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So übersteht ihr die Trotzphase eures Kindes

12/11/2015 09:20 CET | Aktualisiert 12/11/2016 11:12 CET
Ghislain & Marie David de Lossy via Getty Images

Mama sein: mittlerweile weiß wohl jeder, dass dies kein Kinderspiel ist. Aber solange das Baby noch Baby ist, beschäftigt man sich eher mit der Frage, ob es genug trinkt und warum es die Nächte nicht durchschläft.

Erziehungsfragen spielen dabei meistens noch keine Rolle, zumindest nicht in der Praxis. Doch sobald das Baby zum Kleinkind wird, wird man notgedrungen damit konfrontiert. Denn das zahme kleine Würmchen, kann ab und an zu einem echten Terrorzwerg mutieren.

Noch vor Kurzem streichelte Max anderen Kindern zärtlich über den Kopf und näherte sich nur vorsichtig, mittlerweile ist er ein kleiner Rabauke, der aus dem Nichts auch mal schubst oder sich zu Boden schmeißt, wenn mal was nicht nach seiner Nase läuft.

Grenzen zeigen

Für mich stand dabei von Anfang an fest, dass ich Grenzen zeigen muss, egal wie hart die Trotzphase wird. Ich denke ich kann mich noch recht glücklich schätzen, denn meistens wird aus den Trotztränen sehr schnell ein kleines verschämtes Lächeln. Aber die Momente in denen er voller Wut weint, können hart sein und einem wie eine Ewigkeit vorkommen.

Eine liebe Freundin meinte erst kürzlich zu mir, dass sie es echt erstaunlich findet, wie ruhig ich bleibe, wenn Max mal wieder loslegt. Und manchmal frage ich mich, ob das tatsächlich so ist, denn innerlich bin ich manchmal selbst kurz vor einem Weinkrampf. Ich versuche hart zu bleiben, dem Kind den richtigen Weg zu weisen und das immer mit viel Liebe und Geduld.

Aber manchmal fällt es mir einfach schwer zu begreifen, warum er anderen gegenüber so grob ist und woher er diese Wut nimmt. Liegt es daran, dass er sich noch nicht richtig ausdrücken kann? Muss jedes Kind da durch? Ich denke es ist wichtig darauf vorbereitet zu sein, dass man das eigene Kind ab und zu in Situationen erleben wird, in denen man wohl am liebsten kurz auf Pause drücken würde.

Übergang zu einer starken Persönlichkeit

Denn der Übergang von einem kleinem süßen Baby zu einer kleinen starken Persönlichkeit, kommt manchmal ganz überraschend um die Ecke geschossen. Er ist halt kein kleines wehrloses Wesen mehr, er will die Welt erkunden und sich ausprobieren und bei jedem neuem Trotzanfall denke ich genau das, es ist nur eine Phase und im Endeffekt liegt es an mir ihn dabei zu unterstützen und mit der richtigen Erziehung da durchzuführen.

Welcher Erziehungsstil nun der richtige ist, muss jede Mutter für sich selbst entscheiden.

Für mich spielt Gelassenheit eine wichtige Rolle, denn es bringt uns beiden herzlich wenig, wenn wir uns gegenseitig in den Wahnsinn treiben. Trotz all der Liebe und Freiräume, soll er aber auch lernen, dass er nicht alles kontrollieren darf und soll.

Obwohl ich genau weiß, was ich für Max möchte, ich die Sache mit der Erziehung nicht immer einfach und stellt wohl jede Mama täglich aufs Neue vor neue Herausforderungen, denn wenn man denkt, man hat das richtige Mittel entdeckt, hat sich das Kind eh schon längst ein neues Problem ausgedacht.

Video:Familie: 10 Dinge, die Eltern gerne gewusst hätten, bevor sie Kinder bekommen

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