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Athens Hotellerie profitiert von steigenden Besucherzahlen

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Athen ist noch nicht lange Touristenmetropole. Die griechische Hauptstadt hatte im Jahr 2015 ca. vier Millionen ausländische Besucher (+20% ggb. 2014), somit ist der Tourismus eine nicht unbedeutende Einnahmequelle. Deutlich aufwärts geht es auch mit dem Tourismus im Allgemeinen, trotz der negativen Berichterstattung in den Medien.

Nach Angaben der griechischen Zentrale für Fremdenverkehr in Deutschland die sich auf Daten der Bank von Griechenland beziehen, ist die Zahl der ausländischen Besucher im vergangen Jahr auf ein Rekordwert von 23.599.500 gestiegen, nach 22.033.463 Gästen im Jahr zuvor. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich auch die Zahl der deutschen Touristen - und zwar von 2.459.228 im Jahr 2014 auf 2.810.300.

Auch im Februar 2016 wurde bei den deutschen Besuchern ein Zuwachs von 24,8% im Vergleich zum Februar 2015 verzeichnet. Basierend auf der Tourismusstrategie der Vereinigung der griechischen Tourismusunternehmen (SETE) im Jahr 2013 rechnet die Unternehmensberatung McKinsey mit einer zusätzlichen jährlichen touristischen Nachfrage von 10 Millionen Euro innerhalb der kommenden 5 Jahre bzw. rund 25 Millionen innerhalb der nächsten 10-Jahre. Da der Tourismus etwa 9,3 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beiträgt (Stand 2014), ist der Tourismus für die Genesung des wirtschaftlich schwer angeschlagenen Landes enorm wichtig.

Athen mit einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten

Bei einer Reise nach Griechenland ist der Besuch der Hauptstadt Athen nicht wegzudenken. Das Stadtbild ist sehr heterogen und hat Bauten aus allen Epochen von der Antike bis zur Gegenwart. Die griechische Hauptstadt bietet seinen Besuchern eine große Fülle von Sehenswürdigkeiten.

Neben der Akropolis inklusive das Parthenon das wohl bekannteste antike Bauwerk gibt e noch zahlreiche andere Attraktionen wie z. B. der Tempel von Zeus oder das Panathenaic-Stadion. Viele der Tempel auf der Akropolis werden seit vielen Jahren restauriert. Ein Besuch wert ist auch das in 2009 fertiggestellte Akropolis-Museum. Beim Abstieg von der Akropolis gelangt man in das Altstadtviertel Plaka, eines der ältesten Stadtteile von Athen.

Plaka ist ein Tavernenviertel mit schönen Cafes und Restaurants. Danach bietet sich ein Rundgang durch das Stadtviertel Monastiraki an. Hier befinden sich zahlreiche Shops, Handwerksbetriebe und Restaurants. Zu den bekanntesten Adressen in Athen gehört der Syntagma Platz wo sich auch das griechische Parlament befindet.

Athener Hotelmarkt

Die meisten Hotels der griechischen Hauptstadt sind erst in den letzten 35 Jahren entstanden. Neben den Inseln profitiert auch die Hauptstadt Athen vom touristischen Aufschwung des Landes, was sich in einer steigenden Anzahl neuer Hotels niederschlägt. Gemäß der griechischen Tourismuszentrale soll das Angebot vor allem in der Hauptstadt in den nächsten Jahren spürbar wachsen, trotz der anhaltenden konjunkturellen Misere.

Getragen wird diese Entwicklung von steigenden Besucherzahlen aus dem Ausland. Die durchschnittliche Auslastung in der Athener Hotels belief sich in 2015 bei 77,0%, nach 73,3% im Jahr zuvor. Der durchschnittliche Zimmerpreis lag im Jahr 2015 gemäß dem Hotelportal hrs.com bei 97 Euro, minus 8,7% im Vergleich zum Vorjahr.

Ein ausgesprochenes Hotelviertel gibt es nicht. In der Altstadt Pláka stehen ebenso viele Gästeunterkünfte wie rund um den lebhaften Omónia-Platz, dem Sýntagma-Platz oder in der Nähe des archäologischen Nationalmuseums

Top-Adresse in Athen: Hotel Grande Bretagne am Syntagma-Platz

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Das Hotel wurde 1842 von Antonios Dimitrios eröffnet, 1874 übernahm es Evstathios Lampsas. Es war im 19. Jahrhundert eine wichtige Durchreisestation für die Kolonialbeamten auf den Weg in den Orient und nach Fernost. 1896 nutzte das IOC das Hotel für Banketts während der Olympischen Spiele.

