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Genferseengebiet: Mix aus landschaftlicher Vielfalt, guter Verkehrsinfrastruktur und prunkvollen Hotels

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KARL HEINZ GOEDECKEMEYER
Karl Heinz Goedeckemeyer
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Der Genfersee ist nicht nur der größte französisch-schweizerische See, sondern der grüßte Westeuropas. In der Schweiz wird der See Lac Léman genannt. Das Genfer See-Gebiet befindet sich im Kanton Waadt, auf Französisch Vaud, und grenzt zum einen an Frankreich und zum anderen an fünf Kantone der Schweiz: Genf, Neuenburg, Freiburg, Bern und Wallis. Touristen dürften von der spektakulären Aussicht fasziniert sein, bei klarem Wetter kann man von Lausanne aus bis nach Evian in die französische Schweiz blicken. Viele Künstler und Persönlichkeiten haben sich von dieser romantischen Landschaft inspirieren und sich in Lausanne niedergelassen. Der Genfersee wird auf der einen Seite von den terrassenförmigen Weinbergen des Lavaux und La Côte und auf der anderen Seite von den Alpen umrahmt. Zu den schönsten Städten am Genfer See zählt Lausanne.

Lausanne: Dynamische Geschäftsstadt mit kosmopolitischem Ambiente

Lausanne ist vom Flughafen in Genf aus mit dem Zug in ca 1 Std erreichbar, von Zürich aus in knapp 2 Std. Dank des gut ausgebauten Schienenverkehrs lässt sich die Region gut erkunden. Lausanne ist ein Verkehrsknotenpunkt im Westschweizer Mittelland. Es liegt an der alten Haupt- und Handelsstraße von Genf über den Pass Chalet-à-Gobet nach Bern. Weitere schon in früher Zeit wichtige Verbindungen bestanden entlang des Genfersees nach Vevey und Montreux. Der SBB-Bahnhof Lausanne ist einer der wichtigsten des gesamten Landes. Von hier aus verkehren direkte Schnellzüge in fast alle Regionen der Schweiz, sowie eine TGV-Linie nach Paris. Zu dem Netz gehören neben den Zügen auch Busse, Schiffe oder Seilbahnen. Um diese Verkehrsangebote in vollem Umfang nutzen zu können, bietet sich der Swiss Travel Pass an. Je nach Aufenthaltsdauer gilt der Pass für 4, 8, 15, 22 Tage oder einen Monat. Darüber hinaus beinhaltet das Swiss Travel Ticket auch Hin- und Rückfahrt zwischen den Flughäfen und der jeweiligen Destination. Das Ticket kann an den Schaltern von Bahnhöfen und Schiffsstationen erworben werden. Zudem verbindet eine vollautomatische Metro vom Quai d'Ouchy am See bis an dem Hügel gebauten Vorort Croisettes.

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Lausanne ist Teil der Metropolregion Genf-Lausanne mit 1,2 Millionen Einwohnern und ein bedeutendes
Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum sowie eine wichtige Verkehrsdrehscheibe in der Westschweiz. Die Stadt selbst kommt auf ca. 136.0000 Einwohner. Mit 42,8 Prozent Ausländern zählt Lausanne, unter anderem neben Genf, zu den Schweizer Städten mit hohem Ausländeranteil. Da Lausanne primär von Businessgästen frequentiert wird versucht die Region die Anzahl der Touristen zu erhöhen. Der im Vergleich zum Euro hohe Außenwert des Schweizer Frankens hat viele Touristen bislang dazu veranlasst, weniger in die Schweiz zu reisen.

SehenswĂĽrdigkeiten: Kathedrale Notre-Dame, Olympisches Museum, Flon, Yachthafen

Zu den Attraktionen der Stadt zählen die Kathedrale Notre-Dame in der Altstadt und das Olympische Museum. Die ab 1165 erbaute und 1275 geweihte Kathedrale von Lausanne ist der größte Kirchenbau der Schweiz. Das im gotischen Stil errichtete Gotteshaus besitzt Kirchenfenster, die zu den schönsten Europas zählen. Einhundertdreiundfünfzig Stufen führen auf den Turm der Kathedrale Notre-Dame. Hoch oben aus seiner Kammer, im hohen Turm, ruft der Nachtwächter Renato Häusler zwischen 22 und 2 Uhr die volle Stunde aus. Sehenswert ist auch ein Gang durch die Altstadt bis hinauf zur Kathedrale. Zu empfehlen ist auch ein Rundgang durch den hippigen Stadtteil Flon, ein ehemaliges Industriegebiet in den Tälern des Flusses Flon, aber doch Mitten im Stadtzentrum gelegen. Es steht mit seiner für diese Zeit moderne Architektur im Gegensatz zu den mittelalterlichen Bauten der Altstadt. Die Häuser sind meist kubistisch und im Schachbrettmuster angelegt. Dieser Stadtteil ist der Hotspots der Nightlife-Szene in der Stadt. Neben Diskotheken und Konzertsälen befinden sich in diesem Quartier auch Restau¬rants, Straßencafes, Modegeschäfte und ein Kinocenter.

