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Gran Canaria: Preise für Apartments und Ferienwohnung dürften weiter steigen

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Nach einer langen Talfahrt sind die Immobilienpreise in Spanien in den vergangenen beiden Jahren wieder moderat gestiegen. Laut dem Statistikamt INE erhöhten sich die Hauspreise in 2016 um 4,5% im Vergleich zum Vorjahr. Auch auf den kanarischen Inseln konnten die Hauspreise mit einem Plus von 3,3% im vergangenen Jahr weiter zulegen. Der positive Preistrend setzte sich auch im vierten Quartal 2016 fort, wo der Hauspreisindex (HPI) um 3,3% gegenüber dem Vorjahr zulegte. Deutlich erhöht hat sich auch die Zahl der Hausverkäufe mit 10,6% (Q3 2016).

Las Palmas mit den höchsten Renditen

Festzustellen ist, dass die Preisentwicklung je nach Land und Stadt unterschiedlich ausgeprägt ist. Die höchsten Zuwachsraten bei den Hauspreisen auf den Kanaren gab es in Santa Cruz de Tenerife mit 11,2% bzw. Las Palmas mit 9,1%. Der durchschnittliche Preis für eine Eigentumswohnung auf den Kanaren belief sich im Januar 2017 auf 1.380 Euro per m2 plus 6,0% zum Vorjahresmonat, der größte Anstieg einer Region in Spanien.

Laut diversen Immobilienportalen kostet ein Haus auf Gran Canaria im Schnitt 155.000 Euro und in Teneriffa rund 138.000 Euro. In den Hauptstädten Las Palmas und Santa Cruz de Teneriffe liegen die Hauspreise im Schnitt bei 157.242 bzw. 138.34 Euro. Derzeit können Investoren mit Häusern in Las Palmas mit 7,1% die höchsten Renditen auf dem spanischen Wohnungsmarkt generieren. Gleichzeitig übertrifft die Nachfrage nach Immobilien, insbesondere die Gegend um Las Canteras das Angebot bei Weitem.

Preise werden in den bevorzugten Gebieten weiter steigen

Es sind spannende Zeiten für Investoren, insbesondere für jene, die an Engagements in Wohn- bzw. Ferienimmobilien abseits des Mainstreams interessiert sind. Während in Barcelona und zum Teil auch auf Mallorca die Preise durch die Decke gehen, sollten wirtschaftlich starke Standorte wie Gran Canaria oder Teneriffa stärker in den Fokus rücken. Für Personen, die nach Anlagemöglichkeiten suchen und auch in Gran Canaria überwintern wollen, bieten sich entweder Apartments oder Suiten in Hotels an. Zu den Hotels die auch Suiten zum Kauf anbieten gehört unter anderem das Radisson Blu Resort in Arguineguin.

Mit Blick auf den Touristenboom bzw. der weiter steigenden Anzahl von Personen die auf Gran Canaria ein Haus/Ferienwohnung zum Kauf oder mieten suchen spricht vieles dafür, dass die Preise in den beliebten Wohngebieten Las Palmas auch in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Zu den Gebieten mit der größten Nachfrage nach Wohnimmobilien zählen jene die sich in der Nähe des Strandes von Las Canteras, El Puerto, Guanarteme, Mesa y Lopez, Alcaravaneras sowie La Isleta befinden. Selbst Vegueta und Triana sollen von der steigenden Preisentwicklung profitieren, da nicht jeder am Strand vor der Haustür haben möchte. Vor dem Hintergrund des erhöhten Preisniveaus könnten Touristen die vermehrt hochwertige Wohnungen suchen auch auf andere (Strand)-Regionen auf der Insel ausweichen.

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Rückkehr der Neubau-Immobilien?

Angesichts der gestiegenen Nachfrage und vergleichsweise niedrigen Bodenpreise könnten auch Immobilienentwickler vermehrt andere Locations wozu auch der Hafendistrict von Las Palmas gehören könnte, ins Auge fassen. 2017 könnte auch das Jahr sein, wo wieder stärker Neubau-Immobilien auf den Markt kommen. Da derzeit keine Zeichen auszumachen sind, dass der Touristenboom im Großraum Las Palmas bzw. Gran Canaria bald wieder verblassen wird, dürften vor allem qualitativ hochwertige Neubauten in den Top-Bezirken aus Las Palmas aber auch anderen Orten wie z. B. Mogan (Gran Canarias Süden) wieder stärker auf dem Markt kommen. Dieser Trend dürfte durch die Tatsache beflügelt werden, dass die Spanier nach einer längeren Dekade der Abstinenz wieder vermehrt Urlaub im eigenen Land machen. Da sich die positive Konjunkturentwicklung auch in den nächsten Jahren in Spanien fortsetzen dürfte, werden die Preise nicht nur in den Großstädten und Küstenregionen, sondern auch auf den Balearen und Kanaren weiter steigen.

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Puerto de Mogán: Alternative zu Las Palmas

Auch in Puerto de Mogán, im Süden von Gran Canaria, werden Apartments/Ferienwohnungen zu moderaten Preisen angeboten. Die Kaufpreise der Wohnungen liegen laut dem Immobilienportal Kyero im Schnitt zwischen 200.000 und 500.000 Euro. Häuser werden ab 500.000 Euro angeboten. Die Gemeinde hat sich in den letzten Jahren zu einem sehenswerten Tourismuszentrum entwickelt. Der Ort - und hier vor allem der Jachthafen - ist ein beliebtes Ausflugsziel. Obwohl dieser touristisch geprägt ist, steht er im Kontrast zum Bettenburgentourismus an anderen Standorten der Insel. Puerto de Mogán, dass beiläufig auch den Namen Venedig von Gran Canaria trägt, besticht durch viele hübsche Häuser die liebevoll restauriert sind. Die direkt am Yachthafen gelegenen Cafes und Restaurants runden das eindrucksvolle Bild von Puerto de Mogán ab.

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