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Ob Blogger oder freier Journalist, kein Anspruch auf Veröffentlichung

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Journalist im Weinberg © Copyright Karl-Heinz Hänel Foto: Journalist im Weinberg © Copyright Karl-Heinz Hänel

Freie Journalisten und auch Blogger unterliegen Marktgesetzen.

Vor einiger Zeit mal erzählte ein freier Journalist dem Mediencoach Attila Albert, dass er wöchentlich ein Themenangebot an einen Verteiler aus mehr als 90 Redaktionen in ganz Deutschland schicke. Nur zwei bis drei würden sich überhaupt die Mühe mache, ihm zu antworten, meist durchweg Absagen. Auf Anrufe würden die Ressortleiter zunehmend genervt reagieren, Konferenzen vorschieben oder ihn nicht mehr durchstellen lassen. Er war empört über die empfundene Missachtung und fragte sich, wie man "mit dem Frust umgehen" solle. Dazu heute einige Gedanken.

Zuerst die Antwort auf die Frage, die fast ein wenig ein Vorwurf an die Welt ist, ungerecht behandelt zu werden: Man sollte als Selbständiger, und darum handelt es sich bei einem freien Journalisten, überhaupt nicht frustriert sein. Andauernde Erfolglosigkeit oder ständige Mühe, an Aufträge zu kommen, sind Zeichen, dass Sie das falsche Produkt, am falschen Markt oder auf die falsche Weise anbieten. Das ist nichts, mit dem man "umgehen" sollte, also hinnehmen und damit leben, sondern sehr genau analysieren und kraftvoll verändern.

Wer als freier Journalist oder Blogger erfolglos ist oder ständig Mühe hat, an Aufträge zu kommen, sollte nicht verbittert werden oder verzweifeln: Es gibt viele Möglichkeiten, sich gegenüber Redaktionen besser zu positionieren, sagt Mediencoach Attila Albert

Foto © Copyright: Karl-Heinz Hänel