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Olympisches Museum mit TOM Cafe

Im Jahre 1993 gründete das Internationale Olympische Komitee (IOK) sein einziges offizielles Museum am Ufer des Genfersees. Anlässlich seiner vollständigen Renovierung im Jahre 2013 wurde das Museum mit den modernsten Computertechniken und audiovisuellen Medien ausgestattet. Auf drei Etagen und anhand von 150 Bildschirmen und 1.500 Exponaten informiert das Museum über den Ursprung der olympischen Spiele, die Wettkämpfe und den olympischen Gedanken der Athleten. Auf jeder Etage wird eine Grundlage der Olympischen Spiele der Neuzeit thematisch behandelt: von den Ursprüngen über die Vorstellung der Olympioniken via interaktivem Dialog bis hin zum Herz der Wettkämpfe.
Der nunmehr vom Quai d'Ouchy direkt zugängliche Park bietet eine tolle Aussicht auf den Lac Lemon und einen herrlichen Blick auf die Alpen. Die gute Aussicht auf dem See kann man auch im TOM Cafe genießen. Das Cafe ist bekannt für seine Brunchs am Wochenende. Besucher sollten den Tisch rund 3 Wochen im Voraus reservieren.
Zu einem Spaziergang - insbesondere am späten Nachmittag - lädt auch das Seeufer ein. Zudem bietet die Schifffahrtsgesellschaft CGN (Compagnie Générale de Navigation) mit ihren 18 Schiffen Touren auf dem See sowie Ausflüge z. B. nach Frankreich (Evian) an. In der Nähe des Yachthafens besteht auch die Möglichkeit zum Baden.
Mit der Metro gut zu erreichen ist das im Herbst 2016 eröffnete Wassermuseum Aquatis. Bei diesem Projekt handelt es sich sowohl um ein großes Aquarium als auch um ein interaktives Museum. Neben dem Museum befindet sich auch ein Drei-Sterne-Hotel mit angrenzendem Konferenzzentrum.

GroĂźe Auswahl an Hotels

Für Touristen und Geschäftsleute steht in Lausanne ein großes Hotelangebot zur Verfügung. Vom 5-Sterne S-Hotels über einfache Unterkünfte bis zu Ferienwohnungen und Campingplätze. Zu den Luxushotels zählen das Beau-Rivage Palace am Seeufer, das Lausanne Palace & Spa Royal (beides *****S) und Savoy Hotel & Spa im Stadtzentrum sowie das 18 km entfernte Grand Hotel du Lac. Im Vier-Sterne Segment werden von Hotelportalen unter anderem das Carlton Lausanne Boutique-Hotel, Le Mirador Resort & Spa, Mövenpick Lausanne und das Hôtel de la Paix empfohlen. Im Hafen von Ouchy ragen darüber hinaus noch zwei Hotelbauten aus dem 19. Jahrhundert, wie das Hôtel du Château d'Ouchy (****S) und Hôtel d'Angleterre, hervor. Insgesamt kommt Lausanne auf 46 Hotels. Insbesondere das Beau Rivage gehört zu den besten Unterkünften der Schweiz. Das schlägt sich natürlich auch bei den Preisen nieder. Während einfache Zimmer pro Tag knapp 600 Euro kosten, müssen Gäste für ein Zimmer mit Blick auf den See mehr als 1.000 ausgeben.

Ausflug nach Les Diablerets

Zwischen Genfersee und Gstaad, auf 1.200m, liegt Les Diablerets. Der Ort bietet ein breites Spektrum von Sportarten wie Skifahren und Snowboarden bis weit in den Frühsommer oder Gleitschirmfliegen und sogar Dirt Monster Biking (eine Mischung aus Mountainbike und Motorrad) an. Zudem wartet auf dem höchsten Berg der Region das Gletscher-Skigebiet Glacier 3000 das ganze Jahr über mit einer Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten. Ein atemberaubend schönes Panorama und diverse Freizeitmöglichkeiten - darunter die Peak Walk, die erste Brücke der Welt, die zwei Berggipfel miteinander verbindet. Auf der Suche nach weiteren Kicks wird man schnell fündig: Der Alpine Coaster ist die höchst gelegene Rodelbahn der Welt. Die Gondelbahn Glacier 3000 ab Col du Pillon fährt bis zur Bergstation Botta 3000. Das aus der Feder des Schweizer Architekten Mario Botta stammende Gebäude bietet einen grandiosen Ausblick auf schneebedeckte Gipfel wie Teufelskehle, Jungfrau und Matterhorn. Im Sommer benutzen bis zu 20.000 Gäste die Seilbahn.

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Im Rahmen der olympischen Jugendspiele 2020 in Lausanne werden n Les Diablerets die Alpinen Skiwettbewerbe stattfinden. Die Hotels am Ort sind vorrangig in den unteren Segmenten zu finden. Für Touristen die mehr Komfort wünschen bietet sich das Vier-Sterne S Eurotel Victoria mit 101 Zimmern an. Das Eurotel, in dem es auch Tagungsräume und einen Wellnessbereich gibt, wird von Alexandra & Stéphane Wartner geführt. Im Drei-Sterne-Segment sind das Hotel Pillon, Hotel Les Sources und Hotel Le Chamois vorzufinden.

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