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Dublins Norden ist eine Reise wert

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
DUBLIN
yktr via Getty Images
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F├╝r Reisende ist Dublin mit einer Bev├Âlkerung von knapp ├╝ber 500.000 ├╝berschaubar und bequem. Inklusive der Vororte und Satellitenst├Ądte leben in Dublin ca. 1,4 Mio. Menschen. Die Innenstadt erh├Ąlt ihre Struktur nicht nur durch den Fluss, sondern auch durch die zahlreichen Br├╝cken. Die Stadt ist daher auch f├╝r Touristen die gut zu Fu├č sind, problemlos zu erkunden.

F├╝r jene, die wenig Zeit zur Verf├╝gung haben und sich die vielen Sehensw├╝rdigkeiten nicht entgehen lassen wollen, k├Ânnen auch den Bus nehmen. Mit rund 200 Linien verf├╝gt Dublin ├╝ber ein umfangreiches Busnetz. Die vielen Attraktionen lassen sich auch mittels der vielen ÔÇ×Hop-on-Hopp-off"-Linien besichtigen.

Zum ├Âffentlichen Nahverkehr geh├Ârt auch die DART-Bahnlinie. Diese Stadtbahn verbindet die Innenstadt mit den Vororten entlang der Ostk├╝ste von Howth bzw. Malahide im Norden bis nach Greystones im S├╝den. Der Flughafen, der ca. 10 km von der Innenstadt entfernt ist, liegt im Norden der Stadt. Der Fluss Liffey teilt Dublin in den Nordteil (Northside) und dem S├╝den (Southside). W├Ąhrend im Norden eher die Arbeiterklasse ihre Wurzeln haben, wohnen im S├╝den Menschen, die sich der Mittel- oder Oberschicht zurechnen. Auch Hotels gibt es in Dublin genug.

Sollten sie sich f├╝r ein citynahes Hotel entscheiden, k├Ânnte das ÔÇ×The Morrison Hotel" (145 Zimmer), Lower Ormond Quay, gegen├╝ber dem Liffey genau das richtige sein. Wer es noch etwas gr├Â├čer und luxuri├Âser haben m├Âchte f├╝r den k├Ânnte ÔÇ×The Marker" (187 Zimmer), Grand Canal Square, Docklands, infrage kommen.

DNA- Dublin Northside Attractions

W├Ąhrend der S├╝den von Dublin - und hier im Besonderen das Kneipenviertel Temple Bar - jedes Jahr Millionen von Touristen anzieht, wird der n├Ârdliche Teil der Stadt bislang weniger von Touristen frequentiert. V├Âllig zu Unrecht, denn in diesem Teil der Hauptstadt gibt es eine Vielzahl von Attraktionen die sich Reisende nicht entgehen lassen sollten.

Dublin's Northside Attractions (http://www.dublindna.ie/ f├╝hrt Touristen zu einer Reihe au├čergew├Âhnlicher Sehensw├╝rdigkeiten, wozu unter anderem das General Post Office (GPO), der Croke Park und das GAA Museum, der Friedhof (Glasnevin Cemetery), der botanische Garten, die Jameson Brennerei und das Guinness Storehouse geh├Âren. Der n├Ârdliche Teil Dublins ist erst in den letzten Zeit etwas st├Ąrker in den Fokus der Iren bzw. der Tourismusbeh├Ârde der Republik Irland (F├íilte Irland) geraten. Dass der Norden in der Geschichte der Stadt wieder einen gr├Â├čeren Platz in der Geschichte der Stadt spielen wird, ist auch Rory Mathews, Repr├Ąsentant von F├íilte Irland, ├╝berzeugt.

Bislang wurde dieser Teil der Stadt vorwiegend mit der Jameson Distillery oder dem Guinness Storehouse in Verbindung gebracht, betont Mathews.
Dabei sind andere Sehensw├╝rdigkeiten viel st├Ąrker mit der Geschichte Irlands verbunden wie zum Beispiel das General Post Office (GPO). Im Osteraufstand 1916 wollte eine kleine Gruppe der Irish Citizen Army (ICA) verschiedene Knotenpunkte und strategische Geb├Ąuden in Dublin, darunter auch das GPO-Geb├Ąude erobern und eine unabh├Ąngige irische Republik proklamieren.

Zu der Bataillon, die das Hauptpostamt in Dublin (GPO) besetzen wollten, geh├Ârten damals auch James Connolly sowie Michael Collins an, dessen imposante Gr├Ąber sich auf dem Hauptfriedhof (Glasnevin Cemetery) befinden. Obwohl milit├Ąrisch fehlgeschlagen, gilt dieser Aufstand heute als Wendepunkt auf dem Weg zur irischen Unabh├Ąngigkeit.

Seit M├Ąrz 2016 wird im GPO-Museum das Leben der Menschen, die f├╝r die Unabh├Ąngigkeit Irlands gek├Ąmpft haben, noch einmal aufgezeigt. Mithilfe von Augenzeugenberichten, Fotos und Videoclips wird die Geschichte der Rebellen zu einem einpr├Ągsamen Erlebnis.

Croke Park - Zentrum des irischen Sports

Angrenzend an den Friedhof, auf dem rund 1,5 Millionen Menschen begraben liegen, befindet sich der wundersch├Âne botanische Garten (National Botanical Gardens), wo die Besucher einen gem├╝tlichen Spaziergang durch die ├╝ppige Flora und Fauna nehmen und dort einen ganzen Tag verbringen k├Ânnen. Unweit des botanischen Gartens liegt der Croke Park, die Heimat der GAA (Gaelic Athletic Association).

