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Serbien öffnet sich für Europa

26/02/2015 11:20 CET | Aktualisiert 28/04/2015 11:12 CEST

Transit war gestern.

Jetzt spielt die Republik ihre eigenen touristischen Trümpfe aus.

Im früheren Jugoslawien rollte der Urlauberstrom an Serbien vorbei. Der Autoput war vorwiegend Verbindungsglied für die Küstengebiete der Adria und für den Transit nach Griechenland und in die Türkei. Jetzt besinnt sich der Balkanstaat auf seine eigenen touristischen Werte.

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Experten der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GiZ) halfen beim Aufbau neuer touristischer Infrastrukturen ( die Fotos oben und unten: Belgrad Promenade an der Save )

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Mit 53.400 Gästen auf dem Flug- und Landweg und 26.000 Donaukreuzfahrern aus der Bundesrepublik wurde 2013 ein Zuwachs von acht Prozent verbucht.

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Nur ein Fragezeichen auf einer Laterne ziert die Fassade des ältesten Gasthauses von Belgrad. Fürst Milos Obrenovic, der Serbien einst von fast 400 Jahren osmanischer Fremdherrschaft befreite, hatte es anno 1823 als Cafe erbauen lassen.

Ein späterer Eigentümer wollte es 1892 wegen der gegenüberliegenden orthodoxen Kirche „Zur Kathedrale" nennen.

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Das missfiel der Geistlichkeit, die ihre Schäfchen lieber im Betstuhl als in der Rakia-Schenke sah. Weil der Wirt partout keinen anderen Namen wollte, wählte er aus Protest ein Fragezeichen.

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Wer die Vielfalt der serbischen Küche genießen will, ist in den historischen Mauern gut aufgehoben. Zu duftendem hausgebackenen Weißbrot mit Kajmak, einem leicht gesalzenen Sahneaufstrich, knackigen Salaten aus Paprika, Gurken, Tomaten, Zwiebeln und Peperoni tischen die Kellner immer neue Platten ( Foto oben ) mit Käse-, Wurst- und Schinkenspezialitäten, Krautwickeln, Pasteten, Honig, Palatschinken und Kuchen auf. Zwischendurch kreisen die Rakiaflaschen, werden diverse Kostproben des Nationalgetränks serviert.

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Das einstöckige, weißgekalkte Gebäude ist nicht nur Touristenattraktion, sondern auch architektonisches Juwel. Nur wenige solcher Häuser im Balkan-Stil mit Erkern und zierlicher Mischbauweise aus Holz und Stein sind in Belgrad erhalten.

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In den fast noch original erhaltenen kleinen Gaststuben des Fragezeichen trafen sich Politiker, Journalisten, Künstler und Literaten, verkehrte der Dichter und Reformer der serbischen Schriftsprache Vuk Karadzik, wurde im ersten Leseraum der Serbischen Zeitung (Srkska novine) Nationalgeschichte geschrieben.

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Gepflegte Gründerzeitbauten zieren die denkmalsgeschützte Knez-Mihailova- Straße.

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Einen Kilometer lang ist die von Bürgerhäusern aus dem 19. Jahrhundert gesäumte Flaniermeile mit versteckten Passagen und Hinterhöfen. Hier kehrt kaum Ruhe ein. Boutiquen, Galerien, Buchhandlungen, Läden, Cafehäuser und Tavernen sind rund um die Woche bis spätabends geöffnet.

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Gleich nebenan liegt der quirlige Platz der Republik, flankiert von Nationalmuseum und Nationaltheater ( Foto oben ).

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Das bronzene Reiterstandbild des Fürsten Obranovic ist beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Wer ganz sicher gehen will, verabredet sich vor oder hinter dem Schwanz. Für Nachtschwärmer ist es nicht weit ins Bohemeviertel Skardalija.

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Bis zum frühen Morgen wird auf Belgrads Montmartre im Freien und in den von Grün umgebenen Terassencafes, Kneipen und Clubs gefeiert bei Balkan-Blues, Jazz und Rock.

Akkordeonspieler, Geiger und Souvenirhändler säumen den Weg zur Belgrader Festung auf dem Kalemegdanhügel, 50 Meter über dem Zusammenfluss von Save und Donau. Kelten, Römer, Byzantiner, Türken und Habsburger wechselten in blutigen Schlachten als Eroberer. Unter Maria Theresia erhielt die Verteidigungs-anlage 1717 nach den Plänen des französischen Festungsbaumeisters Sebastian le Prestra de Vaudan ihre endgültige Form. Ab dem 19. Jahrhundert wurde das Areal zum größten Freizeitpark der Stadt mit Zoo, Kunstpavillon, Museen, Restaurants und Spiel- und Sportplätzen. Ein Relikt aus der Türkenherrschaft ist das achteckige Mausoleum des Großwesirs Damad-Al-Pascha, der 1716 bei Großwardein gefallen ist.

