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10 Tipps für Eltern, die Ihnen Experten nicht geben werden

30/03/2014 08:48 CEST | Aktualisiert 30/05/2014 11:12 CEST
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Ich bin kein Experte für kindliche Entwicklung, kein Psychologe oder Kinderarzt, aber ich habe drei Kinder, von denen eines diese Woche erwachsen wird. Natürlich habe ich in all den Jahren eine Tonne Elternratgeber gelesen, oft verzweifelt auf der Suche nach Erkenntnis oder Antworten. Aber die meisten dieser Bücher enthalten einfach nur banales Zeug. Ich meine, wenn wir alle einfach auf wundersame Weise einnicken könnten und „schlafen, wenn unser Baby schläft", oder „Wege finden könnten, Zeit für uns zu haben", dann würden wir wohl kaum Hilfe in so einem Buch suchen.

Ich habe eigene Einsichten gewonnen. Hier sind ein paar Tipps für Eltern, die Ihnen Experten nicht geben werden:

1. Sie müssen nicht jede Sekunde für später aufzeichnen

Manchmal ist es schön, eine Schulaufführung, ein Fußballspiel oder eine Geburtstagsfeier einfach zu genießen, ohne alles aufzeichnen zu müssen. Abgesehen davon ist es besser, einen alltäglichen Moment auf Video aufzunehmen, etwa, wenn die Kinder mit Klamotten spielen, eine Burg bauen oder mit ihren Großeltern reden. So etwas wird Ihnen in 20 Jahren viel mehr bedeuten als ein Clip, auf dem man nur mit Mühe erkennen kann, wir Ihr Kind hinter 100 anderen Kindern steht und „Alle meine Entchen" singt. Ach ja, machen Sie sich auch nicht die Mühe, Schnittmaterial zu sammeln in der Annahme, sie würden das Video später bearbeiten. Glauben Sie mir, das wird nicht passieren.

2. Melden Sie sich nicht freiwillig für Zusatzaufgaben in hektischen Zeiten

Kommen Sie früh zum ersten Elternabend nach Schulbeginn, damit Sie sich aussuchen können, zu welchem Schulfest sie beitragen wollen. Melden Sie sich für die kleineren Feste wie Valentinstag oder den Tag des Baumes. Seien Sie nicht so ungeschickt, sich für die Weihnachtsfeier zu melden, denn wenn der 18. Dezember naht und Sie immer noch nicht mit den Weihnachtseinkäufen begonnen haben und Ihre ältere Tochter ein weihnachtliches Chorkonzert hat und Ihr Sohn Hilfe beim Lernen für die Prüfungen braucht, können Sie als Letztes brauchen, dass Ihnen siedend heiß einfällt, dass Sie versprochen haben, 25 Muffins für die Weihnachtsfeier der vierten Klasse zu backen.

3. Seien Sie sich der Präzedenzfälle bewusst.

Jede Regel, jede Aufwendung und jedes Geschenk für Ihr ältestes Kind müssen Sie auch für die jüngeren Kinder vorsehen. Sie denken gerade darüber nach, die Rechnung für Justins teuren Schulausflug in der fünften Klasse in einen Nationalpark zu bezahlen? Denken Sie daran, dass Justins jüngerer Bruder das auch wird machen wollen, wenn er in der Fünften ist. Glücklicherweise kann dieses Prinzip Ihnen aber auch in die Hände spielen: „Deine Schwester hat ihr Ohr-Piercing/Handy/Privatflugzeug in der siebten Klasse bekommen, das ist eine Familienregel."

4. Sie werden ein paar Stunden ohne Sie überleben

Es ist in Ordnung, gelegentlich eine Tennisspiel oder ein Schulgrillen zu verpassen. Berufstätige Eltern verpassen dauernd etwas, und ihre Kinder werden auch glücklich groß. Es ist sogar gut für Kinder zu merken, dass sie ohne Sie auskommen, und wahrscheinlich lernen beide Seiten viel, wenn sie mit Freunden und deren Familien zusammen sind. „Mama, Frau O'Brian schreit andere Autofahrer an wie du, und sie hat Obama auch einen Kommunisten genannt!" Ach, ist das so?

5. Verschwenden Sie kein Geld für teure Ausflüge, an die sie sich nie mehr erinnern.

Ein Beispiel: Meine Tochter kann sich nicht mehr an den Besuch bei der Sesamstraße erinnern, zu dem ich sie geschleppt habe, weil ich die Tickets schon gekauft hatte, obwohl sie eine schlimme Ohrentzündung hatte. Mist! Kinder erinnern sich kaum an irgendwas aus ihren ersten Lebensjahren, also warum Geld verschwenden? Ich sage nicht, dass Sie nie irgendwas besonders unternehmen sollen, wie ins Disney-Land fahren, aber vielleicht nur einmal in den ersten Lebensjahren - und sorgen Sie für ein paar Klamottenwechsel. Man kann tolle Sachen mit Photoshop machen.

