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Julia unterwegs - rasante Fata Morgana durch Dubais Wüste

25/11/2017 22:14 CET | Aktualisiert 25/11/2017 22:20 CET

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Die Staubwolke des Fahrzeugs vor mir lichtet sich, plötzlich erscheint ein Kamel auf meiner Linken und kreuzt die Straße. Ich trete auf die bissige Bremse meines Lamborghini Huracán Performante, reiße das straffe Wildlederlenkrad nach rechts und umschiffe das Wüstenschiff um wenige Zentimeter. „Careful, camel on the left", rufen die Guides aus dem Wagen vor mir durchs Walkie Talkie, sodass auch die beiden Lambos hinter mir noch ausweichen können.

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Ich schüttele mich. Nein, das war keine Fata Morgana, sondern absolute Realität. Zumindest für die Teilnehmer der exklusiven Driving Experience, die das zur Hilton Gruppe gehörende Hotel Waldorf Astoria Dubai Palm Jumeirah zusammen mit ihrem diesjährigen Automobil-Partner Lamborghini für seine Stammkunden auf die Beine stellt. Preisgekröntes Luxushotel trifft hochpreisiges PS-Monster könnte hier das Motto lauten: Geschlafen und gefrühstückt wird auf Fünf-Sterne-Niveau in bester Lage auf der einzigen palmenförmigen Insel der Welt. Nach kurzer Einweisung erfolgt das wohl effektivste Mittel gegen jeden Jetlag: 640 Pferdestärken, eine Beschleunigung von null auf hundert in 2,9 Sekunden, ein Top-Speed von 325 km/h. In einer Reihe aus vier unterschiedlichen und schrill lackierten Lamborghini Huracán beginnt eine rasante Sause von Dubai in das benachbarte Wüsten-Emirat Ras-Al-Khaimah. Viele, viele wilde Smarties.

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Mit Fotostopps und Fahrerwechsel dauert das Spektakel starke zwei Stunden. Die Guides kennen sich aus, wählen Routen fernab von Rush Hour und Staus, warnen uns durch ihre Funkgeräte vor heimtückischen Blitzern. Auch wenn Deutschland mit seinen von Speed-Limits befreiten Autobahnabschnitten immer noch als El Dorado für Sportwagen gilt - hier in der Wüste lässt sich die Rennstreckenversion des Zehnzylinder-Mittelmotor-Sportwagens noch viel besser testen. Das Ergebnis: Eine Ode an den guten alten Saugmotor und die leichte Überlagerungslenkung. Eine Danksagung an ein Doppelkupplungsgetriebe, das akzeptabel verschliffene Schaltvorgänge ermöglicht. So machen Kreisverkehre Spaß.

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Insgesamt entsteht ein Fahrgefühl so kantig wie die Außenhaut des Bolliden. Und Eindrücke, die auch der verwöhnte Luxusreisende erst einmal sacken lassen muss - und zwar im schlossförmig gebauten Waldorf Hotel von Ras-Al-Khaimah. Zuletzt verkehrte hier Brad Pitt. Zur Erfrischung stehen -aber natürlich- Hauscocktails mit echtem Goldstaub und ein üppiger arabischer Lunch aus Kamelfleisch, Shrimps und Gazelle bereit. Zugegeben, auch dieser Eindruck muss gehörig verdaut werden. Nur gut, dass es das Wort Vergnügungssteuer im Sprachgebrauch Dubais noch nicht gibt. Und der Expresszuschlag beim Verbrauch ist in dem Ölstaat sicher auch kein Problem.

Fotos: Xavier Ansart / White Cube Studios

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