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Alternativen zu Böllern an Silvester

02/12/2017 17:14 CET | Aktualisiert 02/12/2017 17:14 CET

3, 2, 1... und das alte Jahr ist Geschichte. Was an den einen spurlos vorbeizugehen scheint, wird von an anderen regelrecht zelebriert. Fest steht: wer vergleichsweise traditionell und mit vielen Raketen Silvester feiern möchte, greift mitunter tief in die Tasche.

Doch ist es wirklich nur möglich, „ordentlich zu feiern", wenn eben auch geböllert wird? Nein! In einer Zeit, in der nicht nur das Sparen, sondern auch der Umwelt- und Tierschutz für viele Menschen an der Tagesordnung steht, gibt es ausreichend Alternativen, um besonders bewusst ins neue Jahr zu starten.

2017-11-30-1512061958-2566567-Silvesterparty.jpg Der Jahreswechsel naht. Und mit ihm bei vielen die Vorfreude auf Feuerwerk und laute Partys. Bildquelle: Kamil Macniak - 507250789 / Shutterstock.de

Warum eigentlich keine Böller?

Die Gründe, weswegen sich mittlerweile viele Menschen gegen „das Knallen" entscheiden, sind äußerst vielseitig. Oft sind Gründe wie die pure Angst vor dem -im wahrsten Sinne des Wortes- „Spiel mit dem Feuer", ein gesunder Geiz oder die Tatsache, dass Tiere mit zum Haushalt gehören, dass um Mitternacht keine Rakete gezündet wird.

Viele Tierschutzorganisationen unterstreichen in diesem Zusammenhang auch immer wieder, dass die extreme Lautstärke zu Silvester viele Tierarten nervös machen kann. Und es stimmt: nicht selten verbringen Waldi oder Mietze die Nacht auf den 01. Januar zitternd unter dem Bett.

Wer also in diesem Jahr nicht nur seine Tierliebe zeigen, sondern eventuell zum Jahreswechsel auch ein wenig Geld sparen möchte, sollte weiterlesen.

Nur schauen, nicht zünden

Viele Menschen lassen sich von bunten Feuerwerken nur allzu gern faszinieren. Das Spiel zwischen Lichtern und Farben ist jedoch umso faszinierender, je professioneller es umgesetzt wird. Viele Großveranstaltungen sind daher zu Silvester dazu übergegangen, ihren Besuchern das eigenständige Zünden von Raketen zu untersagen und stattdessen selbst ein Feuerwerk zu organisieren.

Hier heißt es dann: „Schauen und staunen!" Besonders dann, wenn der Ehrgeiz nicht allzu sehr im Vordergrund steht, handelt es sich hierbei um eine willkommene Alternative zum eigenen Chinaböller. Ein Glas Sekt in der Hand, einen lieben Menschen im Arm... so kann 2018 starten.

Mit gutem Karma ins neue Jahr - spenden statt böllern

Schätzungen zeigen, dass die Feuerwerke, die beim Jahreswechsel von 2017 auf 2018 im Himmel erstrahlen werden, wohl wieder die magische Grenze von 100 Millionen Euro sprengen. Wer in diesem Jahr nicht nur zu Weihnachten etwas Gutes tun möchte, hat selbstverständlich auch die Möglichkeit, einen Teil seines Silvesterbudgets zu spenden. Viele Organisationen machen bewusst auf diese Option aufmerksam. Letzten Endes entscheidet der persönliche Geschmack darüber, welcher Verein unterstützenswert ist.

Kinder und Böller - nicht immer eine gelungene Kombination

Manche Kinder sind fasziniert vom Feuer, andere bekommen beim noch so kleinen Knallfrosch Angst. Vor allem diejenigen, die in der Großstadt leben, haben selten die Option, Silvester ruhig zu feiern. Hier ist es wichtig, vorzusorgen und sich Gedanken über ein Alternativprogramm zu machen.

Vielen Kindern hilft es hier schon, nicht „mitten im Trubel", sondern etwas abseits zu stehen und einen Gehörschutz zu tragen. Dass Eltern Ihren Nachwuchs nie aus den Augen lassen sollten, ist selbstverständlich. Zudem helfen einige Regeln und viele Gespräche dabei, ein Feuerwerk richtig einschätzen zu können.

Eine immer beliebtere Alternative: das Verreisen

Keine Lust, auch nur im Entferntesten mit Silvesterfeierlichkeiten in Kontakt zu kommen? Dann ist es an der Zeit, einen kurzen Trip zu planen! Wie wäre es mit einem mehrtägigen Ausflug mitten in die Berge? Hier ist es in der Regel (und je nach Ort) sogar möglich, um Mitternacht eine Wanderung zu erleben, und das, ohne Lärm, Knaller und Leuchtraketen. Hier lohnt es sich jedoch, in jedem Fall, früh zu planen, um eine Destination zu finden, die dem eigenen Anspruch genügt und noch über freie Zimmer verfügt.

Besonders aktuell und umweltfreundlich? Ein „Luftballon-Feuerwerk"?

Die Suche nach umweltfreundlichen Alternativen zum klassischen Feuerwerk ist aktueller denn je. Die Menschen in Südtirol gingen hier im letzten Jahr komplett neue Wege. In Meran griff man auf das Aufsteigenlassen von Luftballons zurück. Laut offiziellen Angaben seien die verwendeten Ballons biologisch abbaubar und umweltfreundlicher als die klassische Variante.

Hier wurden jedoch auch kritische Stimmen laut, da die Ballons mit LED-Leuchten betrieben wurden. Viele zweifelten daher wieder an der besagten Umweltfreundlichkeit. Ein weiterer Nachteil: Regen kann dafür sorgen, dass das neuartige „Feuerwerk" nicht stattfinden kann, da sonst das Wasser von Teilen des Ballons aufgesaugt würde.

Silvester - flexibel wie nie

Auch wenn die klassischen Raketen sicherlich noch lange den silvesterlichen Nachthimmel erleuchten werden, gibt es viele Alternativen. Egal, ob „nur" zuschauen, verreisen, spenden oder Ballons: das neue Jahr sollte so begonnen werden, dass es der eigenen Seele guttut. Nicht jeder „perfekte" Jahreswechsel ist bunt und laut.



Bildquelle: Kamil Macniak - 507250789 / Shutterstock.de

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