6. Freunden Sie sich mit den Eltern der Freunde Ihrer Kinder an

Das spart Ihnen die Kosten für den Babysitter, und Sie können ratschen, während die Kinder miteinander spielen. Was auch praktisch ist: Sie haben dann einen Verbündeten, wenn Ihre Kinder in der Pubertät sind: „Hat Maddy gestern wirklich bei euch übernachtet und wart ihr auch wirklich zu Hause?"

6a Aber passen Sie auf, dass sie nicht Ihre einzigen Freunde werden.

Es kann ekelhaft sein, wenn Kindheitsfreunde sich unterschiedlich schnell entwickeln und auseinanderleben, wenn die Eltern noch immer die besten Freunde sind. Klar können sich die Familien weiter treffen, aber man kann das kaum genießen, wenn die ehemaligen Busenfreundinnen sich nun geflissentlich ignorieren - und die eine mit Puppen spielt, während die andere eine SMS zur Rave-Party am Abend schickt.

7. Machen Sie keine voreiligen Versprechungen

Es ist viel sicherer zu warten, bis Sie zu hundert Prozent sicher sind, dass alles klappt, bevor Sie ankündigen, dass Sie etwas Tolles zusammen machen werden. Kinder können mit Enttäuschungen nicht besonders gut umgehen, also selbst wenn Sie einen wirklich guten Grund haben, die Sache abzublasen - „Ich weiß, ich habe gesagt, dass wir an diesem Wochenende an den Strand gehen, aber es ist ein Hurrikan angekündigt" - ist alles, was Ihre Kinder hören „blablabla, wir gehen nicht an den Strand, blablabla."

8. Erfüllen Sie nicht jeden Wunsch.

Kinder müssen auch Enttäuschungen erleben. Seien wir mal ehrlich, Sie würden lieber Reißnägel kauen als nochmals dieses Brettspiel zu spielen. Dann ist es in Ordnung, Nein zu sagen. Versuchen Sie's mal so: „Mama wird sich jetzt ein bisschen ausruhen, während Du jetzt allein spielst." Ich weiß, das ist hart, aber wenn Sie immer die Bedürfnisse ihrer Kinder über alles andere stellen, dann werden sie ihr Leben lang immer enttäuscht sein, weil sich die Welt nicht nur um sie dreht. Es ist gut, wenn Kinder lernen, dass jede Beziehung ein Geben und Nehmen ist. Später werden sie einmal bessere Freunde, Partner oder Ehepartner sein.

9. Machen Sie eine Liste der reizenden Dinge, die sie sagen.

Schaffen Sie sich ein Notizbuch an oder legen Sie ein Dokument auf dem Computer an. Wirklich, machen Sie das jetzt! Sonst passiert das: „Was war das nochmal, das Sophie über Verschlüsse gesagt hat? Du weißt schon, als sie die Barbie angezogen hat und das Kleid sich nicht schließen ließ?" Sehen Sie, Sie können sich nicht erinnern. Sophies Wortwahl war völlig durchgeknallt, aber Sie haben es nicht aufgeschrieben. Wünschten Sie sich nicht, Sie hätten es getan? Im Ernst, fangen Sie an, sich Notizen zu machen.

10. Richten Sie nicht, auf dass Sie nicht gerichtet werden.

Okay, ich hab das aus der Bibel geklaut. Aber es ist wirklich einfach, ein Urteil über andere Eltern zu fällen. „Naja, wenn sie Camille ein bisschen besser erzogen hätten, hätte man sie nicht erwischt, wie sie in der sechsten Klasse mit Jungs rummacht!" Aber denken Sie dran - eines Tages könnten Sie dran sein. Ihr geliebter Dylan könnte etwas so Peinliches tun, dass Sie sich wünschen werden, Sie hätten sich mit Ihren Wertungen etwas mehr zurückgehalten, und Sie werden hoffen, dass andere Eltern mitfühlend sagen werden „Es muss schlimm für Sie gewesen sein, als Dylan wegen Handels mit Ecstasy verhaftet wurde, aber Sie müssen seinen Geschäftssinn anerkennen! Er ist ein aufstrebender Unternehmer, jawohl!"

Die Beitrag erschien zuerst auf Scary Mommy


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