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Carsten Maschmeyer: "Laufen Sie so schnell wie möglich"

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Mit Carsten Maschmeyer sprach Julien Backhaus, Verleger des ERFOLG Magazins, über Reichtum und Optimismus.

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Carsten Maschmeyer mit Verleger Julien Backhaus in Berlin

Er verkörpert die Selfmade-Story schlechthin: Vom Arbeiterkind aus der Plattenbausiedlung in Bremen zum Millardär und weltweiten Megaunternehmer Carsten Maschmeyer. In unserem Gespräch in Berlin verriet er mir seine Einstellung zu Unternehmertum, Geld und positivem Denken. Und davon können wir alle lernen.

Milliardär wollte er nicht werden

Er war immer schon Sportler. Das haben übrigens viele Superreiche gemeinsam, wie gerade in der ersten Studie über Hochvermögende „Psychologie der Superreichen" herauskam, die von Dr. Rainer Zitelmann veröffentlicht wurde.

Der junge Athlet Maschmeyer, der dann Medizin zu studieren begann, lernte im Sport früh, dass Anstrengung und Training zu besseren Ergebnissen führt. So strengte er sich einfach mehr an, als der Rest. Und hatte größere Erfolge.

Auch in Nebenjobs wandte er diese Technik an. Als er in die Finanzbranche einstieg, war es dennoch nicht sein Ziel, Milliardär zu werden.

„Ich war nett zu den Leuten, habe mir auch am Wochenende Zeit für die Kunden genommen und habe viele Beratungen absolviert. Was dann daraus geworden ist, war nicht abzusehen. Aber ich kann daraus ableiten, wenn man sich kontinuierlich verbessert, kann man viel erreichen."

Gründer und positives Denken

Maschmeyer pendelt zwischen Deutschland und den USA. Die Aufbruchstimmung im Silicon Valley hat es dem Investor angetan. „Optimismus schadet nie, Pessimismus ist ein Gift. Wenn Sie in den USA ein Privat Equity Investment machen, suchen sich die Medien das heraus, was geklappt hat.

In Deutschland haben wir Magazine, die mit Häme das heraussuchen, was nicht geklappt hat. (...) Positives Denken bewegt viel. Erfolgsgeschichten inspirieren - daraus kann man etwas lernen, aus destruktiver Berichterstattung hingegen nicht."

Er plädiert für einen positiveren Umgang mit dem Scheitern - das kann passieren. Unternehmensgründer in Deutschland haben seiner Meinung nach innovative Ideen und sind gut vorbereitet.

Worin er die Amerikaner aber im Vorsprung sieht ist die Umsetzung und Vermarktung. Denn sie „geben mehr Geld rein, um mit Full Power nach vorne zu kommen". Und für seinen Geschmack fehlen der Startup-Branche in Deutschland die Frauen.

Deswegen ist sein Tipp: „Wenn Sie eine Idee haben, laufen Sie so schnell wie möglich, damit Sie keiner einholt."

Die Millionärsformel

Und natürlich hat Carsten Maschmeyer sein Lieblingsthema: Geld. Mit seinem Buch „Die Millionärsformel" hat er seinen Lesern sogar ganz klar aufgezeigt, wie auch der Ottonormalverbraucher sein sog. Reichwerde-Potenzial entdeckt und sich ein Vermögen aufbaut.

So banal die Tipps auch klingen, machen sie rechnerisch viel Sinn. „Der Kaffee schmeckt auch zuhause gut". Und natürlich, die drei Euro am Tag allein für Kaffee summieren sich im Laufe eines Lebens zu einer stattlichen Summe. Und das ist nur ein kleines Beispiel.

Entsprechend soll der Millionärsanwärter auch lernen, zu investieren. Und zwar mit hohen Renditen, die nach Maschmeyers Meinung immer noch möglich sind.

Geld allein macht zwar nicht glücklich. Aber „wer den ganzen Tag finanzielle Sorgen hat, ist auch nicht glücklicher". Er ist sich im Klaren, dass man Frieden, Gesundheit und Liebe nicht mit Geld kaufen kann. Aber zumindest länger leben kann man laut einer Studie, wenn man in gesunden Finanzen lebt.

Bild: Ismail Gök

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