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Vorwiegend ältere Semester interessieren sich für die Kanonen- und Panzerschau in den Festungsgräben vor dem Militärmuseum. Die Jugend zieht eher zu den Dinosauriern, riesige Plastikmonster aus Deutschland, die in dieser Saison die Bastion gestürmt haben.

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Vom Aussichtsplateau genießen wir den einzigartigen Blick auf die Fluss- und Auenlandschaft und die Plattensiedlungen und Wolkenkratzer von Neu Belgrad.

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Es dämmert. In den schwimmenden Restaurants ( Foto innen ) und Diskotheken am Donauufer gehen die Lichter an.

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Von Scheinwerfern angestrahlt, ist die fast 70 Meter hohe schneeweiße Kathedrale des heiligen Sava eine weithin sichtbare Landmarke für die 1,6 Millionen Belgrader. 1935 begonnen, ruhte die Arbeit nach dem zweiten Weltkrieg bis 1985. Bis auf Teile des Inneren ist die Kirche für den Schutzpatron der Serben vollendet. Mit ihren gigantischen Dimensionen kann sie sich ungefähr mit der Hagia Sophia in Istanbul messen. Allein die zwölf Meter hohe Hauptkuppel hat einen Durchmesser von 35 Metern. Acht Glockentürme zieren den Bau. Die 39 Glocken wurden in Innsbruck gegossen. Auch Gastarbeiter aus Deutschland spendeten für den Kirchenbau. Ihnen zu Ehren heißt das Südportal „Frankfurter Tor".

Anderntags fahren wir Richtung Norden in die Vojvodina, Serbiens Kornkammer in der Pannonischen Tiefebene. Endlose Felder, Getreide, Mais, Paprika, Gemüse und Wein, dehnen sich beiderseits der schnurgeraden Straßen. Vor den buntgestrichenen Holzhäusern in den Dörfern bieten Bäuerinnen Wein, Obst und Gebäck aus eigener Erzeugung an.

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Am Horizont erstreckt sich der 500 Meter hohe Gebirgszug „Fruska Gora" (Frankenwald), seit dem 12. Jahrhundert Zuflucht von serbisch-orthodoxen Klöstern.

Von 35 Ordenshäusern sind noch 16 erhalten. Eines der schönsten und aufwendig restaurierten ist das von Nonnen bewirtschafte Krusedol, abseits in einem Wiesengrund. Nach der Gründung um 1515 wurde es mehrfach beschädigt und immer wieder erneuert. Die Dorfkirche vor der Klostermauer stammt von 1816. Die Kapelle in der Umfriedung zeigt Wandmalereien von Propheten, Aposteln und Einsiedlern aus dem 16. Jahrhundert. Die Ikonengalerie glänzt mit Abbildungen von Christus und der Muttergottes (1745). Bruder Kiprijan wacht mit Argusaugen darüber, dass die wertvollen Dokumente nicht durch Blitzlichtfotos geschädigt werden, Vater Jakov grüßt am Eingang die Besucher.

In der nahen Kleinstadt Sremski Karlovci scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Das barocke Ensemble aus schmucken Wohnhäusern, Rathaus (1811), Apotheke (1890), Patriarchat (1894), Priesterseminar (1903) und Gymnasium (1891) rund um den Marktplatz erinnert an Habsburger Herrschaftszeiten. Mittendrin plätschert der Vier-Löwen-Brunnen, stets umlagert von durstigen Schülern und Studenten in den Pausen oder auf dem Weg nach Hause. Der bedeutendste Bau, die einschiffige serbisch-orthodoxe Kathedrale mit ihrer prägnanten Zweiturmfassade, trägt deutlich Salzburger Handschrift (1758-62). Drei Jahre später entstand die katholische Kirche.

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Die Donauauen sind eine ideale Bienenweide. Schon seit 1875 beschäftigt sich die Familie Ivanovic mit der Imkerei, betreibt das einzige private Imkermuseum Serbiens mit vielen Exponaten. Der Urgroßvater des heutigen Besitzers führte sogar das Lehrfach Bienenzucht im örtlichen Gymnasium ein. Zweites Standbein ist der Weinanbau.

