BLOG

Kehrtwende in Argentinien - auf den starken Schultern der Jugend

20/02/2016 15:30 CET | Aktualisiert 20/02/2017 11:12 CET
Getty

Seit dem 10. Dezember 2015 hat Argentinien einen neuen Präsidenten. Das Land hat sich für eine Kehrtwende entschieden, denn nach 12 Jahren Kirchnerismus wählten die Menschen am Rio de la Plata nicht die Kandidaten der traditionellen Parteien, sondern die erst seit wenigen Jahren existierende bürgerliche Kraft Propuesta Republicana (PRO).

Der neue Präsident Mauricio Macri hatte zuvor acht Jahre lang die Hauptstadt Buenos Aires sehr erfolgreich regiert und vor allem junge Leute für die Politik und das Regieren begeistert. Die Jugend bestritt nicht nur Wahlkämpfe von Haustür zu Haustür und Facebook-Seite zu Facebook-Seite, sondern baute nebenbei auch ihre Partei mit auf und sorgte so auch für die nötigen Stimmen - denn in Argentinien darf man schon mit 16 Jahren wählen.

Viele kannten bis dahin nichts anderes als den aggressiven Regierungsstil von Cristina Kirchner und ihren militanten Anhängern. Bei PRO fanden die jungen Bürger eine Möglichkeit, ihr Land und eine neue politische Kraft tatsächlich mitzugestalten. Und so war der dynamische Wahlkampf für viele auch der Einstieg in die Politik. Die Wahllisten waren voll von jungen Frauen und Männern, die sich nun in der politischen Wirklichkeit ihres Landes beweisen müssen.

Der Argentinier Emanuel Gainza, 27, ist Vizepräsident der Parteijugend von PRO und frisch gewählter erster Stadtverordneter seiner Partei in der Stadt Paraná. Für ihn bedeutet die aktuelle Entwicklung seines Landes eine vielversprechende Umkehr von der Politikverdrossenheit und eine solide Stärkung der demokratischen Institutionen in einer vom Populismus schwer belasteten Gesellschaft. Im Interview hat er uns erzählt, wie erfolgreiche Politik für ihn aussieht und vor welchen Herausforderungen sein Land derzeit steht.


2016-02-03-1454507004-6310832-Drinnen.jpg

Es stimmt nicht, dass sich junge Menschen nicht für Politik interessieren, sie gehen nur anders damit um. Daher will die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zusammen mit der Huffington Post der Frage nachgehen: Wie muss Politik für junge Menschen aussehen? Weltweit werden Experten der Konrad Adenauer Stiftung politische Initiativen und Vorgehensweisen analysieren. Wenn Sie sich an der Diskussion beteiligen möchten, schreiben Sie an Blog@huffingtonpost.de.

Auch auf HuffPost:

CDU-Generalsekretär Peter Tauber unterstützt das Adenauer-Huffington-Briefing

Lesenswert

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.

Gesponsert von Knappschaft