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Was mit meinem Körper passierte, als ich jeden Tag um 5.30 Uhr aufstand

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Vor einem Jahr habe ich euch von der großartigen neuen Routine erzählt, die ich mir angeeignet habe und die mein Leben verändert hat. Ich stehe nun viel früher auf als gewöhnlich, um meinen Tag mit positiven Aktivitäten beginnen zu können: meditieren, lesen, Sport machen, schreiben und mir die Zeit zu nehmen, mir meine Ziele zu setzen.

Seit diesem Artikel ist viel passiert. Aber eine Sache hat sich nicht verändert: Ich stehe weiterhin um halb sechs auf, um den Tag mit meinem Morgenritual zu beginnen.

Ich probiere immer wieder neue Methoden und Möglichkeiten aus, um noch mehr aus meinem Ritual herauszuholen. Du kannst hier mehr über diese Möglichkeiten und ihre Anwendungen erfahren.

Nun - ein Jahr später - liefere ich euch den Bericht, wie mein Ritual mir half, Antworten auf die Fragen zu finden, die wir uns so oft stellen. Sie werden dir viel nützen, wenn du dich dazu entschließt, dich mir anzuschließen.

Was hat mir mein Morgenritual in diesem Jahr ermöglicht?

Eine so hohe Lebensqualität (geistig und körperlich) wie nie zuvor.

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Resultat meiner morgendlichen sportlichen Aktivitäten: Dank meines regelmäßigen Workouts und der besseren Ernährung (auch wenn es noch nicht perfekt ist!), konnte ich meine Fitness verbessern. Ich habe weniger Rückenprobleme, weniger Körperfett und mehr Muskeln.

Resultat meiner morgendlichen Meditationen: Ich weiß nicht, wie viel Stunden ich seit März 2015 meditiert habe, aber eines ist sicher: Ich habe bessere Kontrolle über meine Emotionen, meinen Stress und meinen Gedankenfluss. Ich kann mehr Genuss aus meinem Alltagsleben ziehen.

Stetige persönliche Weiterentwicklung

Resultate meines Schreibens: Durch das tägliche Schreiben konnte ich meine Tage strukturieren. Ich schrieb über die Aktivitäten des Tages, reflektierte, was ich gelernt hatte. Ich konnte im Auge behalten, ob mein Alltag im Gleichgewicht blieb, indem ich mir eine Reihe von Fragen stellte. Das Resultat seht ihr im unteren Bild.

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Resultate einer morgendlichen Lektüre: Dadurch konnte ich lernen,

- dass ich mich nur auf eine Sache fokussieren und mich selbst immer wieder fragen sollte: Was muss ich tun, um mein Ziel zu erreichen oder damit andere Dinge einfacher oder sogar unnütz werden? (Dank des Buches "The One Thing" von Gary Keller und Jay Papasan.)

- wie man sich Gewohnheiten aneignet und dieses Wissen dafür nutzen, neue zu lernen. (Dank des Buches "The Power of Habits" von Charles Duhigg.)

- dass ich nie einfach nur rate, was meine Kunden wollen, sondern sie auf die richtige Art und Weise zu fragen. (Dank des Buches "Ask" von Ryan Levesque.)

- welch starken Einfluss alltägliche Gewohnheiten (so klein sie auch sein mögen) auf unser Leben haben. (Dank des Buches "Cumulative Effect" von Darren Hardy.)

- meine Prinzipien nicht aufzugeben und versuchen, besser zu werden. (Dank des Buches "Selbstbetrachtungen" von Marcus Aurelius.)

mabille

Mehrere berufliche Veränderungen:

  1. Während dieses Jahres wurde mir klar, wie wichtig es ist, meine Ziele im Auge zu behalten. Ich habe mich nie so schnell verbessert, seitdem ich dieses System entwickelt habe (ich erkläre es hier).
  2. Jedes Mal, wenn ich mich von diesem System entfernte, um weitere Möglichkeiten auszuprobieren oder etwas anderes zu testen oder wenn ich Fehler machte, dann wurde es leichter, wieder zu meinem alten System zurückzukehren.

- Deshalb habe ich es geschafft, mein Interesse für Methoden, die dabei helfen, mehr Produktivität und Selbstentfaltung erlangen zu können, zu professionalisieren: Ich rief einen Blog ins Leben. Auf lauramabille.fr teilte ich meine Erfahrungen und bot ein Online-Training für die Menschen an, die mein Morgenritual lernen wollten. Es heißt: Ein Morgenritual einführen und perfektionieren. Heute bereite ich ein anderes Training für ein anderes Thema vor.

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- Ich konnte so die für mich ideale Arbeit finden. 1. Sie ist nach meinen Vorstellungen ideal, weil sie mir erlaubt, meine Zeit frei einzuteilen. 2. Ich kann an jedem Ort arbeiten, der Internetzugang hat. 3. Sie erlaubt mir, einen positiven Einfluss auf das Leben anderer Menschen zu haben. 4. Sie basiert nicht auf einem Zeit-gegen-Geld-Modell.

- Der Verlag von Hal Elrod (First Editions) hat mir vorgeschlagen, ein ergänzendes Buch zu seinem amerikanischen Bestseller "Miracle Morning" zu schreiben. Und das tat ich. Mein Buch heißt: "Miracle morning - ein praktischer Wegweiser". Es wurde natürlich mit der Erlaubnis von Hal Elrod veröffentlicht.

