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Wir müssen endlich über unser Rassismusproblem sprechen

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AFD
dpa
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Das böse R-Wort. Wir haben ein Rassismusproblem in Deutschland. Lasst uns endlich öffentlich darüber reden. Es gibt verschiedene Erklärungsmuster für das Entstehen von Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit.

Endgültig geklärt ist die Frage danach nicht, und sie wird es vermutlich auch nie sein, denn dazu ist der Mensch einfach ein zu komplexes Wesen. Ich möchte hier nicht umfassend in die theoretische Materie einsteigen, das können im Zweifelsfall auch die Soziologen in diesem Land besser.

Aber ich halte es für wichtig, sich zu diesem Thema ein paar tiefergehende Gedanken zu machen, sich mit dem Begriff und seiner Bedeutung auseinanderzusetzen. Denn dadurch lernt man viel über einige Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Rassismus hat nichts mit menschlichen Rassen zu tun.

Bereits dieser Gedanke deutet auf rassistische Ansichten hin. Oder wie es der amerikanische Journalist und Autor TaNehisi Coates sagt: "Rasse ist das Kind des Rassismus, nicht seine Mutter." Mein Verständnis von Rassismus gründet sich auf Stuart Hall und Robert Miles. Halls Vorstellung vom "Rassismus ohne Rassen" hat den biologischen Argumenten früherer Jahre meines Erachtens wirksam den Boden entzogen.

Und Miles bringt die soziale Konstruktion des Rassismus treffend auf den Punkt, wonach Rassismus ein "Fall ideologischer Bedeutungsbildung" ist, "in dem eine soziale Gruppe als eine diskrete und besondere, sich selbst reproduzierende Bevölkerung konstruiert wird. Dies geschieht unter Bezugnahme auf bestimmte (reale oder vorgestellte) biologische Merkmale und durch eine Verknüpfung mit anderen negativ bewerteten (biologischen und/oder kulturellen) Eigenschaften."

Rassismus entsteht im Bauch

Nach solchen Definitionen sind auch Einwände wie etwa, Juden oder Muslime seien keine Rasse, könnten somit auch nicht Opfer von Rassismus sein, substanzlos. Rassismus kann von allen ausgehen - von Menschen, die in der Mehrheit sind, aber auch von Menschen, die in der Minderheit sind. Rassismus hat nichts mit Logik zu tun.

Rassismus entsteht nicht im Kopf, sondern im Bauch. Es geht um Emotionen: Angst, Unsicherheit, Selbstzweifel, Unzufriedenheit, Minderwertigkeitsgefühle. Schon in den neunziger Jahren ist es niemandem gelungen, einem Rassisten auszureden, dass Ausländer den Deutschen nicht die Arbeitsplätze wegnehmen.

Unzählige Traktate, Medienberichte, Interviews, Stellungnahmen gab es zu dieser Frage. Und schon immer war klar, dass rein sachlich an dieser Feststellung nichts dran ist. Wir wissen, dass die Gastarbeiter ins Land gekommen sind, weil es in Deutschland zu wenig Arbeitskräfte gab beziehungsweise weil einige Bürger gewisse Arbeiten nicht mehr machen wollten, weil sie es zu mehr Wohlstand gebracht hatten.

Wir wissen auch, dass Flüchtlinge nicht sofort auf den Arbeitsmarkt dürfen, wenn sie in Deutschland ankommen, und wir wissen auch, dass sie als letztes Glied der Kette bei der Vergabe eines Arbeitsplatzes zum Zug kommen würden. Das galt früher noch strikter als heute.

Ausländer haben die schlechtesten Karten auf eine Anstellung

Aber nach wie vor gibt es in Deutschland gesetzliche Regelungen, wonach erst Deutsche, dann EU-Ausländer/innen und an dritter Stelle erst Menschen, die sogenannten Drittstaaten angehören, Anspruch auf einen Arbeitsplatz haben.

Der Migrationsrat Berlin-Brandenburg zum Beispiel spricht für den Personenkreis von einem faktischen Arbeitsverbot, und zwar vor allem in einer Stadt wie Berlin mit hoher Arbeitslosenquote. Das heißt also, gerade dort, wo viele Menschen um eine Arbeitsstelle konkurrieren, haben die "echten Ausländer" die schlechtesten Karten auf eine Anstellung. Also nichts mit: "Die nehmen uns die Arbeitsplätze weg."

