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Unterst├╝tzt die tapferen Leute in Themar

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
KONSTANTIN WECKER THEMAR
Getty/dpa
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Ihr Lieben!

Gerne m├Âchte ich Euch ein paar Zeilen nach S├╝dth├╝ringen schreiben - schon, weil ich die Gegend in den letzten Jahren ein bisschen kennengelernt habe und wei├č, dass es dort viele gute Leute und einige sehr tolle Projekte gibt.

Ich verfolge auch die Situation in Themar. Es ist schrecklich, was dieser kleinen Stadt in den vergangenen Wochen angetan wurde und wird. ├ťber die Rolle unserer Gerichte und Eurer Versammlungsbeh├Ârde im Landkreis kann ich nur den Kopf sch├╝tteln.

Dass in Deutschland Veranstaltungen, die den Faschismus verherrlichen, einfach so erlaubt und offensichtlich geradezu beg├╝nstigt werden, hinterl├Ąsst mich fassungslos.

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Ja, Meinungsfreiheit! Ja, Versammlungsfreiheit! Aber es gibt Grenzen. Ich halte es da mit dem alten Brecht, der 1951 an seine Schriftstellerkollegen schrieb:

ÔÇ×V├Âllige Freiheit des Buches, des Theaters, der bildenden Kunst, der Musik, des Films - mit einer Einschr├Ąnkung. Die Einschr├Ąnkung: Keine Freiheit f├╝r Schriften und Kunstwerke, welche den Krieg verherrlichen oder als unvermeidbar hinstellen, und f├╝r solche, welche den V├Âlkerha├č f├Ârdern."

Wir k├Ânnen uns nicht auf den Staat verlassen

Keine Demokratie sollte so dumm sein, den Feinden der Demokratie im Namen der Demokratie alles durchgehen zu lassen.

Kurzum, ich bin einmal mehr entsetzt dar├╝ber, wie wenig man sich im Jahr 2017 auf unseren Rechtsstaat verlassen kann, wenn es gegen Nazis geht.

Umso mehr freut es mich zu sehen, dass viele in Themar und drumherum selber aktiv geworden sind. Auch ├╝ber meinen Freund und Liedermacher-Kollegen Prinz Chaos konnte ich mitverfolgen, wie die Leute in Themar sich nicht einfach verstecken, sondern sich mit H├Ąnden und F├╝├čen wehren gegen den braunen Spuk.

Ô×Ę Mehr zum Thema: Nach Neonazi-Konzert in Themar: Th├╝ringens Ministerpr├Ąsident Ramelow fordert, Versammlungsrecht einzuschr├Ąnken

Die gro├čartige Unterst├╝tzung zahlreicher Initiativen und Aktivisten von au├čerhalb zeigt, dass Solidarit├Ąt kein leeres Wort ist.

Am 29. Juli soll Euch die n├Ąchste Nazi-Veranstaltung heimsuchen. Das ist unfassbar! Warum nach den hundertfachen Hitlergr├╝├čen beim ersten Nazi-Konzert nicht einmal Anstalten unternommen wurden, das nun zu verbieten, ist mir absolut schleierhaft.

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Man muss kein Historiker sein, um zu wissen, wie Hitler selbst immer wieder betont hat, dass er demokratisch gew├Ąhlt werden m├Âchte, um dann die Demokratie zu st├╝rzen!

Leider habe ich selber ein Konzert an diesem Tag und kann deshalb nicht bei Euch sein.

Aber ich rufe hiermit alle Freundinnen und Freunde in der Region auf:

Kommt am 29. Juli um 12:00 Uhr nach Themar auf den Marktplatz. Unterst├╝tzt die tapferen Leute in dieser Stadt.

Zeigt, dass S├╝dth├╝ringen anders ist.

Euer

Konstantin Wecker

Der Beitrag erschien zuerst auf Weckers Welt.

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