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Wem gehört Winnetou? - Eine Spurensuche (Teil 1)

16/01/2016 18:23 CET | Aktualisiert 16/01/2017 11:12 CET
dpa

Viele haben vielleicht darüber gelesen: Winnetou steht in Luxemburg vor Gericht. Vor dem EuGH, dem europäischen Gerichtshof. Nicht Winnetou selbst natürlich, sondern - wieder einmal - die Marke Winnetou.

Wie kommt es?

Bereits 2003 hatte sich der Karl May-Verlag in Bamberg beim Europäischen Markenamt den Namen "Winnetou" für Waren wie Körperpflegeartikel, Konfitüre, Tee und Schmuck schützen lassen.

Das gefiel der Münchner Constantin Film nicht, die einen Film in der Vorbereitung hatte und natürlich das Merchandise hierfür nutzen wollte. Da war der Eintrag einer Marke mehr als hinderlich und so wehrte sich die Constantin Film erfolgreich vor dem Markenamt, das daraufhin den Markenschutz für fast alle Produkte mit der Begründung "der deutsche Verbraucher denke bei Winnetou an einen fiktiven, edlen und guten Indianerhäuptling" wieder aufhob.

Diese Entscheidung gefiel dem Bamberger Verlag wiederum nicht und so zog er vor den EuGH (Az. T-501/13). Bleibt abzuwarten wie das höchste europäische Gericht die Angelegenheit einschätzt.

Schon Karl May selbst musste sich zu Lebzeiten vor Gericht mit gierigen Verlegern herumstreiten, die entweder seine Werke verfälscht hatten oder aber ihn um seinen guten Ruf oder sein Geld bringen wollten. Interessant wie sich die Geschichte wiederholt...

Auch dieser Rechtsstreit ist nicht der Erste der sich um Winnetou dreht. Und auch hier tauchen auf einer Seite immer wieder die selben Protagonisten auf. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Fortsetzung folgt...

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