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Mahnend schöne Erinnerung an den Verlust der Artenvielfalt

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Ernst Haeckel © Copyright Verlag TASCHEN Ernst Haeckel © Copyright Verlag TASCHEN

Freidenker, Arzt, Philosoph, Künstler, Meeresforscher & Universal-Genie...

Ernst Haeckel © Copyright Verlag TASCHEN Ernst Haeckel © Copyright Wikipedia

Ernst Haeckel (* 16. Februar 1834 in Potsdam, † 9. August 1919 in Jena) arbeitete zuletzt mehr als 18 Stunden am Tag für sein Lebenswerk. Folgendes Buch, von dem Alt-Meister gebührender Größe, vermag eine Ahnung zu vermitteln, was uns in dieser Zeit alltäglich an Schönheiten der Natur entgeht, oder inzwischen unwiderbringlich verloren gegangen ist.

Dr. Phil. Julia Voss und Professor Rainer Willmann designten für den Verlag TASCHEN eine Sammlung mit über 450 seiner schönsten Tafeln, in einem selbst für diesen Verlag übergroßen Mamutbuch mit 700 Seiten, den Maßen 44,8 x 9,1 x 37 cm und guten 7 Kg.

Von Fledermäusen bis zu Flechten, von Echsen bis zu Würfelquallen, von Spinnenbeinen bis zu Mikroben aus den Tiefen der Ozeane, diesen aber auch Bilder der zeitgenössischen Kunst gegenüber gestellt, genieß der Betracher auf den ersten Seiten Bilder von Max Ernst, Wassily Kandinsky, Gustav Klimt und Edvard Munch. Gefolgt von einem sehr aufschlussreich veranschaulichendem Stammbaum der letzten 60 Jahre (1873-1933), angefangen etwa mit Delacoix und endend mit Survage, Miro oder Soutine.

Das war seine Berufung

Der Künstler, Philosoph, Arzt, Freidenker, Zoologe und Meeresforscher Ernst Haeckel entdeckte im 19. Jahrhundert selbst in den kleinsten Geschöpfen die Schönheit der Natur.

Der Verlag TASCHEN führt aus: Ernst Haeckel verbrachte sein Leben damit, die Tier- und Pflanzenwelt von den höchsten Berggipfeln bis in die tiefsten Weltmeere zu erforschen.

Als leidenschaftlicher Verfechter und Fortentwickler der Theorien Darwins verfasste er philosophische Abhandlungen, promovierte in Zoologie und prägte wissenschaftliche Begriffe, die bis in die Alltagssprache von heute vordrangen, wie Ökologie oder Stammzelle.
Wie der Naturforscher Alexander von Humboldt, so wollte Haeckel nicht nur entdecken, sondern auch erklären. Dazu fertigte er Hunderte detaillierter Zeichnungen, Aquarelle und Skizzen seiner Forschungsergebnisse, die er im 19. und 20. Jahrhundert in mehreren Bänden veröffentlichte, unter anderem in einer Reihe meeresbiologischer Monografien sowie in seinen prachtvollen Kunstformen der Natur, die als Zusammenfassung seines Lebenswerks betrachtet werden können.

Die Drucke waren nicht nur für die Naturforschung von Bedeutung, sondern beeinflussten Generationen von Künstlern und Architekten des 20. Jahrhunderts, vor allem die Vertreter des Jugendstils. Z.B. den Quallen nachempfundene Jugendstil-Hängelampen.

Der hier vorgestellte Band zeigt alle Tafeln aus seinem berühmtesten Werk, Kunstformen der Natur und den meeresbiologischen Atlanten. Hauptbestandteil des Buches sind die Radiolarien, Monographien der Medusen und die Kalkschwämme: eine Monographie.

In einer Zeit, in der die Artenvielfalt zunehmend durch menschliches Handeln bedroht wird, ist dieses Buch nicht nur ein visueller Genuss, sondern auch eine eindringliche Erinnerung daran, wie wichtig die Vielfalt des Lebens ist. Genau das richtige Werk für die langen Winterabende... zum Buch