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Eine Smartphone-App hilft Studenten dabei einen Job zu finden

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Thomas Barwick via Getty Images
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Jeder Student kennt das Problem der Geldsorgen, der Monat ist erst zur Hälfte rum und das Geldbeutele schrumpft. Gerade in München, einer der teuersten Städte des Landes, ist das Leben nicht immer ganz günstig. Wenn nicht gerade die Eltern einen komplett unterstützen, kann man sich dort immer weniger leisten.

Wo findet man die Zeit neben der Universität, einen geregelten Nebenjob zu haben, der einem vielleicht neben dem finanziellen auch noch etwas für das weitere Berufsleben etwas bringt? Gerade auf einem bissigen Arbeitsmarkt für Absolventen, spielt Arbeitserfahrung eine wichtige Rolle! Dafür haben wir uns mit dem Studenten und Gründer der Studenjob App Worktender, Maximilian Anzile getroffen, um zu erfahren, wie die Job-Suche neben der Studiums aussieht und welche Möglichkeiten einem als Student geboten.

The Huffington Post: Wie sieht dein Uni Alltag aus?

Maximilian: Ich habe zum Glück ein nicht so zeitintensives Studium gewählt. Mit Germanistik bin ich da noch wesentlich besser weggekommen, als meine Freunde die beispielsweise Physik oder BWL studieren. Grundsätzlich habe ich früh Zeit gehabt, neben der Uni zu arbeiten. Wir haben Vorlesung und Tutorien, aber eine offizielle Anwesenheitsplicht gibt es nicht, demnach findet man auch viel Zeit das alles unter einen Hut zu bekommen.

The Huffington Post: Welche Job-Möglichkeiten sind einem als Student geboten?

Maximilian: Es kommt darauf an. Ich denke an den Arbeitsmöglichkeiten liegt es nicht. Es gibt genug Nebenjobs, vielmehr liegt das Problem bei der Übersicht und inwiefern mir solch ein Job auch etwas bringt. Beispielsweise sind Gastronomie-Jobs ein guter Nebenverdienst und bieten auch ein bisschen Abwechslung. Es gibt noch die Möglichkeit als Tutor oder bei der Fachschaft zu arbeiten. Ansonsten gibt es die üblichen Jobs, von Hostessen bis Büro-Jobs findet man recht viel Auswahl.

The Huffington Post: Wie machen das deine Kommilitonen und Studenten von anderen Fachschaften ?

Maximilian: Ich denke, wenn es darum geht, schnell Geld zu verdienen. Nehmen auch viele Studenten aus den ersten Semestern, die typischen Messen und Hostessen Jobs an. Ansonsten suchen die meisten Studenten auf den üblichen Portalen. Vom Uni Portal, bis hin zu Facebook-Gruppen. Im Zeitalter der Socialmedia-Kanälen wird dort auch viel geboten. Möglichkeiten gibt es genug, sogar der Aushang an der Uni wird genutzt.

The Huffington Post: Was sollte sich ändern? Und wo liegt die größte Hemmschwelle bei der Jobsuche?

Maximilian: Wie bereits gesagt, an den Möglichkeiten mangelt es nicht. Es ist einfach alles unübersichtlich und es dauert oft länger eine Bewerbung abzusenden. Hier greift die Lösung unserer Applikation. Wir wollen es Studenten übersichtlicher machen und es ihnen ermöglichen alles übersichtlich auf dem Handy immer parat zu haben. Es ist klar, dass wir auch viele Tages und Wochenjobs haben, dennoch versuchen gezielt auch attraktiver Jobs den Studenten zu bieten.

The Huffington Post: Wie kam dir die Idee für die App`?

Maximilian: Es ist im Grunde nichts Neues. Die Idee kam mir 2013, als ich gerade mein Studium angefangen hatte. Frisch nach München gezogen, habe ich mich bei den üblichen Portalen angemeldet. Ich bekam jedes Wochenende Jobangebote per Email und fragte mich dann sofort ob das nicht einfach geht. Dann haben mein Gründerfreund und ich versucht die Idee zwei Jahre später umzusetzen. Wir sind Januar 2016 in München verfügbar! Wir wollen bald in weiteren Städten für Studenten da sein!

The Huffington Post: Was ist das wichtigste für dich bei der Nebenjob-Suche?

Maximilian: Ganz klar das Gehalt und dann die Job-Richtung. Gerade als Student kann man Geld immer gut gebrauchen. Dann möchte ich möglichst schnell Bescheid wissen, wie mich dieser Job fordert. Uns ist das besonders wichtig. Der Student sollte eine gute Übersicht bekommen und sofort wissen, ob der Job ihn anspricht oder nicht.

Das ganze läuft bei uns nach dem vielzitierten „Tinder für Jobs"-Prinzip, mit einem dem Unterschied, dass bei uns die Einfachheit eine große Rolle spielt. Der Student kann schnell ein Profil anlegen, die nötigen Informationen anlegen und sofort nach Studentenjobs suchen.

The Huffington Post: Dann ist der Aushang out? Es spielt sich alles mobile ab?

Maximilian: Nein nicht unbedingt, eine gute Mischung ist möglich und sinnvoll. Aber die Zukunft liegt bei den Mobilen-Endgeräten, diese kleinen Computer sind unsere stetiger Begleiter und immer Mensch verbringen Zeit vor dem Handy. Wir wollen da nur den Studenten helfen, neben Selfies und Whatsappnachrichten auch ihr Handy für die Nebenjobsuche zu nutzen.

The Huffington Post: Wie wichtig ist Arbeitserfahrung für die Studenten?

Maximilian: Unsere Generationen hat es schwer auf dem Arbeitsmarkt, gerade wenn es an Arbeitserfahrung mangelt. Es kommen immer Studenten nach der Abschluss auf den Jobmarkt, die einige Praktikas nachzuweisen haben.

Oft könnte man als Student mehr Werkstudentenjobs vertragen. Es ist bekannt dass auch viele Unternehmen das als Problem ansehen. Deswegen sollten auch Unternehmen solche Stellen für Studenten zur Verfügung stellen. Vor allem nicht nur um Geld zu sparen, sondern um den Kommilitonen auch eine gewisse Vielfalt zu bieten, die einem nach der Uni auch helfen können.

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