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Wenn Barbie petzt: Über die Risiken von elektronischem Spielzeug

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CHILD ROBOT
Tim Pannell via Getty Images
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Viele Kinder wünschen sich digitale Spielsachen wie Miniroboter, Puppen sowie Spielecomputer . Doch Datenlecks bei vtech oder der digitalen Barbie verunsichern Eltern. Wir empfehlen, Geräte vor dem Kauf auf Alterstauglichkeit und Datenschutz zu prüfen und zu sichern, falls möglich.

Elektronische Spielzeuge sollten auf das Spielverhalten des Kindes und dessen Bedürfnisse abgestimmt und einstellbar sein. Sonst sind die Aktionsmöglichkeiten sehr begrenzt und die Irritation beim Spielen groß, einen echten Spielkameraden oder die Begleitung durch die Eltern können sie allemal nicht ersetzen.

Vernetzte Geräte können Risiken für Jugend- und Datenschutz bergen und sind für jüngere Kinder ohne Surferfahrung nicht geeignet. Am besten überlegen Eltern überlegen angesichts der Datenschutzproblematik, ob internetfähiges Spielzeug überhaupt sinnvoll ist.

Produkte vorher prüfen

Nicht jedes elektronische Spielzeug ist auch wirklich für Kinder. Zudem sind spezielle Kindergeräte nicht immer sinnvoll. Viele Produkte sind eher ein modisches Accessoire, unausgereift und lassen sich nur bedingt auf die Bedürfnisse des Kindes einstellen.

Wichtiger als das Gerät sind die Inhalte, die zum Alter und der Medienerfahrung des Kindes passen sollten. Vorgespeicherte Inhalte sind zu prüfen und sollten sich entfernen und ergänzen lassen. Eine gute Orientierung bei der Auswahl passender Geräte und Software bieten Fachmagazine im Internet sowie Kindersoftwarepreise wie "Giga-Maus", "Tommi" oder "Pädi".

Über Datenschutz informieren

Wir empfehlen, Geräte genau zu prüfen und Internet sowie Bluetooth gerade bei jüngeren Kinder bis zehn Jahren einzuschränken sowie auf die Preisgabe persönlicher Daten zu verzichten.

Bei sprachgesteuerten Geräten ist es wichtig, dass diese auch Ungenauigkeiten im Ausdruck, spontane Ausrufe oder gemischte Unterhaltungen unter mehreren Kindern aufnehmen können. Zudem ist etwa über die AGB des Herstellers prüfen, ob Aufnahmen und andere Daten online gespeichert und für Nutzerprofile weiterverwendet werden. Falls ja, ist vom Kauf abzuraten. Mehr dazu in unserem Extrathema Datenschutz.

Aktiv begleiten

Nach Kauf des Gerätes gibt die Reaktion des Kindes die besten Hinweise darauf, ob dieses wirklich geeignet ist. Deshalb ist auch zu empfehlen, dass Eltern die Spielzeuge zumindest anfangs immer zusammen ausprobieren. Sind Eltern unzufrieden, können sie von ihr Rückgaberecht nutzen.

Geräte sicher einstellen

Wichtig ist auch, dass man Eltern sich darüber informieren, welche Sicherheitseinstellungen die digitalen Spielgeräte bieten und welche Funktionen man deaktivieren kann.

Bei mobilen Geräten wie Smartwatches oder Tablets ist wichtig, dass man diese über Sicherheitseinstellungen und Jugendschutz-Apps kindgerecht einrichten kann, um Funktionen einzuschränken und einen sicheren Surfraum zu ermöglichen. Konkrete Hinweise finden Eltern auf unserer Übersichtsseite Sicherheit.

Auf Ausgewogenheit achten

Wichtig ist, dass Kinder ihre Freizeit nicht zu einseitig gestalten und über unterschiedliche Beschäftigungen verschiedene Impulse erhalten. Deshalb sollten das Spielen im Freien, das Treffen mit Freunden, Sport oder die Hausaufgaben nicht zu kurz kommen. Hält sich ihr Kind wiederholt nicht daran, können Eltern die Spielzeiten über einen Timer begrenzen, wenn dieser integriert ist.

Der Beitrag erschien ursprünglich auf Schau Hin!

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Die Spielzeugindustrie boomt. Ob Elsa-Puppe, Spiderman-Kostüm oder die neueste Spielkonsole: Viele Kinderzimmer quellen über mit Spielsachen. Und die Kinder wollen immer mehr, denn nach kurzer Zeit ist das Spielzeug bereits langweilig und etwas Neues muss her.

Doch wie viel Spielzeug braucht ein Kind eigentlich? Bedeuten zu viele Spielsachen eine ständige Überforderung oder benötigen Kinder tatsächlich viele unterschiedliche Spielsachen für ihre Entwicklung?

Diskutiert mit. Schreibt uns eine E-Mail an Blog@huffingtonpost.de

Mehr zum Thema Spielzeugahn findet ihr hier.

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V." möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen."Details findet ihr hier.

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