Termin aufrecht zu erhalten? Wie schwer kann es bitte sein, einen Kleinen ins Auto zu setzen und los zu fahren?"

Diese Frage ist wirklich, wirklich schwer zu beantworten. Es ist ja nicht so, als ob wir nur einen Menschen in das Auto setzen müssen. Da gibt es auch noch die Rassel, den Federsitz, die Flaschen, das Babymilchpulver. die Babynahrung, die Windeln, die Feuchttücher, die sauberen Klamotten zum Wechseln, die Po-Creme, das Thermometer, das rotnasige und Glühbirnen-artige Lutschding, das Baby-Tylenol, das Benadryl, die Decken, und das Spielzeug.

(Und ich weiß, ich habe garantiert noch etwas auf dieser Liste vergessen. Siehst du? Dann müssen wir wieder zurück und das holen, was ich vergessen hatte.)

11. Ich habe dich nicht eingeladen, weil du eh nie ja sagst.

Bitte hört nicht auf, uns einzuladen. WIR BITTEN DARUM. Es gibt durchaus Tage oder einen Abende oder Wochenenden, an denen wir Zeit haben und nichts lieber täten als euch zu irgendetwas zu begleiten. Wirklich. Ganz egal, was es ist. Es gibt nichts, das wir je lieber getan hätten.

12. Du siehst müde aus. Ist alles in Ordnung?

Um Himmels Willen! Wenn die ganze Nacht Erbrochenes aufputzen und durch Kacke zu waten, in Ordnung bedeutet, dann habe ich mich noch nie besser gefühlt!

13. Also, wenn ich Kinder habe, werde ich______, und meine Kinder werden nie_________, und die Regeln werden lauten _________ .

*Stille* ... *Todesblick* ... Ach, fick dich doch!

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