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Zahnpflege beginnt im Säuglingsalter

17/02/2016 11:40 CET | Aktualisiert 17/02/2017 11:12 CET
Jupiterimages via Getty Images

Natürlich heißt Zahnpflege im Säuglingsalter nicht, dass man bereits bei einem Neugeborenen täglich die Zähne putzen muss - das geht auch nicht, denn es ist ja noch nichts vorhanden.

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Allerdings ändert sich dies recht schnell, denn wenn die ersten Zähne in den Kiefer einschießen und dieser hart wird, dann sollten Eltern bereits an die richtige Zahnpflege denken.

Für die ganz Kleinen ist das kein schlimmer Alltag, sondern für sie ist es angenehm, wenn der schmerzende Kiefer mit einer Säuglingsbürste massiert wird. Hier sind keine Borsten vorhanden, sondern es ist eine Art Gummibürste mit Noppen, die ganz klein ist. Sanft über den Kiefer geführt erleichtert sie den Babys das Zahnen.

Wer sich nicht an eine solche kleine Bürste traut, der kann auch auf eine Fingerzahnbürste zurückgreifen, die, wie der Name schon sagt, über den Finger gezogen wird und dann mit sanftem Druck auf den Kiefer, diesen auch wieder massiert.

Wie war das mit den Fluorid Tabletten?

Schon im Krankenhaus nach der Geburt bekommen die meisten Eltern die Vitamin D Tabletten die nicht nur für das Knochenwachstum sind sondern auch, mit Fluor angereicht, für die Zahnpflege sehr gut sein sollen. Hier gibt es allerdings sehr viele umstrittene Meinungen. Die einen sind Befürworter, die anderen sind absolute Gegner.

Zahnärzte, die sich mit den Milchzähnen beschäftigen, geben als Rat mit auf den Weg, dass man bestenfalls eine Zahnpasta nimmt, die eine auf Kinder zugeschnittene Menge an Fluorid beinhaltet. Dann kommt das Fluorid auch dahin, wohin es soll, nämlich auf die Zähne.

Wissen sollte man, dass zu viel des Guten - in dem Fall des Fluorids auch schädlich sein kann, denn es hat massive Zahnschmelzstörungen zur Folge. Daher ist immer darauf zu achten, dass hier weniger oft mehr sein kann.

Karies ist von Mensch zu Mensch übertragbar

Auch wenn man schon beim Baby mit der Zahnpflege anfangen sollte, so sollte man beim Säugling darauf achten, dass hier auch der richtige Schnuller verwendet wird. Dieser sollte dem Kiefer des Säuglings angepasst sein.

Einen Schnuller, der vielleicht heruntergefallen ist, sollte man nicht in den Mund nehmen. Bitte unbedingt Wasser, wenn es in der Nähe ist, zum Reinigen verwenden. Denn, man hat in vielen Studien festgestellt, dass Karies von Erwachsenen auf die Kinder übertragen werden kann.

Natürlich, wenn einmal nichts zum Abwaschen in der Nähe ist, dann kann man in Ausnahmefällen den Schnuller auch mal schnell ablutschen. Das sollte aber nicht zur Regel werden.

Ab wann sollte ein Kind zum Zahnarzt?

Zur richtigen Zahnpflege gehört auch der Zahnarztbesuch. Denn hier wird festgestellt, ob alles in Ordnung ist, die Milchzähne gut gewachsen sind, wie die Anlagen für die zweiten Zähne sind usw. Allerdings kann man sich mit dem Besuch beim Zahnarzt ruhig ein wenig Zeit lassen denn bevor ein Kind zwei Jahre alt ist muss es nicht dorthin.

Hier geht es dann auch nicht um die Suche nach Karies, sondern das Kind soll damit nur frühzeitig daran gewöhnt werden, dass es regelmäßig zum Zahnarzt geht und vor allem, dass es keine Angst entwickelt vor den Geräuschen und der Umgebung.

Wenn die Kleinen nun größer werden und die Zahnpflege zum täglichen Ritual geworden ist, dann kommt auch der Zeitpunkt, an dem die Kinder der Meinung sind, dass sie die Zähne auch alleine putzen können.

Prinzipiell ist dies auch richtig, sie können die Zähne schon vorsichtig alleine putzen. Doch hier sollte man als Elternteil zum einen noch dabei stehen bleiben und behilflich sein und zum anderen auch noch „nachputzen" damit die Zähne auch wirklich gereinigt sind.

Kinder sind übrigens erst ungefähr ab dem Grundschulalter fähig, die Zähne alleine und komplett zu reinigen.

Schon die Milchzähne, die gut gepflegt werden, bleiben länger erhalten

Schon für die Kleinen gibt es elektrische Zahnbürsten. Dafür spricht, dass sie, wie bei den Erwachsenen auch, den Zahnbelag sorgfältiger entfernt. Doch das Problem ist, dass Kinder oftmals, wenn sie Zähne putzen doch sehr fest auf die Zahnbürste drücken. Dabei kann es dann bei einer elektrischen Zahnbürste schnell zu Verletzungen am Zahnfleisch kommen.

Wenn Kinder aber etwas mehr Gefühl für das Zähneputzen bekommen haben, etwa ab vier bis fünf Jahren, dann ist die elektrische Zahnbürste wieder besser. Denn selbst wenn sie es selbst machen und noch nicht so gründlich sind wird aber mit der eklektischen Bürste mehr Belag entfernt.

Es stellt sich also eigentlich nicht die Frage, ob man schon im frühen Alter die Zähne putzen soll, denn eines ist für das Leben sehr wichtig - die Zähne. Schon die Milchzähne, die gut gepflegt werden, bleiben länger erhalten, so sieht es auch mit den bleibenden Zähnen aus. Im Säuglingsalter wird hier schon die Weiche gestellt und man sollte den Kindern eine Chance geben ohne Zahnprobleme aufzuwachsen.

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