Die Liste prominenter Gäste ist lang und umfasst Künstler wie Sophia Loren, Ingrid Bergman und Maria Callas, Schriftsteller wie Hugo von Hofmannsthal und Truman Capote, Unternehmer wie die Krupps, Kennedys und die Rockefellers ebenso wie Staatsoberhäupter. Im Jahr 2000 das Grande Bretagne von der Hotelkette Hyatt übernommen wurde, die es 2001 bis 2003 für 82 Millionen Euro renovieren ließ. 2005 trennte sich Hyatt von allen historischen Luxushotels und das Grande Bretagne gehört seitdem zur Starwood Luxury-Collection und der Reederei Laskaridis.

Das Hotel verfügt über 290 Zimmer und 31 Suiten. Neben den drei Restaurants hat es zwei Schwimmbäder und ein Spa-Bereich. Die beste Suite des Hotels ist die 400 m² große Royal Suite. Diese verfügt über einen eigenen Weinkeller und ein goldverkleidetes Bad und kostet 12.000 Euro pro Nacht.

Das Gästebuch der Suite weist Personen wie David Bowie, Francis Ford Coppola oder Giorgio Armani auf. Mich hat beim Frühstück immer der Ausblick vom Roof-Restaurant auf die Stadt Athen sowie auf die Akropolis fasziniert. Das offenbar stark von internationalen Gästen aus Asien frequentierte Hotel steht gegenüber dem Parlamentsgebäude am Syntagma Platz.

Aufgrund stilvoll eingerichteten Zimmer, der wunderschönen Dachterrasse, des freundlichen und aufmerksam Personals und der geschmackvollen Einrichtung die sich dem Besucher sofort beim Eintritt in das Hotel eröffnet kann ich dieses Hotel weiterempfehlen.

Weiter empfehlenswerte Hotels

Zu den weiteren Top-Hotels im Stadtzentrum zählen das King George II sowie das Eléctra Palace. Das im Jahr 2004 wieder eröffnete King George Hotel in einem Stadtpalais des 19. Jahrhunderts direkt neben dem Grande Bretagne verfügt über 102 Zimmern und Suiten.

Das Eléctra Palace wurde 2002 bis 2004 modernisiert und mit Pool, Wellnessbereich und Dachgarten erweitetert. Zu den interessantesten Hotelinnovationen die in den letzten Jahren fertiggestellt wurden zählt das 4-Sterne "Athens Tiffany Hotel" (den früheren Fashion House Hotel) auf dem Omonia Square. Die Vier-Sterne-Anlage mit 117 Zimmern wurde für 40 Jahre von der Mage Hotels und Resorts Gruppe vermietet.

Zu der Kategorie der Neuinnovationen zählen auch das zur Anemi Hotelgruppe gehörende Design-Hotel AthensWas, das Coco-Mat mit 39 Zimmern und Suiten in der Nähe der Metrostation Evangelismos sowie das Vier-Sterne Hotel Athens Status Suites in Plaka mit 20 Zimmern

Athen - Vielzahl von Hotelprojekten in der Pipeline

Vor dem Hintergrund der Vielzahl der steigenden Tourismuszahlen und einer leichten konjunkturellen Belebung dürfte auch die Hotellerie in den kommenden Jahren einen spürbaren Auftrieb erleben.

Nachdem in den letzten Jahren viele berühmte Hotels in der Mitte der Hauptstadt geschlossen wurden sollen mindestens weitere Hotels, konzentriert sich im Zentrum von Athen zwischen Omonia und Syntagma Platz, innerhalb der nächsten zwei Jahre ihren Betrieb aufnehmen. Im laufenden Jahr soll z. B. das „Electra Metropolis" (5-Sternehotel mit 220-Zimmer an der Mitropoleos Street) mit einem Roof-Garden Restaurant in der 10. Etage eröffnet werden.

Gemäß einem Online-Portal ist für März 2017 die Eröffnung des Hyatt Place Hotels in der Nähe des Classic Center in der Innenstadt vorgesehen.

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