BLOG

Wie Hamburger Start-ups mit kleinem Budget auf sich aufmerksam machen

28/02/2016 19:04 CET | Aktualisiert 28/02/2017 11:12 CET
Rawpixel Ltd via Getty Images

Die kürzlich abgeschlossene Neumacher-Konferenz 2015 verdeutlicht, dass kein Vergleich zwischen Hamburg und Berlin nötig ist. Die Start-up-Szene der Hansestadt ist eindrucksvoll.

Hamburger Start-ups scheint Selbstvertrauen zu fehlen. Die Nähe zur bunten, kulturellen und lauten Stadt Berlin bringt immer wieder Vergleiche an den Tisch. Das jüngste Programm der Neumacher-Konferenz zeigte, dass Hamburg eindrucksvolle Start-ups besitzt, die man nicht mit anderen Jungunternehmern vergleichen muss. Stattdessen sollten sich die jungen Köpfe Gedanken darüber machen, wie sie mit ihren (meist knappen) Ressourcen auf sich aufmerksam machen.

Kapital als limitierender Faktor

Laut dem Start-up-Barometer Deutschland (Ausgabe August 2015) von Ernest & Young ist Hamburg der drittbeliebteste Standort für junge Gründer nach Berlin und Bayern. Im europäischen Vergleich kann sich Hamburg mit einer Investitionssumme von 195 Millionen Euro vor Städten wie München und Moskau positionieren, bei denen das Wagniskapital 119 beziehungsweise 20 Millionen Euro beträgt.

Das fehlende Kapital beziehungsweise die geringen Ressourcen, mit denen Start-ups arbeiten müssen, haben in den letzten Jahren respektable Projekte zutage gebracht. Es gibt Vorhaben, die sich nicht ohne das nötige Kleingeld realisieren lassen. Glücklicherweise gibt es eine kostengünstige Möglichkeit, wie Start-ups auf sich aufmerksam machen können.

Werbeartikel: Effektiv und anpassbar

Große Werbekampagnen sind für Start-ups ein Traum, den sie sich selten leisten können. Ihr Budget ist klein, sodass die Ausgaben für Werbung moderat ausfallen. Wie kann ein Start-up auf sein Produkt aufmerksam machen und sich weitere Finanzierungsrunden sichern, ohne Geld für Marketing auszugeben?

Auf diese Antwort hat die jüngste Studie des Gesamtverbands Werbeartikel Wirtschaft (GWW) eine Antwort. Im Werbeartikel-Monitor untersucht der Verband seit 2004, wie gut sich Werbeartikel zur Kommunikation zwischen Kunde und Unternehmen eignen.

Ein fehlender Wirkungsnachweis war bis dato das größte Kriterium, welches für zahlreiche Unternehmen gegen den Einsatz von Werbeartikeln sprach. Werbeartikel sind effektiv, wie der GWW mit seiner Werbeartikel-Wirkungsstudie beweist. Untersucht wurden Werbeartikel verschiedener Kategorien (Büro- und Schreibwaren, Haushalt, Werkzeug, Textilien, Lebensmittel). Die Wirksamkeit wurde unter anderem an dem Gebrauch des Artikels gemessen. Jeder vierte Werbeartikel ist seit über zwei Jahren im Einsatz.

Bei der Erreichbarkeit punkten Werbeartikel mit einer Reichweite von 80 Prozent. Damit sind sie genauso effektiv wie das Radio und effizienter als das Fernsehen (72 %), Tageszeitungen (65 %) sowie Plakate (51 %).

Guerilla-Marketing: Kreativität führt zum Erfolg

Als Alternative oder ergänzende Maßnahme zum Einsatz von Werbeartikeln lohnt sich Guerilla-Marketing. Skurril, überraschend und simpel - so könnte man diese Marketingmaßnahme bezeichnen. Sie kombiniert ungewöhnliche Elemente und versucht Menschen zu erstaunen - mit wenig finanziellen Mitteln.

Guerilla-Marketing hat in den letzten Jahren eine besondere Rolle in der Welt des Marketings eingenommen. Menschen werden regelrecht mit Werbung bombardiert, sodass ihr Unterbewusstsein angesprochen werden muss, wenn man sie von einem Produkt oder einer Dienstleistung überzeugen möchte.

Genau darauf zielt Guerilla-Marketing ab: Es werden tiefe Emotionen angesprochen, die Menschen bewusst wahrnehmen. Diese Gruppe teilt die Marketingmaßnahme, die sie gerade erlebt hat, wodurch der Urheber Publicity erhält. Für Start-ups, die Kapital suchen, ist dies gewünscht. Wer in den Medien auffällt, der tut es auch bei den Geldgebern.

Lesenswert
Ihr habt auch ein spannendes Thema? Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.