Aber hat das den Rassismus, die Fremdenfeindlichkeit reduziert? Mitnichten. Wir müssen nur an die Ausfälle in Heidenau, Freital, Clausnitz und vielen anderen Orten in Deutschland denken  - oder an Thilo Sarrazin mit seinem megaerfolgreichen Buch, das am Ende des Tages nur eines erreicht hat: die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Land weiter zu schüren.

Wir können davon ausgehen, dass sowohl Sarrazins Thesen, als auch die bisweilen positive öffentliche Verhandlung dieser Thesen (sie wurden ernst genommen, sie wurden als Diskussionsgrundlage genommen, bekannte Politiker, Intellektuelle und Journalisten - der Philosoph Peter Sloterdijk, die SPD Politiker Helmut Schmidt und Klaus von Dohnanyi, die Journalisten Matthias Matussek, Jan Fleischhauer oder Michael Klonovsky - verteidigten seine Thesen, wenn auch nicht in allen Punkten) die Mitte der Gesellschaft motiviert haben, an Demonstrationen wie Pegida teilzunehmen.

Rassismus hat zwei Dimensionen

Die eingefleischten Rassisten wissen natürlich, dass viele ihrer "Argumente" der Logik nicht standhalten. Aber sie wissen auch, dass sich ihre "Argumente" trotzdem und nach wie vor in der Bevölkerung verfangen. Warum? Weil die Bevölkerung, die für solche Thesen zugänglich ist, solche Aussagen nicht hinterfragen will und hinterfragen kann.

Sie klingen möglicherweise für den Moment sogar nachvollziehbar: Mehr Ausländer im Land gleich mehr Konkurrenz um den Arbeitsplatz für die Alteingesessenen. Rassismus hat zwei Dimensionen: die individuelle und die gesellschaftliche. Rassismus kann frühzeitig oder auch sehr spät im Leben eines Individuums zum Vorschein treten.

Ich selbst kann beispielsweise schlechte Erfahrungen etwa in einer Beziehung mit einem "Ausländer" machen, und um diese Erfahrungen zu verarbeiten, projiziere ich meine Gedanken einfach auf die gesamte Gruppe, der ich diesen Menschen, der mich so verletzt hat, zuordne: Das können "die Russen" sein, das können "die Türken" sein, das können auch einfach "die Ausländer" sein. Personen wie etwa Ayaan Hirsi Ali, Mina Ahadi oder andere haben in ihrem Leben schreckliche Erfahrungen mit der eigenen Familie oder dem eigenen familiären Umfeld gemacht.

Hirsi Ali und Ahadi machen dafür "die" Religion verantwortlich - und mithin diejenigen, die dieser Religion anhängen. Solche Vorlagen sind wiederum Wegweiser für andere Menschen. Menschen, die selbst gar keine schlechten Erfahrungen mit "Fremden" gemacht haben, aber trotzdem zu Rassisten oder Fremdenfeinden geworden sind.

Erklärungsmuster für Rassismus

Die kritische Psychologie hat ebenfalls Erklärungsmuster für Rassismus erarbeitet. Menschen haben Angst vor einer Umgebung, die sich rasch und massiv zu verändern scheint. Denken wir nur an Stadtteile wir Duisburg-Marxloh oder Berlin-Neukölln: Menschen, die dort bereits seit dem Zweiten Weltkrieg oder noch länger heimisch sind, finden heute ein ganz anderes Umfeld vor als noch 1955.

Auch hier fällt die Vorstellung nicht schwer, dass einige mit so einer Veränderung besser umgehen können als andere. Diejenigen, die nicht besser damit umgehen können, sind erst einmal hilflos. Sie suchen nach Erklärungen, nach Möglichkeiten, ihre neue Situation zu erfassen.

An dieser Stelle werden ihnen nun Sündenbocke angeboten. Sie lernen von den gesellschaftlichen Debatten, wem man ganz gut die Schuld für die Veränderungen zuschieben kann. Nach dem Krieg waren es die Vertriebenen aus Ostpolen, dann kamen die Gastarbeiter, wahlweise unterteilt in "Itaker", "Polacken" oder "Kümmeltürken", in den neunziger Jahren kam dann die "Asylanten-Flut", seit den nuller Jahren fällt der Fokus auf die Muslime, und diesen Fokus teilen sie sich heute mit den Flüchtlingen.