In diesem Stadion wird nahezu das ganze Jahr ├╝ber Irish Football und Hurling gespielt. Mit einem Fassungsverm├Âgen von 82.300 Zuschauern ist das Stadion nach dem Camp Nou in Barcelona und Wembley in London das drittgr├Â├čte in Europa. Der Croke Park ist hinsichtlich der Abmessung auf die Anforderungen der irischen Sportarten abgestimmt und nimmt zugleich eine aktive Rolle bei der Erhaltung und F├Ârderung der irischen Identit├Ąt ein. Beide Sportarten verlangen von den Akteuren eine hohe Schnelligkeit und Physis.

Reisende sind im GAA-Museum eingeladen, sich an den Sportarten - entweder Football oder Hurling - zu versuchen. Schwindelfreie k├Ânnen das Stadion und die Aussicht auf die Stadt im Rahmen einer Tour auf dem Dach erleben. Vor dem Stadion ist ein Denkmal von Michal Cusack, dem Gr├╝ndungsmitglied der GAA, zu sehen.

Rugby und Fussball werden indes im Aviva Stadium, das sich in der N├Ąhe der Docklands befindet, gespielt. Das Stadion bietet 51.700 Sitzpl├Ątze, die alle ├╝berdacht sind. Neben den Heimspielen der Rugby- und Fu├čballnationalmannschaft finden hier auch Konzerte statt.

EPIC Ireland - Auswanderungsgesichte des irischen Volkes
Zur├╝ck entlang der Dublin Quay, im CHQ Building, k├Ânnen Besucher im Rahmen der EPIC Ireland-Ausstellung die Auswirkungen und den Einfluss von irischen Auswanderern einen Eindruck verschaffen. Das in 2007 errichtete CHQ ist ein Beispiel f├╝r die einf├╝hlsame Modernisierung historischer Bauwerke.

Die 21 beeindruckenden interaktiven Galerien versetzen die Teilnehmer in die Zeiten der Immigration zur├╝ck und transportieren die Wanderungsbewegung der Bev├Âlkerungsgruppen zugleich nach vorn in die Gegenwart. Viele britischen Musiker wie die Gallagher-Br├╝der (Oasis), Schauspieler (Grace Kelly), Literaten (Samuel Beckett), Sportler (Roy Keane) oder Politiker wie Barack Obama haben irische Wurzeln.

Daneben ist die Liste der irischen Musiklegenden beindruckend. So ist die Musik von U2 und auch Thin Lizzy untrennbar mit der Stadt Dublin verbunden. Beim Besuch der EPIC Ireland-Ausstellung ist mir vor allem der gro├če Einfluss der irischen Musiker und Musik auf die Welt h├Ąngen geblieben. Am 6. Mai 2016 wurde EPIC Ireland von der ehemaligen Pr├Ąsidentin Mary Robinson offiziell er├Âffnet.

Neben der Ausstellung soll das CHQ k├╝nftig auch als Plattform f├╝r Start-ups fungieren. Das Gr├╝nderzentrum ist auf technologieorientierte, m├Âglichst innovativ Neugr├╝ndungen und Jungunternehmen angelegt.

Den Tag ausklingen lassen k├Ânnen Reisende am besten mit einem Besuch der Jameson Distillery und/oder dem Guinness Storehouse. Beide Locations bieten individuelle Touren, die die Urspr├╝nge und die Geschichte der renommierten Familienunternehmen aufzeigen, an.

Kostenlose Proben der weltbekannten Waren inklusive. ÔÇ×Ein kleines Qu├Ąntchen Jamesons feinsten Whisky nippen ist ein perfekter Weg, um nach einem anstrengenden Tag zu entspannen", betont Mathews.

Temple Bar - Mekka der Live Musik
F├╝r Reisende, die durch die Touren von Jameson und Guinness so richtig auf dem Geschmack gekommen sind, k├Ânnen am Abend ihre Kondition im Dublins Kneipen- und Kulturviertel Temple Bar testen. Dieser Stadtteil, am S├╝dufer des Flusses Liffey hat im Gegensatz zu den umgebenden Stadtvierteln sich seine mittelalterlichen Stra├čenz├╝ge mit vielen engen kopfsteingepflasterten Gassen erhalten.

Temple Bar ist bei Touristen aus aller Welt bekannt f├╝r seine Pubs, Live Musik, Ateliers, kleinen L├Ąden und Restaurants. Vor dem Kneipenbesuch empfiehlt sich ein Abstecher ins Irish Rock'n'Roll Museum Die knallrote Hauswand, die "Wall of Fame", zieren dort gro├če Schwarzwei├čfotos irischer Rockstars wie U2, Rory Gallagher, Phil Lynott von Thin Lizzy und Van Morrison.

In den 1980er Jahren war Temple Bar noch ein heruntergekommener Stadtteil wo die alten H├Ąuserzeilen einem zentral gelegenen Busbahnhof weichen sollten. Dann wurde jedoch beschlossen, den Altstadtcharakter mit erheblichem Sanierungsaufwand zu erhalten.

An Wochenende bietet sich noch ein Ausflug nach Howth an. Die K├╝stenstadt ├Âstlich von Dublin - gut mit der DART-Linie ab Tara Street Station zu erreichen - ist wegen seines Hafens mit zahlreichen Fischrestaurants und Fischgesch├Ąften ein beliebtes Ausflugsziel der Dubliner und vieler Touristen.

Howth eignet sich auch f├╝r einen spontanen Wanderausflug ohne gro├če Vorbereitung- einfach hinfahren und genie├čen, auch beim schlechten Wetter.

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