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Was sagen die Sterne über unsere Zukunft?

Veröffentlicht: Aktualisiert:
ASTROLOGY
Maremagnum via Getty Images
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Den Sinn und Unsinn, die Chancen und Grenzen astrologischer Jahresprognosen im kollektiven Bereich habe ich in einem Blog vom 25. November dargestellt.

Noch spannender aber ist für die meisten Menschen die Frage nach den individuellen Prognosen für das neue Jahr. Sie sollen heute im Mittelpunkt stehen. Dazu zunächst einmal eine für viele vielleicht ernüchternde Erkenntnis: Die ernsthaften astrologischen Prognosemethoden für den einzelnen sind unabhängig von der Jahreswende! Der Bezugspunkt ist eher der Geburtstag, das persönliche Neue Jahr.

Dazu gibt es im Wesentlichen drei Methoden:
- Das Solar-Horoskop
- Die Transite
- Die Progressionen.

Beim Solar (Sonnen)-Horoskop wird ein Horoskop auf die genaue Rückkehr der Sonne zum Stand der Geburt errechnet. Das geschieht zumeist am Geburtstag, kann sich aber auch einen Tag vorher oder nachher ereignen.

Da sich die kosmischen Zyklen trotz großer Anstrengungen nicht vollständig in menschliche Ordnungssysteme zwängen lassen, wird der in Gradzahlen und Bogenminuten umgerechnete Zeitpunkt der Geburt nie exakt mit dem Ausgangspunkt im Geburtsjahr identisch sein. Die Abweichungen können zwölf Stunden nach vorn und zurück betragen.

Das heißt, der AC des Solarhoroskops ist selten identisch mit dem des Geburtshoroskops; die Stände der Planeten ohnehin nicht, weil der Kosmos immer in Bewegung ist. Das Solar-Horoskop gibt Auskunft, welche Herausforderungen und Themen für die kommenden zwölf Monate bis zum nächsten Geburtstag auf dem Programm stehen.

Transite und Progressionen

Transite nennt man die laufenden Planeten und ihre Berührungspunkte mit dem individuellen Horoskop. Jedes Horoskop beschreibt nicht mehr als einen Moment; den der Geburt oder auch den Beginn eines Ereignisses. Der Kosmos dreht sich unaufhörlich weiter und so treten die Planeten in einen sich ständig wandelnden Bezug zu dem Ausgangshoroskop.

Bei den persönlichen Planeten (Merkur, Venus, Mars) geht das so schnell, dass sich eine genaue Analyse nicht lohnt. Ganz anders jedoch bei den Langsam-Läufern von Jupiter bis Pluto. Sie verweilen Wochen, zum Teil Jahre an einer bestimmten Stelle, beim Stand der Sonne, des Mondes, des Aszendenten... damit geben sie dieser Stelle eine besondere Prägung, die einige Zeit sehr dominant sein kann.

Konkretes Beispiel: Wenn Saturn für einige Monate auf oder nahe der Sonne steht, ist es ratsam, Disziplin zu üben und Struktur und Ordnung einen großen Raum zu geben. Die Person sollte sich von allzu viel Trubel fernhalten. Stattdessen sollte sie sich mit der Idee anfreunden, dass auch Rückzug und Fleiß ihren Wert haben.

Unternehmungen, die vielleicht schon lange aufgeschoben worden sind, können nun angegangen werden. Auch wenn es im Moment vielleicht anstrengend ist, kann es auf die Dauer sehr befreiend sein. Oder Saturn auf der Venus, fordert auf, uns über unsere Beziehungsmuster klar zu werden.

Was lassen wir uns gefallen? Was sind wir uns wert? Auch das fühlt sich zunächst streng und schwer an, kann aber ebenfalls dazu beitragen, uns für eine Beziehung zu stärken und uns vor allem zu helfen, aus destruktiven Verbindungen leichter auszubrechen.

Bleiben die Progressionen. Sie sind in gewisser Weise das Gegenstück zu den Transiten, denn hier wird nur auf die schnall laufenden persönlichen Planeten geschaut, neben Merkur, Venus und Mars auch noch Sonne und Mond (dabei wissen die Astrologen durchaus, dass es sich dabei nicht um Planeten handelt).

Im Gegensatz zu den Transiten handelt es sich bei den Progressionen allerdings um eine fiktive Rechnung: es wird angenommen, dass ein Jahr im Leben einem Tag im Horoskop entspricht. Bei einem Vierzigjährigen in der Mitte des Lebens wird dann das Geburtshoroskop um 40 Tage nach vorne verschoben.

Die Langsamläufer haben sich in der Zeit kaum bewegt, die Schnellläufer durchaus. Und sie werden dann zum Geburtshoroskop in Beziehung gesetzt, woraus sich wiederum wichtige Deutungen ergeben.

Es gibt darüber hinaus noch zahlreiche weitere spezielle Prognosearten, deren Aufzählung diesen Rahmen sprengen würde.

Disziplin dank Steinbock

Zum Schluss stattdessen noch einen Blick auf die Jahreswende; gänzlich unbedeutend ist sie auch für die Astrologie nicht. Mit dem Winterbeginn um den 21. Dezember herum tritt die Sonne in das Zeichen Steinbock, worunter auch der Jahreswechsel fällt.

Dem Steinbock wird nachgesagt, er sei strukturiert, genügsam und könne sich besonders gut auf das Wesentliche konzentrieren - die Voraussetzung seiner Erfolgsorientierung. Während der Steinbock-Zeit zieht sich die Natur in ihrer intensivsten Form zusammen; Leben wird auf ein Minimum reduziert.

Mit dem Wassermann ab dem 20. Januar strömt das Leben zurück, um dann zum Frühlingsbeginn im Tierkreiszeichen Widder aufs Neue zu sprossen und zu ergrünen. Analog dazu symbolisiert der dynamische Widder den Aufbruch, die ungebremste Tatkraft. Derartige Verbindungen von Jahreslauf und Tierkreisqualität finden sich zu allen zwölf Zeichen.
Der Blick in die Zukunft lohnt sich zu Beginn der Steinbock-Zeit für jeden.

Mit seiner Klarheit und Strukturiertheit kann der Steinbock wie niemand sonst die Qualität der Zeit erfassen, und genau das ist das Wesen der Astrologie - das Erkennen von kosmischen Zyklen und der Zeit-Qualität.

Die astrologischen Zyklen lassen uns erkennen, wann Dinge in unserem Leben neu ergriffen und umgesetzt werden möchten oder wann es an der Zeit ist, die Früchte unserer Arbeit zu ernten. Das kann eine sehr wertvolle Hilfe für anstehende Entscheidungen sein.

Eine astrologische Beratung um die Jahreswende kann also Themenstellungen und Zeitqualitäten für die kommenden zwölf Monate offenbaren: wann ist es angebracht, mit Ruhe und Ausdauer etwas zu Ende zu bringen? Wann sind Mut und Einsatz für neue Erfahrungen angesagt? Wann ist eine Zeit des Rückzugs? Was der einzelne daraus macht, liegt nicht in der Hand des Astrologen.

Es geht also darum zu erkennen, welche Themen anstehen, wohin die Entwicklung geht. Es geht nicht um konkrete Ereignisse. Die verrät der Blick in die Sterne nicht. Wer sich dennoch auf dieses Eis wagt, tut's entweder der Unterhaltung wegen oder er ist ein Scharlatan oder er besitzt übersinnliche Fähigkeiten.

Klemens Ludwig
www.astrologie-ludwig.de

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