Auf wen das Augenmerk jeweils fällt, ist auch ein Produkt der öffentlichen Debatten, des Auftretens von Vorsprechern. Wenn man solche Kurzschlüsse aus der Welt schaffen will, muss man anfangen zu erklären.

Populisten ist die Logik egal

Damit ist man bei vielen Menschen schon raus aus dem Spiel. Man ist immer im Nachteil gegenüber Populisten, denen die Logik egal ist und die sich am Ende in einer Diskussion einfach im Kreis drehen und wieder von vorne anfangen - es ist wie beim Wettrennen von Hase und Igel.

Das Problem an vereinfachten Thesen ist, dass es immer vieler Exkurse, Differenzierungen und Querverweise bedarf, um sie zu entkräften. Und auf diese Umwege müssen die Menschen, die diese Vereinfachungen vertreten, mitgenommen werden. Man kann in einer Diskussion in einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat aber nur die Leute mitnehmen, die freiwillig mitkommen wollen.

Das sind also solche Leute, die zumindest eine grundsätzliche Bereitschaft aufweisen, sich Argumente anzuhören. Auf die absolute Mehrheit in Deutschland treffen dieser Wille und diese Bereitschaft zu. Auf einen gewissen Teil nicht. Letztere begeben sich immer wieder in meine Veranstaltungen.

Ich erkenne sie nicht zuletzt daran, dass sie sich im Prinzip all ihre kritischen Fragen längst selbst beantwortet haben. In Veranstaltungen zum Thema Islam setzen sie sich aber trotzdem, um sich selbst, dem Publikum, vor allem aber mir zu beweisen, dass sie bereits eine "Lösung für das Problem" gefunden haben.

"Was ist der Islam?"

Ich erinnere mich an einen Vortrag in Bad Münder. Betitelt war die Veranstaltung mit: "Was ist der Islam?" Es war ein freier Vortrag ohne Skript und ohne die geplante Powerpoint-Präsentation, die ausfiel, weil die Technik versagt hatte. Nach den ersten Sätzen begann ein Mann in der ersten Reihe die erste "Frage" zu stellen.

Es war aber keine Frage, sondern eine als Frage verklausulierte Aussage: "Was ist mit den gewaltverherrlichenden Passagen im Koran? Solange dies drinsteht, kann man nur zum Terroristen werden." In diesem Ton und mit dieser Art von "Fragen" ging es dann eineinhalb Stunden weiter. Immer wieder meldete er sich zu Wort: "Was sagt denn der Koran zu Frauen? Er ist ja sehr frauenunterdrückend."

"Wieso lehnen die Muslime die Scharia nicht ab? Solange sie dies nicht tun, besteht keine Hoff nung auf ein friedliches Zusammenleben." "Es kommen doch alle terroristischen Anschläge aus dem Islam. Also ist der Islam doch das Problem?" "Wir leben in einer Demokratie. Wer außer dem Islam macht denn hier sonst Probleme?"

"Ich bin Psychotherapeut, und aus meiner Sicht ist der Islam als die Grundlage für extreme Taten und Handlungsweisen bei Muslimen verantwortlich." Solche Situationen demaskieren diese Menschen.

Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Denn irgendwann wird auch dem Letzten im Publikum klar, dass hier jemand seine fremdenfeindliche Gesinnung hinter vermeintlich kritischen Fragen verstecken will. Nachdem der Mann aus Bad Münder mindestens fünfzehn dieser Kommentare und "Fragen" loswerden konnte, entwickelte sich im Publikum spürbar ein immer größerer Widerstand gegen seine Schwarz-Weiß-Sicht.

Aber auch ich komme bei solchen Dialogen, für die dies ein sehr typisches Beispiel ist, an meine Grenzen, denn es ist ein Ding der Unmöglichkeit, diese Zuhörer zu mehr Differenzierung zu ermuntern. Im Grunde genommen ist der Mann ein lebendes Beispiel dafür, wie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit funktioniert.

Es war ihm völlig egal, dass ein gläubiger Muslim neben ihm saß, der sich weigerte, mit Islamisten gleichgesetzt zu werden. Auch eine weitere Muslima mit Kopftuch saß im Publikum und sprach sich vehement gegen solche Darstellungen aus. Aber nichts und niemand hätte diesen Mann an diesem Abend von seiner Haltung abbringen können.