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Nach der Devise klein aber fein werden leckere Tropfen vorwiegend aus Rheinriesling auf sechs Hektar Fläche produziert. Weiter im Angebot ist der Ausbruch, der als Medizin genossen wahre Wunder wirken soll. Eine andere Rarität, der Pernet, der italienischem Wermut ähnelt, wurde sogar auf der „Titanic" kredenzt.

Novi Sad

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Novi Sad, mit 300.000 Einwohnern Universitätsstadt und kulturelles Zentrum der Vojvodina, wurde 1999 durch NATO Bomben schwer getroffen. 78 Tage heulten die Sirenen, forderten die Luftattacken auch Opfer unter der Zivilbevölkerung. Die Raffinerie, der Sender und alle drei Donaubrücken waren zerstört. Mehr als drei Jahre lang quälte sich der Verkehr zwischen Alt- und Neustadt über eine behelfsmäßige Pontonbrücke. Nur dreimal wöchentlich war sie stundenweise für Schiffspassagen geöffnet. 2005 wurde die letzte Lücke geschlossen.

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Was die NATO zerstörte, baute die EU wieder auf.

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Die Sprengsätze erschütterten auch die Festung Großwardein.

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Festung Großwardein ( Foto Uhrenturm )

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Dort und nicht in Belgrad, wie es in dem vielgesungenen Volkslied heißt, zeigte Prinz Eugen, der edle Ritter, den Türken, wer Herr im Hause ist.

Die Donauschwaben

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Habsburg kolonisierten auch die Donauschwaben. Einwanderer, hauptsächlich aus Baden und Württemberg, verwandelten die Sümpfe der Pannonischen Tiefebene in blühende Landschaften. Überall entstanden Musterdörfer. 1933 lebten noch 500.000 Deutsche in der Region.

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Dann kam der Krieg. Knapp 3.000 blieben nach Flucht und Vertreibung. Seit 2007 sind sie als Minderheit geschützt.

Immer im Juli wird Petrowardein zur Partyszene. Vier Tage lang zieht es die hippesten Rockbands zum internationalen EXIT- Festival auf die Trutzburg über dem Donaufluss. Was in den Umbruchswirren 2.000, als noch bescheidener musikalischer Studentenprotest gegen das Milosovic-Regime begann, entwickelte sich zum größten Musik- und Kulturevent Osteuropas. Von den bisher zwei Millionen Besuchern profitieren nicht nur der örtliche Handel und das Hotel- und Gastgewerbe im „serbischen Graz". Auch für Straßengeiger Miroslaw, der in der Fußgängerzone Weisen von Leidenschaft und Liebe spielt, fallen dann ein paar Euros ab.

Die Römer

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18 Römerkaiser wurden auf serbischem Grund geboren. Ihre Spuren sind über das ganze Land verstreut. Die Giz hat sie im Faltblatt „Route der Römerkaiser" aufgelistet. Zwei dieser archäologischen Stätten haben wir besucht. Vom 1. bis 4. Jahrhundert war Vinacium (82 km von Belgrad bei Kostulac) das wichtigste Militärlager an der Ostgrenze des Römerreichs. Fast alle Kaiser kamen zu Besuch. Gut erhaltene Reste des Amphitheaters, von öffentlichen Bädern, des Aquädukts und Gräber sind unter Dach zu sehen. Auch ein freigelegtes Mammutskelett ist ausgestellt. In Sichtweite der Grabungsstätte qualmt ein Kraftwerk. Gleich nebenan wird Kohle gefördert. Der Abbaubagger rückt bedrohlich näher...

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Felix Romuliana, 250 km östlich von Belgrad bei Zajecar, präsentiert sich unter freiem Himmel. Mauern und Türme der Kaiserresidenz aus dem 4. Jahrhundert sind noch teilweise bis zu 15 Meter hoch erhalten. Mosaike, Fresken und Skulpturen zeugen vom Höhepunkt zeitgenössischer Kunst. Romuliana, das schönste Relikt der Antike in Serbien, ist Weltkultererbe. Seit über zehn Jahren begleiten deutsche Wissenschaftler, Archäologen, Architekten, Geodäten, Geographen und Geophysiker die Ausgrabungen, unterstützen ihre serbischen Kollegen mit modernsten Forschungsmethoden.

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Noch tiefer in die Menschheitsgeschichte, in die prähistorische Zeit, führt das Besucherzentrum „Siedlung Lepenski Vir" in der abgeschiedenen Schlucht von Derdap, unweit vom „Eisernen Tor".

