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Lateinamerikas Jugend will Ergebnisse sehen

23/03/2016 14:14 CET | Aktualisiert 24/03/2017 10:12 CET
Tony Anderson via Getty Images

Der uruguayische Soziologe Ignacio Zuasnabar lehrt Politik und Kommunikation an der Katholischen Universität in Montevideo und ist eine Art Superstar der Politikberater in seinem Land.

Kaum ein Politiktalk kommt ohne seine Analysen aus; seine Forschungsprojekte kennt man auch außerhalb des Elfenbeinturms. Derzeit untersucht er unter dem Titel „Living Politics" die politischen Einstellungen der lateinamerikanischen Jugend.

Sehr politisch seien die jungen Menschen der Region heute und vor allem „genauso demokratisch" wie frühere Generationen. Klar: Die Jugend gießt ihre Politik in andere Formen, es gibt ja soziale Netzwerke und ganz andere Möglichkeiten sich zu organisieren.

Doch wichtiger ist: Die Ansprüche an die Politik und ihre Amtsinhaber sind gestiegen.

Junge Menschen wollen ernst genommen werden, ihre Ideen dürfen nicht an starren Hierarchien scheitern. Wer sich engagiert, will wissen wofür und sich vergewissern, dass sich seine Arbeit gelohnt hat: „Die Jugend will Ergebnisse sehen, wenn sie sich politisch engagiert", sagt der Soziologe Zuasnabar.

Für seine Forschung ist er auf dem ganzen Kontinent unterwegs, bringt Zahlen und Menschen zusammen und spricht mit jungen Leuten, die sich in den verschiedensten Formen für das Gemeinwohl, den Fußballverein oder das Kulturangebot in ihrem Stadtviertel einsetzen.

Die Ergebnisse von „Living Politics" sollen Ende des Jahres vorliegen. Für die Parteien vor Ort könnten die Zahlen wahlentscheidend sein: Schließlich sollten sie wissen, was den Wählern von heute und morgen wichtig ist.

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Es stimmt nicht, dass sich junge Menschen nicht für Politik interessieren, sie gehen nur anders damit um. Daher will die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zusammen mit der Huffington Post der Frage nachgehen: Wie muss Politik für junge Menschen aussehen? Weltweit werden Experten der Konrad Adenauer Stiftung politische Initiativen und Vorgehensweisen analysieren. Wenn Sie sich an der Diskussion beteiligen möchten, schreiben Sie an Blog@huffingtonpost.de.

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