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Julia in Action - Kettlebell. Oder: Wenn rosa nicht die Lady-Edition darstellt

13/03/2016 13:30 CET | Aktualisiert 25/09/2017 19:07 CEST

Das Wort „Kettlebell" lässt mich beim ersten Hören direkt an Kuhglocken denken. Und obwohl man das Wort kettle dann leider doch nicht wie die Rinder (cattle) schreibt, erinnern mich die Kugelhanteln dennoch irgendwie an Heidis Freunde auf der Alm. Ignorieren wir also die Schreibweise und lassen wir mich einen Trend ausprobieren, der der Akustik nach zumindest zu meinem Nachnamen passt.

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Credit: Foto by MM

Die bunten Rundgewichte sind in erster Linie für freies Gewichtstraining gemacht. Ursprünglich stammt der Kettlebell-Sport allerdings nicht von der Alm, sondern aus Russland. Dort wird er als Kraft-Ausdauersport praktiziert: Es gilt in einer vorgegebenen Zeit von meistens zehn Minuten möglichst viele wiederholte Bewegungsabläufe wie das Stossen (Jerk) und das Reissen (Snatch) durchzuführen.

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Credit: Foto by MM

Einer, der diesen Sport besonders gut beherrscht, ist Allan Fallro aus Norwegen. Wo könnte ich mich den lautlosen Kuhglocken also besser widmen, als im Herkunftsland des Goldmedaillengewinners. Und so bekomme ich einen Einführungskurs im „Hit the Gym" Fitnessstudio in Trondheim, wo Allan auch hin und wieder unterrichtet.

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Credit: Foto by MM

Die guss- und schmiedeeisernen Kugeln werden hier traditionell in den Gewichtsgrößen 16 kg, 24 kg und 32 kg angeboten, dazu gibt es ein paar Zwischengrößen. Feminine Farben bedeuten aber nicht gleich Leichtgewicht: die rosafarbene Kugel gehört zu den schwersten.

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Credit: Foto by MM

Die Übungen an sich sind eigentlich mit einem gängigen, rückengerechten Stretching zu vergleichen. Mit dem Unterschied: es muss mehrfach und sorgfältig wiederholt werden, sodass die Kugel auch ordentlich schwingt. Allerdings nicht so, dass ein Wipp- oder Federgefühl eintritt, sondern komplett, also zum Beispiel von ganz unten nach ganz oben und zurück. Schade eigentlich, dass kein Glockenschlegel in der Mitte angebracht ist, dann könnte man sich zur Abwechslung die Trainings-Mucke mal sparen.

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Credit: Foto by MM

Viele Tipps und Beispiele lassen sich übrigens auch googeln, sodass nach einer kurzen Einführung auch ohne Weiteres zu Hause, im Garten oder im Park (Alm-Feeling garantiert...) trainiert werden kann.

Insgesamt ein Training, das sicher gut für meinen Rücken war, mir aber durch die immer wieder gleichen Wiederholungen und den fehlenden Kuhglocken-Sound ein wenig eintönig erscheint. Cool aussehen tut's aber allemal - und das ist ja bei einem Freizeittrend nicht ganz unwichtig...

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