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Unter einer monströsen Kuppel aus Stahl und Glas sind die Funde von sieben aufeinandergeschichteten Ansiedlungen aus 5.300 und 4.800 v. Chr. zu besichtigen, eine weltweit einzigartige Sammlung aus 136 Häusern, Skeletten, Knochen, Werkzeugen aus Hirschgeweihen, Gebrauchsgegenständen und Schmuck aus Horn und Stein.

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Alle Dörfer wiesen die gleichen Muster auf, aus rotem Mörtel gebaute Häuser mit trapezförmigen Grundrissen und umzäunter Feuerstelle.

Internationales Aufsehen erregten bei der Freilegung von 1965/70 auch die ältesten europäischen Steinskulpturen, bis zu 50 Zentimeter hohe Figuren von Götzen und Menschen mit fischähnlichen Gesichtern.

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Lepinski Vir zeigt nur Kopien. Die Originale werden im Archäologischen Museum Belgrad aufbewahrt. Die Fundstätten versanken in den Fluten. Wegen des Donaustaus für das Kraftwerk Derdap, ein Gemeinschaftsprojekt von Jugoslawien und Serbien, musste die Siedlung 17 Meter höher neu angelegt werden.

Über der Donau

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Hoch über dem Strom verführt die „Open Air Gallery" ín Donji Milanovac zum Seelebaumenlassen.

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Bilder, Installationen und allerlei Schnickschnack hat Kapitän Misic Breg inmitten üppiger Blütenpracht platziert.

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Den höchsten Punkt markiert ein Wegweiser zu acht Hauptstädten West- und Osteuropas. Kapitän Misic Breg, bis zum verdienten Ruhestand auf der Donau unterwegs, bewirtschaftet in dieser beschaulichen Idylle ein Berggasthaus.

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Frau und Tochter kochen, was die kleine Landwirtschaft hergibt. Nur frisches Gemüse, Kartoffeln, Kräuter, Fleisch, Fisch, Geflügel und Obst kommen aufs Buffet. Bei gebratenen Brennnesseln greifen wir gleich zweimal zu. Köstlich!

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Wein, Holunder- und Kirschsaft löschen den Durst. Ein Honigschnaps oder auch zwei schließt den Magen.

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In der Nähe ein Aussichtspunkt mit weitem Blick über den Donauverlauf.

Weiter geht's!

Unten, im Hafen von Doni Milanovac, wartet die „Aquastar Maxim" auf den Höhepunkt jeder Serbienreise.

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Die Fahrt durch das „Eiserne Tor" erschließt eine wildromantische Fluss- und Felsenlandschaft. Kapitän Zoltan Bazganovic am Ruderradar des Salonkreuzers kennt sich da bestens aus. Jahrhundertelang war die Route wegen Stromschnellen, Strudeln und felsigen Untiefen gefürchtet. Seitdem der Strom durch den Derdap-Staudamm gebändigt ist, können die Schiffe gefahrlos passieren. Bei Doni Milanovic ist die Donau noch 1.000 Meter breit.

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Allmählich rücken die Felsen beiderseits der Ufer immer näher, erst auf 350 Meter, dann, an der engsten Stelle, auf 150 Meter Breite. Bis zu 500 Meter hoch türmen sich hier die schroffen Gipfel des „Naturparks Djerdap" auf serbischer und des „Naturparks Eisernes Tor" auf rumänischer Seite.

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Denkmäler erzählen von einer geschichtsträchtigen Region.

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Dicht über der Wasserkante kündet die „Trajanstafel" die Vollendung der Römerstraße, die Kaiser Trajan 301 n. Chr. längs der damaligen Reichsgrenze an der Donau erbauen ließ.

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Andere reizvolle Fotomotive sind der aus dem Fels gehauene Kopf des Drakerkönigs Decebalos und das serbische Kloster „Mraconia" ( Foto unten ).

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Abends gehen wir in Tekida an Land. Heftige Regenfälle hatten in der Vorwoche zu Erdrutschen geführt, Häuser beschädigt und Straßen blockiert. Noch bevor staatliche Unterstützung die Provinz erreichte, gewährte der Schiffseigner und Besitzer des „Aquastar- Donau Hotels" in Kladovo den Aufräumhelfern freie Unterkunft. Eine Selbstverständlichkeit. Der Kampf mit den Naturgewalten hat die Menschen am Fluß zusammengeschweißt.

Text Karl-Hugo Dierichs, Fotos Karl-Heinz Hänel Blog.Liebhaberreisen.de

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