- Elrod war es vor allem wichtig, auf das Warum einzugehen: Warum sollte man ein Morgenritual einführen und warum sollte man mit den Aktivitäten beginnen, die er vorschlägt? Ich fokussierte mich dagegen auf das Wie. Wie integriert man das Morgenritual in den Alltag und wie kann man von den vorgeschlagenen Aktivitäten am besten profitieren?

Ich habe eine Gemeinschaft Gleichgesinnter gegründet, mit denen ich meine Erfahrungen teilen kann

Aber wisst ihr, was das Beste ist? Durch den Erfolg meines vorherigen Artikels und dem medialen Interesse, das folgte, konnte ich eine Gemeinschaft von 15.00 Abonnenten aufbauen, die sich für meine Experimente interessieren und meine Sehnsucht nach einer Verbesserung ihres Alltagslebens teilen.

Ich will allen, die meinen vorherigen Artikel gelesen und geteilt haben, danken, weil euer Enthusiasmus mir so viel Energie gegeben hat!

Ich habe hunderte Fragen von Menschen bekommen, die mitmachen wollten und um Rat baten.

Hier sind meine Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen:

"Müssen wir wirklich um halb sechs Uhr aufstehen?"

Nein. Ob das Morgenrituals funktioniert, hängt nicht von der Uhrzeit ab, zu der ihr aufsteht. Es geht darum, euren Morgen mit positiven Aktivitäten zu beginnen. Ein Langschläfer, der um 10 Uhr aufsteht, kann diese Gewohnheiten annehmen, indem er einfach eine halbe Stunde früher aufsteht, um etwas Zeit für sich zu haben.

Und mein soziales Leben?

Wir haben eins. Es hindert mich nicht daran, es zu genießen. Wenn ich aus irgendeinem Grund später ins Bett gehe, dann stehe ich am nächsten Tag später auf, um meine Schlafdauer zu behalten und verkürze das Ritual.

Wann gehst du ins Bett?

Zwischen zehn und halb elf. So kann ich zwischen sieben und siebeneinhalb Stunden schlafen. Es erlaubt mir, fit zu bleiben. Also ja, früh aufstehen bedeutet auch, früh ins Bett zu gehen. Das geht Hand in Hand. Du solltest auf keinen Fall deinen Schlaf dafür opfern.

Super, ich bin Mutter/Vater, wie soll ich das schaffen?

Mir ist klar, dass es in diesem Fall schwieriger ist.

Eltern haben mir von diesen zwei Lösungen erzählt:

- Wenn deine Kinder alt genug sind, zu verstehen: Erklär es ihnen. Bezieh sie ein. Eine Mutter, die mein Online-Training gemacht hat, konnte sogar einen Plan für die ganze Familie ausarbeiten.

- Manche Eltern berichten, dass es ihnen hilft, mit dem Morgenritual anzufangen, wenn ihr Kind nicht schläft. Wenn ihr Baby sie früher weckt als gewollt, dann machen sie das Beste draus und fangen gleich mit mit dem Morgenritual an.

Ihr habt nicht die besten Voraussetzungen und wegen eurer Kinder kann nicht alles nach Plan laufen.

Aber einen Rat gebe ich auch: Lasst euch davon nicht abhalten. Auch wenn ihr so kein zweistündiges Morgenritual schafft, erinnert euch daran, dass jede extra Zeit euch gut tut und besser ist als nichts.

Wie werde ich die lästige Angewohnheit los, ständig den Snooze-Button zu drücken?

Meine brutale, aber ehrliche Antwort: Alarmy. Das ist besser, als den Wecker auf die andere Seite des Zimmers zu stellen.

mabille

Es ist eine App, die ich den Snoozern unter meinen Abonnenten und in meinen Buch empfehle. Du musst dafür einen Foto-Hinweis machen, wenn du den Wecker stellst (Ich habe ein Foto von meinem Waschbecken gemacht, aber du kannst auch eines von deiner Kaffeemaschine machen).

Wenn dein Wecker klingelt, kannst du ihn nur abstellen, indem du ein Foto von dem eingestellten Hinweis machst. Also musst du aufstehen, das Licht anmachen und in das Bad bzw. die Küche gehen und fotografieren. Danach bist du wach, glaub es mir!

Nach dieser Schockbehandlung kannst du ihn zehn Tagen nochmal die Snooze-Funktion ausprobieren.

Das war mein Überblick über die Veränderungen, die ich erlebt habe. Aber jetzt habe ich ein paar Fragen an euch.

Stellt euch vor: Was kann sich für euch in einem Jahr verändern, wenn ihr dieses Morgenritual beginnt? Was würde sich in eurem Leben im persönlichen oder professionellen Bereich verändern, bei eurem Körper und eurem Geist?

Du kannst einfach anfangen.

  • Stell deinen Wecker 30 Minuten früher als gewöhnlich.
  • Geh 30 Minuten früher ins Bett als gewöhnlich.
  • Um dir zu helfen, bekommst du ein kostenloses Startup-Kit und eine Liste der besten Apps und Tools, die ich kenne.
  • Nachdem ich ein Jahr sehr oft über mein Morgenritual gesprochen habe, will ich auch andere Methoden mit euch teilen. Ich habe gemerkt, dass ich produktiver in meiner Arbeit bin und mein alltägliches Leben erfüllter ist. Also, wir hören uns!

Dieser Blog erschien ursprünglich bei der Huffington Post France und wurde von Lisa Mayerhofer aus dem Französischen übersetzt.

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(lk)