Wenn man sich nun die Wahlergebnisse in westeuropäischen Ländern (bei den osteuropäischen Staaten ist die Sache etwas anders gelagert, hier muss man auch die unterschiedliche geschichtliche Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg berücksichtigen) für rechtsradikale und rechtspopulistische sowie linksradikale und linkspopulistische Parteien anschaut, dann kann man über den Daumen gepeilt sagen: Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit betrifft in etwa ein Fünftel bis ein Drittel der Bevölkerungen.

Das Ergebnis emotionaler Defizite

Radikale Verhaltensweisen haben in der Regel immer persönliche Ursachen. Oft stehen hinter solchen Verhaltensmustern schlimme Lebensgeschichten. Diese Probleme lassen sich nur in einer ganz intensiven persönlichen Arbeit aufbrechen. Denn gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit basiert nicht auf logischen Überlegungen, sondern ist das Ergebnis emotionaler Defizite.

Dieser Mangel an persönlichem Sicherheitsgefühl und Festigkeit im Leben lässt sich von außen nur schwer kompensieren. Das bedeutet nicht, dass man diese Verhaltensweisen dulden darf. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass es zwischen der Ablehnung bestimmter Haltungen und der Ablehnung eines Menschen als Person große Unterschiede gibt.

Es gibt Menschen, die einfach nicht mehr bekehrbar sind, die tiefergehende psychische Probleme haben und deren Rassismus ein Ventil für ihren Selbsthass ist. Die Hilfe, die solche Menschen benötigen, kann die Gesellschaft nur bedingt leisten.

Hier ist das persönliche Umfeld gefragt. Nur jemand, der der betreffenden Person nahesteht und sie auch im Alltag begleitet, kann hier effektiv helfen. Reporter eines deutschen Fernsehmagazins machten 2015 einen Hetzer gegen Flüchtlinge auf Facebook ausfindig.

Rassismus lässt sich nicht wegdiskutieren

Es handelte sich um einen 1-Euro-Jobber, einen im philanthropischen Sinn armen Menschen, schüchtern, mit ausgefallenen Zähnen, einen Verlierer dieser Gesellschaft, einen, dem das Leben offenbar nie wohlgesinnt war, seit der Wende arbeitslos, unzählige Bewerbungen ohne Erfolg. Ihm fehle nach eigenem Bekunden die Ausbildung.

Auf den Hinweis der Reporter hin, dass die Flüchtlinge doch nichts dafür könnten, antwortet er ebenso ratlos wie schnell: "Aber ich doch auch nicht!" Das Beispiel zeigt, wie wichtig Schul-, Sozial- und Familienpolitik ist. Fast alle gesellschaftlichen Probleme nehmen hier ihren Ausgang. Später kann die Gesellschaft daran nur noch wenig ändern.

Man darf solche Menschen nicht als Menschen verachten, was jedoch verachtenswert ist, sind ihre Äußerungen. Die Aufgabe der Gesellschaft muss darin bestehen, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen. Ist sie dennoch entstanden, muss man alle Ansätze in diese Richtung klipp und klar verurteilen.

Rassismus lässt sich nicht wegdiskutieren, Rassismus kann nur jeder für sich selbst überwinden, wenn er bereit dazu ist. Wichtig ist nur, dass man Rassisten nie, nie aus den Augen lässt. Und es nicht verharmlost, wenn rassistisches Gedankengut als "Fremdeln" ausgelegt wird. Denn das bringt uns wirklich in Gefahr.

Es braucht Aufklärung

Wer sich bewusst jeglichem Zugang verweigert, der muss folglich abgegrenzt werden. So wie man gewaltbereite Salafisten abgrenzt, so wie man gewaltbereite Neonazis abgrenzt, und so, wie man gewaltbereite Autonome gesellschaftlich abgrenzt - solange sie sich nicht offen für Impulse von außen zeigen.

Menschen, die sich selbst ihrer menschenfeindlichen Auffassungen womöglich nicht bewusst sind, müssen aufgeklärt werden. Es darf nicht aus falscher Rücksichtnahme auf potenzielle Wähler oder Konsumenten geschwiegen werden.

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Wer anfängt, die Feindseligkeit gegenüber - egal welcher Gruppe von - Menschen zu relativieren, weil ein Teil dieser Gruppe sich tatsächlich etwas zuschulden kommen lässt, der öffnet die Tore für weiteres Anwachsen solch verachtenswerter Meinungsverbreitung.

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch "Die Zerreißprobe. Wie die Angst vor dem Fremden unsere Demokratie bedroht" von Lamya Kaddor. Das Buch erschien beim Verlag Rowohlt Berlin.

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