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Fotoreportage: Mein ganz persönliches Palma de Mallorca

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Die populärste Insel der Deutschen bietet immer wieder neue Erlebnisse

Ich reise in der Tat viel in der Weltgeschichte herum und bin gerade darum immer mal wieder gern auf der größten Insel der Balearen. Mal wegen einer bestimmten Jahreszeit mit ihrer Flora oder kulinarischen Saison, mal allein schon wegen der Hauptstadt der Insel Palma de Mallorca.
Ich liebe Altstädte und in Palma bin ich sehr gern im Hafenviertel zwischen der mit Palmen bestückten Placa Llotja und der Passaig des Born.
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In den schmalen Gassen zwischen den alten Häusern ist jeder Schritt auch einer in die verklärte Vergangenheit mit Seefahrerromantik und eine Entdeckung neuer Eindrücke, die nicht immer im Reiseführer stehen.
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Wenn ich erst mal zu schwärmen anfange, kann ich kein Ende finden, darum beschränke ich mich auf einen Tag in Palma.

Am liebsten mache ich an einem Tag meine kulinarische Romantiker-Tour.

Nach dem Hotelfrühstück passt das immer noch, aus dem Bauch der Insel.
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In der Markthalle Mercat de L'Olivar, einige frisch geöffnete Austern schlürfen,
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verschiedene Arten von nussig bis salzig, zum Aussuchen ab € 1,75 das Stück,
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und sich das farbenprächtige Angebot von Obst, Gemüse und Fisch anzuschauen.

Das Weiterbummeln durch die Gassen macht Lust auf eine Erfrischung.
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Beste Eis der Insel ist das Mandeleis im Glas, eben nur aus solchen selbst gemacht.
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Am besten im kühlen Speiseraum des Jugendstil-Cafe Can Joan de s'Aigo, in der Carrer de Sanc 10.
Gegenüber dem Teatre Sans sind wir hier im ältesten Cafe, das es schon seit 1700 gibt
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Und wem das zu versteckt liegt, das Cafe Can Joan de s'Aigo gibt es gleich zweimal,
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das zweite Cafe Can Joan de s'Aigo ist in der Carrer del Baró de Santa Maria del Sepulcre 5.
Hier lässt man sich in roten Plüsch fallen, geniesst die Klimaanlage und belauscht die Damen aus der Nachbarschaft, bei einer Tasse heisser Schokolade und einer Ensaimada de Mallorca, dem echten leckeren Schmalzgebäck der Insel. Die heisse Schokolade wurde übrigens auch hier erfunden, 60 Jahre vor der im italienischen Turin als deren Erfindung angepriesenen Trinkschokolade.

In der Sant Nicolau 16, gleich linkst neben der kleinen Kirche gleichen Namens, wundert man sich über einen außergewöhnlichen Puzzles Laden.
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Der Deutsche Sven Baeck hat sich zusammen mit seiner Frau einen Lebenstraum erfüllt und sich ausgerechnet hier niedergelassen.
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Seine Familie betrieb schon vor 130 Jahren ein Spielzeuggeschäft. Sven probierte in seiner Jugend an die 60.000 Spiele aus, sein Schwager erfindet die verflixten Puzzles seit 40 Jahren und Sven kauft rund um die Welt modernste und uralte Systeme, alle in seinem Laden auszuprobieren. Ist man erst mal drin, findet man schwer wieder raus.

Viel Denken macht hungrig. Tapas zu Low Budget findet man, wo Einheimische hingehen und man spontan und bereit ist,
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über die Carrer de la Unio in die gegenüber liegende Seitengasse zu schauen.
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Denn wo der Hund begraben ist, so kann man frei die Tapas-Bar la 5a puneta übersetzen, zu finden in der Carrer Capuxines 3. Die Inhaberin und Köchin mach ihre Pinchos selbst, € 1,65 das Stück

So gestärkt soll ein Ausflug in das Nachtleben der Altstadt führen.
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Wir stehen vor einem historischen Palast, nur ein großes Tor mit einer kleinen integrierten Tür und dem Schild Abaco, mehr ist nicht zu sehen. Also die Tür öffnen und hinein.
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Das Abaco ist wohl der optisch exotischte Ort in der Altstadt, tritt man ein, fällt der Blick zuerst auf einen zu Füßen ausgebreiteten Berg von exotischen Früchten und üppigen Blumen, dann auf bunte Wände, geschmückt mit Bildern und mehr Blumen. Klassische Musik bildet den Rahmen für eine Fülle von Cocktails an der Bar oder in antiken Sesseln und Couchen. Hier sitzt man, um zu chillen und um gesehen zu werden.
Wenn die unwiderstehlichen Cocktails ihre Wirkung zeigen, könnte man sich gleich ein Haus weiter in traumhaft schöne Betten fallen lassen. Oder noch ein Weilchen über Gott und die Welt philosophieren, denn das direkt an das Abaco angrenzende Hotel Tres bietet exklusiv eine Sauna mit Fenster
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und Blick auf die Kathedrale und einen Dachpool zur Abkühlung,
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von dem man die gesamte Altstadt und den Hafen sieht. Bei 250.000 Hotelbetten auf der Insel wahrlich einzigartig.

Hat man den Kater am Abreisetag ausgeschlafen, sind es wieder nur ein paar hundert Meter zur nächsten Haltestelle der Bus Linie 1, mit der man zum Airport gelangt.
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Unwiderstehliches Mitbringsel, eine Ensaimada de Mallorca

Das war mein Tag in Palma de Mallorca:

Frischer geht's nicht: Austern in der Markthalle Mercat de L'Olivar, Plaza Olivar 4

Originaler geht's nicht: ein Mandeleis im Jugendstil-Cafe Can Joan de s'Aigo, Carrer de Sanc 10

Süßer geht's nicht: Ensaimada de Mallorca in einem der zwei Cafes Can Joan de s'Aigo probieren

Heisser geht's nicht: caliente Schokolade im Cafe Can Joan de s'Aigo, Carrer del Baro de S.Maria 5

Kniffeliger geht's nicht: Mallorca Puzzles mit Familientradition

Leckerer geht's nicht: Pinchos im la 5a puneta, Carrer Capuxines 3, Palma de Mallorca

Bunter geht's nicht: Abaco, Calle Sant Joan 1

Zentraler geht's nicht: Sauna mit Fenster zur Kathedrale, Tres, Carrer Apuntodors 3

Einfacher geht's nicht: Bus Linie 1 fährt von Station 203 Passeig Mallorca 7, zum Aeropuerto

Ultimativer geht's nicht: ideales Last Minute Mitbringsel, auch noch im Airport: Ensaimada

Text und Fotos: Karl-Heinz Haenel
Blog.Liebhaberreisen.de

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