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Angela Merkel führt ihr Land weiter in die Sackgasse

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MERKEL LEADER
Damir Sagolj / Reuters
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Der Auftritt unserer Bundeskanzlerin bei der Bundespressekonferenz und jetzt wieder beim Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern lässt einmal mehr eine ratlose und verunsicherte Bevölkerung zurück. Ihr Weg in der Flüchtlingskrise führt weiter in die Sackgasse.

Eigene Fehler und Fehleinschätzungen werden abgestritten, neue Pläne, diesmal ein 9-Punkte Plan mit viel Bekanntem als Lösung gegen Terroranschläge wird präsentiert. Die psychologische Wirkung ihrer Entscheidungen und Fernsehauftritte hat die Kanzlerin bis heute nicht verstanden.

Merkel weigert sich der Wahrheit ins Auge zu sehen

Sie streitet ab, dass sich durch den massenhaften Zustrom von Migranten aus dem Nahen Osten, aus Afghanistan und Nordafrika die Terrorgefahr erhöhe. Der IS-Terror sei vorher schon in Europa gewesen, wiegelt sie ab.

Kein Blick auf Frankreich und Belgien,
wo seit vielen Jahren hunderttausende ehemalige Einwanderer aus dem arabischen und nordafrikanischem Kulturraum in tristen Vororten mit hoher Kriminalität und Arbeitslosigkeit wohnen.

Dieser Personenkreis ist zutiefst enttäuscht vom Paradies Europa, beklagt fehlende Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, am Wohnungsmarkt und an der gesellschaftlichen Teilhabe. Franzosen und Belgier wollen sich auch nicht endlos kulturell bereichern lassen und sorgen so mit einer gewissen Ausgrenzungshaltung für eine wachsende Kluft zwischen ihnen und den oft schon in 3. Generation lebenden Migranten.

Dieser Personenkreis und nicht neu Eingereiste waren für die Terroranschläge in beiden Ländern verantwortlich. Die Täter in Deutschland waren jedoch erst seit kurzem im Bundesgebiet. Wie kann man diese Fakten unserer Nachbarn verdrängen?

Mit einer naiven Willkommenskultur und dem Appell an die deutsche Gesellschaft, nach der wir diese Herkulesaufgabe zu schaffen haben, soll dem Bürger wieder einmal eingeredet werden, Merkelsche Politik sei alternativlos.

Es ist jetzt schon absehbar, dass französische und belgische Verhältnisse auch in Deutschland, vor allem in den Ballungsräumen Berlin und Ruhrgebiet Realität werden. Die Hassprediger, die Deutschland immer noch beherbergt, können also auf eine wachsende Zahl von Zuhörern hoffen.

Vertreter unserer sogenannter etablierten Parteien könnten dann dem unwilligen Volk noch mit einer Migrantenquote am Arbeits- und am Wohnungsmarkt auf die Sprünge helfen. Firmen könnten verpflichtet werden, eine bestimmte Quote an Migranten einzustellen und Wohnungsvermieter könnten sich ihre Mieter nicht mehr selbst aussuchen. Bestimmt würden solche absurden Forderungen von rot, grün und dunkelrot mit Begeisterung aufgenommen werden.

Wir brauchen endlich eine Obergrenze

Frau Merkel hat bis heute nicht verstanden, dass die dauerhafte Senkung der Zahl neuer Migranten nur dann erreicht werden kann, wenn endlich eine Obergrenze erklärt wird, wenn Richtung Afrika und dem mittleren Osten das klare Signal ausgesendet wird, dass wir keine weiteren großen Zahlen aufnehmen können und wollen. An der direkten Zurückweisung von Migranten an der Außengrenze wird kein Weg vorbeigehen.

Frau Merkel verteilt Beruhigungspillen, indem Sie vom erfolgreichen Flüchtlingspakt mit der Türkei spricht. Keine Antwort aber zu der Frage, was zu tun ist, wenn Millionen Afrikaner ihre Koffer packen und über Libyen nach Italien übersetzen. Auch Italien hat keine Lösung und wird diese Personen dann wieder zu uns weiterwinken.

Die Aufnahmelager in Sizilien platzen jetzt schon aus allen Nähten und doch spricht die große Koalition von einer entspannten Lage der Flüchtlingszahlen, als habe man mit der Situation in Italien nichts zu tun. Die Medien waren dann schnell zur Stelle und zeigten fast leere Erstaufnahmelager in Deutschland.

Erst wenn Österreich tatsächlich den Brenner abriegelt, wird man in Berlin reagieren. Leider nicht so wie man erwarten könnte. Man wird Österreich dafür kritisieren, wie man schon das kleine Mazedonien für die Grenzschließung kritisiert hat.

Seehofer wird dann schnell das Gegenteil von Merkel verlautbaren lassen und Österreich seine Hilfe bei der Grenzsicherung anbieten. Fast schon kabarettistisch mit anzusehen, wenn es nicht um unsere Sicherheit, um unseren Wohlstand und unsere Zukunft gehen würde.

Immer mehr Psychologen und Psychoanalytiker befassen sich mittlerweile mit dem Verhalten von Frau Merkel. Von Irrationalität, Selbstüberschätzung, Realitätsverweigerung und einer narzisstischen Problematik ist die Rede.

Welche Diagnose auch richtig sein mag, für die Bevölkerung kommen ihre historischen Fehlentscheidungen knüppeldick. Unsere Kinder und Enkel werden uns mit dieser Wahrheit einmal konfrontieren.

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Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

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Der Verein betreut Waisenkinder, organisiert medizinische Versorgung für Behinderte und chronisch Kranke und finanziert Lebensmittel und Unterkünfte.

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