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Ich sag's ganz ehrlich: Ich bin eifers├╝chtig auf die Kinder meiner Freundinnen

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
YOUNG WOMAN IS SWINGING ON A SWING IN A PARK
MarijaRadovic
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Wenn man die Mitte 20 erreicht hat, ver├Ąndert sich bei vielen Menschen so einiges. Man schlie├čt sein Studium ab, sucht sich einen fixen Job, kauft eine Wohnung oder baut ein Haus, ist in einer festen Beziehung, heiratet vielleicht sogar. Einige pflanzen auch einen Baum und kriegen dann Kinder.

Bei mir ist das nicht so. Ich habe keinen festen Job, mein Studium ist noch nicht abgeschlossen, ich wohne in einer WG, habe mich k├╝rzlich von meinem Freund getrennt und bin jetzt wieder bei Tinder angemeldet.

Und genau deswegen habe ich ├╝berdurchschnittlich viel Zeit. Zeit, die ich eigentlich gerne mit meinen Freundinnen verbringen m├Âchte. Cocktails trinken mit den M├Ądels, ein netter Kochabend oder auch mal Feiern gehen.

Ich freu mich ├╝ber jede schwangere Freundin

Ganz ungezwungen, ganz ohne Verpflichtungen und vor allem ohne M├Ąnner. Doch da macht mir der Freundeskreis einen Strich durch die Rechnung. Weil: Entweder haben meine M├Ądels schon Kinder, oder sie sind gerade schwanger.

Grunds├Ątzlich ist das ja kein Thema. Ich freu mich ├╝ber jede schwangere Freundin. Ich bin die Erste, die die Ultraschallfotos bestaunt, obwohl ich darauf nichts erkenne.

Ô×Ę Mehr zum Thema: Ein Hirnforscher erkl├Ąrt, was Kinder mehr als alles andere von ihren Eltern brauchen

Ich organisiere Baby-Parties, hab selbst zusammengestellte "F├╝r die werdende Mami"-Geschenksets in mehrfacher Ausf├╝hrung zu Hause und schon so viele Eltern-Ratgeber gekauft, dass ich vermutlich selber sp├Ąter nie welche brauchen werde.

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Ich bin bei jeder Geburtstagsfeier dabei und singe lauthals mit, stricke Schals und M├╝tzen f├╝r die Kleinen. Ich backe Kuchen, f├╝ttere den Nachwuchs. Spielpl├Ątze sind mein neuer Lieblings-Treffpunkt geworden und langsam aber sicher werde ich wieder richtig gut im Verstecken spielen.

Ich will auch jemanden zum Reden

Und trotzdem f├╝hle ich mich manchmal massiv vernachl├Ąssigt. Ich h├Âre mir n├Ąmlich liebend gerne jede eurer Babygeschichten an, aber dann w├╝rde ihr euch auch gerne meine Single-Leben-Geschichten reindr├╝cken.

Ich will auch mit jemandem dar├╝ber reden, was ich am Wochenende gemacht habe und nicht nur auf dem Spielplatz die Schaukel anschubsen.

Ich m├Âchte nicht nur B├╝cher ├╝ber die kleine Raupe Nimmersatt vorlesen, sondern vielleicht auch mal einfach nur da sitzen und einen Kaffee trinken. Ich kann schon verstehen, dass eure Kinder und eure Schwangerschaft ganz weit oben sind in eurer Priorit├Ątenliste.

Ihr k├Ânnt mich ja auch einfach als ein weiteres Kind ansehen? Eines, das ungef├Ąhr so alt ist wie ihr. Und schon sprechen kann. Ich h├Ątte gerne auch ein bisschen Aufmerksamkeit von euch.

Nat├╝rlich kann ich mir nicht vorstellen, wie es ist, Mutter zu sein. Weil bis jetzt bin ich nur Kind. Aber ich glaube, ich bin ein ganz gutes Kind. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich eine gute Freundin bin. Ihr m├╝sst es nur zulassen.

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