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Gstaad: Designhotels als Alternative zur Luxuskategorie

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Es sind die berühmten Gäste aus Königshäusern, Film, Kunst und Wirtschaft, die Gstaad einst so bekannt gemacht haben. Dazu gehörten in erster Linie Elizabeth Taylor, Sophia Loren und Roger Moore. Heute dagegen sind Prominente wie John Travolta oder Roger Federer bei bestimmten Festivals oder Sportevents sichtbar oder leben relativ unbehelligt wie Roman Polanski, Madonna und Bernie Ecclstone in dem noblen Skiort. Sie kommen in Regel nicht für den großen Auftritt, sondern genießen die unaufgeregte und diskrete Atmosphäre in Gstaad. In der Regel versteckt sich die Prominenz in ihren Chalets, denen die örtliche Bauordnung nur kleine Unterschiede erlaubt.

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Nobelort punktet mit einem breiten Veranstaltungsangebot

Der Ort Gstaad bezieht seine Reize auch aus einer Vielzahl international renommierter Veranstaltungen wie zum Beispiel das Menuhin Festival Gstaad, eine der größten Konzertreihen der Schweiz und die Country Night Gstaad eines der bedeutendsten Festivals dieses Genres. Zu den sehenswerten Sportevents zählt das Swiss Open Gstaad, das Swatch Beach Volleyball Major Series oder der Hublot Polo Cup Gstaad im Juli bzw. August. Auch für den Touristen hält der Ort im Saanenland ein großes Sportangebot vor. Mit über 300 Kilometern ist Gstaad ein echtes Wanderparadies. Überhaupt bietet das Saanenland für Trainingswillige, Gelegenheitssportler und bewegungssuchende Freizeitgenießer eine Vielzahl von Sportmöglichkeiten. Vom Biken und Nordic-Walking, Skifahren und Carving bis zum Snowboarden ist alles möglich. Die Region lebt vorwiegend von der Landwirtschaft (insgesamt 200 Betriebe) und dem Tourismus, wozu neben den Hotels auch die rund 100 Restaurants zählen. Gstaad ist auch bekannt als Fondueland.

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Hotspot der 5 Sterne-Kategorie

Mit über 40 Hotels deckt die Ferienregion Gstaad verschiedene Bedürfnisse und Themenschwerpunkte ab. Vom ausgeprägten Genuss- und Wellnesshotel über Golf- und Wanderhotels bis zum spezialisierten Familienhotel. Zu den Top-Adressen in der Region Gstaad zählen das im Jahr 1913 erbaute und auf einem Hügel gelegene Gstaad Palace (100 Zimmer), das mit seinen vier Stockwerken und einem Turm eher einer Burg als einem Hotel ähnelt. Zur Fünf-Sterne-Klasse zählt noch das Le Grand Bellevue (48 Zimmer & 9 Suiten), das Hotel-Restaurant ist mit einem Michelin Stern und 14 Gault&Millau Punkten ausgezeichnet, Alpina Gstaad, das Boutique Hotel Ultima Gstaad mit zehn Suiten und sieben Résidences und Park Gstaad, das über 84 Zimmer und 10 Suiten verfügt. Auf der Promenade in Gstaad befindet sich das Hotel Olden, welches den ehemaligen Formel I-Chef Bernie Ecclstone gehört.

Huus - Design-Hotel im Chaletstil

Trotz des exklusiven Hotelangebots bestehen noch Lücken in die innovative Anbieter vorstoßen können. Zu diesen Anbietern zählt unter anderem das Vier-Sterne-Hotel Huus in Saanen. Das Huus Hotel liegt außerhalb von Gstaad zwischen Schönried und Saanen im Saanenland. Das Hotel ist auch vom Bahnhof Saanen mit anschließendem Transfer zu erreichen. Auch ein Flugplatz befindet sich in der Nähe des Hotels. Huus ist schweizerdeutsch und bedeutet Haus oder Heim sagt Mirka Czybik, General Manager des Hotels. Mit rund 1.000 Metern über dem Meeresspiegel in der Nähe von Gstaad im Berner Oberland wurde das ehemalige Steigenberger Hotel von Architekt und Designer Erik Nissen Johansen, einem norwegischen Visionär und Künstler als klassisches alpines Chalet umgestaltet. Das 136-Zimmer-Hotel wurde nach der Renovierung im Dezember 2016 eröffnet. Seitdem ist das Hotel auch Mitglied der Design Hotel-Familie.

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Der Gast soll sich in den einladenden Räumen im Inneren des Hotels wohlfühlen, betont Frau Czybik. Die Lounge bzw. dem Wohnzimmer des Hotels mit der angrenzenden Bibliothek, bestehend aus ca. 500 Büchern, ist der Mittelpunkt des Hotels. Dieser soll Wärme und Entspannung ausstrahlen. Wie in den Gästezimmern besteht die Möblierung aus traditionellen Naturmaterialien und ist in kräftigen organischen Farben gehalten. Neben der Bibliothek laden die breiten Sofas und der Kamin zum Verweilen ein. Daneben sticht auch die gestylte Bar, die an Berge und ihre Spitzen erinnert, ins Auge

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Das Hotel wird von Günter Weilguni geleitet, der zuvor das Design Hotel Alpine Lodge Gstaad geführt hat. Mit Weilguni wechselte auch Mirka Czybik als Direktorin ins Huus. Finanziert wurde der Umbau vom gebürtigen Libanesen Marwan Naja, Inhaber einer Private Equity Firma mit Sitz in Genf. Dank der umfangreichen Investitionen ist aus dem 4-Stern-Hotel nunmehr ein 4-Stern-Superior-Hotel geworden.
Die Berglandschaft im Umfeld des Hotels lädt die Gäste dazu ein nach draußen zu gehen und sich sportlich zu betätigen. Dazu stehen unter anderem auch Mountain Bikes zur Verfügung.

Wer die Landschaft nicht allein entdecken will, dem stellt das Hotel einen Guide bzw. Führer zur Verfügung. Gäste können im Hotel auch die hauseigene Skischule gratis benützen. Zum Gratisangebot des Hotels gehören ferner Riverrafting, Canyoning mit der Familie, Klettersteig mit Anleitung, geführte Wanderungen sowie Nordic Walking und Mountainbike-Kurse. Das Publikum des Hotels ist international, unter ihnen befinden sich arabische Gäste. Diese verweilen im Sommer wegen des milden Klimas gerne in dieser Region.

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