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Meditieren - Viel mehr als nur ein Trend

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MEDITATION
lzf via Getty Images
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Immer wieder kommt das Thema Meditation auf. Längst hat es die nebulöse Esoterik-Ecke verlassen und findet immer mehr Anerkennung. Aber wie funktioniert das eigentlich?

Sucht man den lokalen Handel auf, findet man spätestens im Herbst wieder die "Start-Kits zum Meditieren". Darin enthalten: Räucherzubehör, eine besondere Kerze, ein spezielles Kissen, besondere Musik und mindestens ein kleines Booklet, das den Leser in die Geheimnisse des Meditierend einweihen soll.

Kurz gesagt: Ein einziger Kult und schon steht das Thema wieder auf dem Abstellgleis. Die Menschen nehmen das "Start-Kit" in die Hand, lesen sich die Beschreibung durch und sind abgeschreckt.

Also muss ich eine Räucherung auflegen, das Zimmer abdunkeln, die Kerze anzünden, Musik auflegen, das Kissen heraussuchen und und und? Sehr alltagstauglich klingt das nicht. Also wird es wieder verschoben.

Dabei ist der Nutzen nicht von der Hand zu weisen: Selbst Mediziner haben Meditierende untersucht und festgestellt, dass diese in der Regel deutlich resistenter gegen Stress und Anfechtungen sind. Sie bleiben selbst bei größtem Stress gelassener als ihr Umfeld und oft verläuft ihr Leben sogar angenehmer als das der nicht-meditierenden Kontrollgruppe. Das kann schon kein Zufall mehr sein. Mit Esoterik hat das Ganze auch längst nichts mehr zu tun.

Wie funktioniert Meditieren denn nun wirklich?

Wörtlich genommen kommt das Wort Meditieren von "meditari" und bedeutet nicht mehr und nicht weniger als "nachdenken, nachsinnen". Das nimmt dem Ganzen jede Menge Mystik. Nachdenken und nachsinnen kann man eigentlich in nahezu jeder Situation. Warum also das ganze Tamtam? Weil die Menschen sich einbilden, es würde dann besser wirken.

Wenn ihr also das mit dem Meditieren mal ganz einfach ausprobieren wollt, setzt euch einfach an einen ruhigen Platz - so viel Aufwand muss dann schon sein - schließt die Augen und achtet für eine Minute auf euren Atem oder alternativ auf euren Herzschlag.

Wenn ihr das Ganze noch ausbauen wollt, arbeitet mal darauf hin, an nichts zu denken. Das funktioniert in unserer beschäftigten Zeit anfangs meist nur sehr kurz. Mit etwas Übung klappt es schon länger. Fertig. Ihr habt das erste Mal erfolgreich meditiert.

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Von einem technischen Anbieter gibt es die legendäre 5-Minuten-Installation. Dort heißt es auf dem Schlussbildschirm, wenn man mehr erwartet hätte, müssten sie einen enttäuschen. Genau so ist das mit der Meditation. Wer mehr erwartet hat, viel mehr Hokuspokus, den müssen wir enttäuschen. Meditation geht wirklich genau so einfach los.

Mehr Technik bitte

Natürlich gibt es dutzende Techniken, die man auf diesen Anfang einer Meditation aufbauen kann. Je nachdem, was ihr mit eurer Meditation bewirken wollt, ergibt das sogar einen Sinn. Zum Einstieg könnt ihr es aber ruhig einfach belassen.

Im Prinzip ist es wie mit dem Autofahren. Da lernt man auch zuerst das pure Fahren. Später klappt es immer besser mit dem vorausschauenden Fahren. Man kann Risiken einschätzen und sogar nebenbei das Radio bedienen. Alles Dinge, die man in der Fahrschule für beinahe unmöglich hielt.

Mehr Infos zum Thema Meditieren lernen gibt es im Ratgeber "Einfach Meditieren lernen".

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