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Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin
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Julian Nida-Rümelin gehört neben Jürgen Habermas und Peter Sloterdijk zu den renommiertesten Philosophen in Deutschland. Er lehrt Philosophie und politische Theorie in München. Seit 2011 leitet er das interdisziplinäre Münchner Kompetenzzentrum Ethik. Nida-Rümelin ist ord. Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Von 1998 bis 2002 wechselte er in die Kulturpolitik, zunächst als Kulturreferent der Landeshauptstadt München und dann als Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schröders.

Beiträge von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin

Offene Grenzen sind nicht die Lösung für die humanitären Skandale des 21. Jahrhunderts

(4) Kommentare | Veröffentlicht 19. Oktober 2017 | (17:27)

Über zwei Milliarden Menschen leben weltweit in bitterster Armut, leiden unter Hoffnungslosigkeit, Hunger, Unterdrückung und Krieg.

Über 65 Millionen von Ihnen waren allein im letzten Jahr auf der Flucht. Hilfe tut also dringend not - aber sind offene Grenzen die richtige Antwort auf das Elend der Welt?

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Warum der Akademisierungswahn ein Ende haben muss

(2) Kommentare | Veröffentlicht 22. August 2017 | (18:19)

Aus der Sicht der USA oder Großbritanniens gibt es in Deutschland ein paar schwer verständliche Merkwürdigkeiten. Stadtsparkassen, erlaubter (öffentlicher) Bierkonsum ab 16, Sex ab 14 und das duale System gehören dazu.

Das duale System ist der Kern der beruflichen Bildung in Deutschland. Es existiert auch in Österreich,...

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Was uns die Kosmetik-Industrie einredet, hat schwerwiegende Folgen für unsere Gesundheit

(0) Kommentare | Veröffentlicht 7. November 2016 | (23:22)

Der Sommer ist endgültig vorbei. Jetzt beginnen die düsteren Tage, frühe Dunkelheit, wenig Sonnenlicht. Der geeignete Zeitpunkt, um sich klarzumachen, dass wir Sonnenwesen sind, abhängig von UV-Strahlung und dass es für die nächsten Monate nicht sinnvoll ist seine Haut gegen die Sonne abzuschirmen, außer Sie halten sich im Hochgebirge auf....

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Griechenland: Ein Ausweg aus dem Dilemma

(3) Kommentare | Veröffentlicht 10. Juli 2015 | (16:11)

Die Situation scheint hoffnungslos verfahren zu sein. Der gefühlten Dauer-Kränkung des griechischen Volkes durch die europäischen Institutionen steht der verständliche Unwille der Geberländer gegenüber weiteres Geld einem Staat zur Verfügung zu stellen, der offenbar nicht in der Lage ist elementare Aufgaben, wie Steuereintreibung, Steuergerechtigkeit, Effizienz der...

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Ökonomie und Ideologie

(0) Kommentare | Veröffentlicht 28. April 2015 | (20:32)

Das Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute fordert Steuersenkungen, da der Staat gigantische Überschüsse erwirtschafte. Dies sei eine ideale Voraussetzung für eine große Reform. Dies widerspricht der These, dass der Staat gigantische Schulden aufgebaut hat, weil er in guten Zeiten die Überschüsse nicht zur Reduktion der Staatsschulden verwendet hat.

In...

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Das Islamgesetz missachtet religiöse Identität

(2) Kommentare | Veröffentlicht 18. März 2015 | (15:13)

„Das Christentum gehört zu Afrika. Damit es eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz findet, wird sich das in Afrika praktizierte Christentum weiter von dem der Ursprungsländer abnabeln müssen. Gefragt ist ein Christentum, das mit der Lebenswirklichkeit der Afrikaner in Einklang steht.

Dazu gehören weithin die Anerkennung der Polygamie, aber auch der...

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Vor was wir uns fürchten sollten - Für einen neuen Humanismus

(0) Kommentare | Veröffentlicht 11. Februar 2015 | (16:13)

Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) war Europa zu weiten Teilen zerstört. Alle Ressourcen waren erschöpft: militärische, ökonomische und moralische. Die Todesrate dieses Krieges übertraf die beider Weltkriege im 20. Jahrhundert.

Auslöser war eine Glaubensspaltung des Christentums in Protestantismus und Katholizismus gewesen. Die deutschsprachigen Regionen Mitteleuropas wurden zu dem,...

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Warum der Akademisierungswahn unser Bildungssystem zerstört

(6) Kommentare | Veröffentlicht 25. Oktober 2014 | (20:53)

Unser Bildungssystem befindet sich in einer Krise: Die Reformanstrengungen der letzten zwei Jahrzehnte haben zweifellos manches verbessert, zugleich waren sie jedoch nicht von einer kulturellen Leitidee getragen.

Sie verfolgten bescheidene Ziele, wie das der internationalen Anschlussfähigkeit und der Verbesserung der beruflichen Verwertbarkeit, und haben doch in eine tiefe Krise...

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