Huffpost Germany
BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Klaus-Jürgen Gadamer Headshot

Die GEZ-Medien haben die Willkommenshysterie maßgeblich befördert

Veröffentlicht: Aktualisiert:
GEZ GERMANY
ullstein bild via Getty Images
Drucken

Die "FAZ" interviewt den ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler. Und der beweihräuchert sich, wieviel Mut das ZDF besäße, wenn sie die "Heute-Show" oder "Die Anstalt" im Programm hätte. Mut? Welcher Mut? Welchen Mutes bedarf es, um pubertäre Witzchen gegen Merkel und satirisch gemeinte Hasstiraden gegen AfD-Wähler abzulassen?

Vielleicht braucht es tatsächlich Mut, um halbgare Späßchen über Merkel zu machen. Der Fernsehrat ist schließlich nicht zu unterschätzen. Vielleicht hat er ja recht, der Herr Programmdirektor. Das würde aber bedeuten, dass wir uns schon im Vorhof der Zensur befänden. Vielleicht hat er ja wirklich recht, der Herr Programmdirektor...

Das ZDF hat die Willkommenshysterie maßgeblich befördert

Zum Thema "Flüchtlingsberichterstattung" fällt Herr Himmler ein, dass das ZDF die Euphorie der Gesellschaft abgebildet und dann alle Seiten der Medaille beleuchtet habe. Entweder Herr Himmler schaut ein anderes ZDF als die Bürger oder er hat Wahrnehmungsstörungen. Das ZDF hat wie alle GEZ-Medien die Willkommenshysterie maßgeblich befördert.

Kleber und Co. haben mit emotionsgeladenen Kulleraugenkinder-Bildern und mit tränengeschwängerter Stimme die Flüchtlingskampagne erst ins Laufen gebracht. Entweder Herr Himmler weiß nicht was er sagt - denn er lebt mit seiner geschlossenen Medienkaste in Mainz in einer Parallelgesellschaft ähnlich dem libanesischen Clan in Neukölln - oder er weiß sehr wohl was er sagt. Mit den Lügenpresse-Vorwürfen der Bürger muss er wohl zurechtkommen.

Was meint nun aber der Interviewer Michael Hanfeld, verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und Medien, zu derlei Tatsachenverdrehungen? Richtig, nichts!

Welche bohrenden Nachfragen fallen ihm dazu ein? Richtig, keine! Da wird doch keine Krähe der anderen ein Auge aushacken.

Es ist allerdings durchaus zu erwähnen, dass Hanfeld in einem anderen Artikel durchaus die öffentlichen Medien zart kritisiert. Ist es aber nicht ziemlich komisch Andere zu hinterfragen, sich selbst aber penetrant von der Kritik auszunehmen?

Wir warten immer noch auf die "syrische Ärztewelle"

Wir erinnern uns, dass die "FAZ" an vorderster Front für die Flüchtlingskampagne von Angela Merkel gekämpft hat. Ich erinnere mich an einen Artikel in der "FAZ", der den Lesern weismachen wollte, durch die einströmenden Araber werde der Bildungsdurchschnitt der Deutschen gehoben. Ganz zu schweigen von der "syrischen Ärztewelle", auf die wir immer noch warten.

Hat nicht gerade die "FAZ" besonders das betrieben, was der "ZEIT"-Herausgeber di Lorenzo meinte, wenn er sagte: "Eine von der Politik der Bundesregierung abweichende Meinung, manchmal auch schon kritische Fragen, werden unter den Generalverdacht gestellt, man habe etwas gegen Flüchtlinge oder betreibe das Geschäft der Populisten".

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung, so heißt es. Was ist aber mit denen, die wohl die Selbsterkenntnis pflegen, sich aber weigern, die Lage zu verbessern? Ist dann ideologische Verbohrtheit am Werke? Die "Zeit" ist dafür ein herausragendes Beispiel.

Die "FAZ" geht sogar noch weiter. Bei Themen, bei denen die Leser erwartbar eine andere Meinung als die Journalisten vertreten, schaltet sie die Kommentarspalte ab und beraubt dadurch den Lesern die Möglichkeit, sich zu äußern.

Weiter geht das Interview, indem Himmler sich und die "reichhaltigen Bestände der Mediathek" feiert und meint, das ZDF "hätte Einschaltquoten, von denen Netflix und Amazon nur träumen könnten".

Wo fließen die acht Milliarden Zwangsgebühren hin?

Wenn ich die Mediathek der ARD betrachte, finde ich höchstens zwei bis drei interessante Filme pro Woche, dafür aber viele, viele Wiederholungen. Wo sind die acht Milliarden Zwangsgebühren der Zuschauer hingeflossen?

Im ZDF und bei ARTE ist es auch nicht besser. Wo versickern die acht Milliarden Zwangsgebühren der Zuschauer?

Insbesondere bei ARTE sind die Filme von politischer Korrektheit und von eindeutiger ideologischer Gebundenheit geprägt. Wir finden hier ein pseudolinkes, politisch korrektes, von gendermainstream geprägtes Angebot für die Ökobourgeoisie. Meinungsvielfalt - Fehlanzeige!

Warum bekommt beispielsweise die "Huffington Post" kein Geld, wo doch bei ihr eine viel größere Meinungsvielfalt als in den GEZ-Medien herrscht? Über manipulative Auslandberichterstattung bei 3-Sat habe ich unlängst geschrieben.

"GEZ-Gier": Die Kohle kommt so oder so

Es scheint, dass die Zwangsabgabe, die GEZ-Medien noch gieriger macht. Diese haben überhaupt keinen Grund mehr, über Meinungsvielfalt und Innovation nachzudenken. Die Kohle kommt so oder so.

Würden Netflix und Amazon Angestellte ihrem Publikum ein so ausgelatsches Programm anbieten, wären sie nach einem Monat gefeuert. Die leider kaum feuerbaren GEZ-Angestellten garantieren jedenfalls langweiligstes Niveau. Mit welchem Grund finanzieren die GEZ-Medien grenzdebile Unterhaltungsshows? Mit dem Anspruch der Information der Zwangsgebührenzahler? Mit dem Anspruch verblödet zu werden?

Wohin fließen die acht Milliarden des teuersten öffentlich-rechtlichen Fernsehens der Welt? In riesige Intendanten-Gehälter, in horrende Rentenausgaben. Zur korrupten FIFA. Zum halbseidenen IOC.

Laut GEZ-Medien könne den privatwirtschaftlichen Produktionsgesellschaften nicht zugemutet werden, dass man öffentlich macht, wie viel sie für ihre Produktionen erhalten. Ach wirklich nicht? Die Zahlen, die dann doch durchsickern, sind so exorbitant hoch, dass der Gebührenzahler eigentlich ein Recht haben müsste, sie zu erfahren.

Auch auf Huff Post:

Psychologin erklärt, warum wir gute Nachrichten brauchen

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.