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HIV: Erfolge bei der Therapie - große Herausforderungen bei der Prävention

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Im Bereich der Therapie bei HIV-Infektionen hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Das zeigen die aktuellen Zahlen, welche das UNAIDS Programm der Vereinten Nationen veröffentlicht hat. Laut dem Bericht stieg die Zahl der von HIV Betroffenen, die eine antiretrovirale Therapie erhalten, um ein Drittel in den letzten zwei Jahren. Damit liegt die Zahl derzeit bei 17 Millionen. Zwei Millionen mehr, als sich die UN-Vollversammlung 2011 als Ziel bis Ende 2015 gesetzt hatte.

Das ist allerdings kein Grund die Hände in den Schoß zu legen. Immer noch haben weniger als die Hälfte (46 Prozent) der Menschen mit HIV weltweit Zugang zu antiretroviraler Therapie. Auch wenn besonders in den vom Virus am stärksten betroffenen Regionen in Afrika südlich der Sahara enorme Fortschritte bei der Medikamentenversorgung gemacht wurden, so sind die Unterschiede zwischen Entwicklungsländern und Industrieländern immer noch riesig.

Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene zu erweitern, ist das eine, zuverlässig und nachhaltig Neuinfektionen vorbeugen das andere. Wobei letzterem eine noch größere Bedeutung zukommt. Werden Neuinfektionen verhindert, reduziert sich auf lange Sicht auch der Bedarf an Medikamenten.

Gerade im Bereich der Neuinfektionen sehen die aktuellen Zahlen jedoch düster aus. Bei den Erwachsenen blieb laut Bericht die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Jahren weltweit nahezu konstant bei rund 1,9 Millionen jährlich.

Mädchen und junge Frauen bei HIV-Neuinfektionen besonders gefährdet

Ein Viertel der Neuinfektionen in Afrika südlich der Sahara betreffen Mädchen und junge Frauen zwischen 15 und 24 Jahren (Frauen insgesamt: 56 Prozent). UNAIDS sieht die Gründe dafür unter anderem in geschlechterspezifischer Gewalt, ungenügendem Zugang zu Bildung, Informationen über sexuelle Gesundheit und fehlenden Aufklärungsangeboten. Das bestärkt unsere Stiftung in dem Ansatz junge Menschen, insbesondere Mädchen, in Projekten vor Ort über Sexualität und Möglichkeiten der Verhütung aufzuklären.

Bei unserem Projekt Youth-to-Youth in verschiedenen Ländern Ostafrikas setzen wir auf Jugendliche, die als Jugendberater wichtige Ansprechpartner für Gleichaltrige sind. Offen über Sexualität zu sprechen, Mythen aufzuklären und Zugang zu modernen Verhütungsmitteln zu schaffen, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg eine der größten Herausforderungen in der globalen Gesundheit zu bewältigen. Die gestiegene Medikamentenversorgung der von HIV betroffenen Menschen ist zwar ein schöner Erfolg. Doch viel schöner wäre es, wenn die Medikamente gar nicht erst benötigt würden.

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