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Julia in Action - Stand Up Paddling auf dem Bodensee. Oder: Wasserspaß für Jedermann

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Die Entstehung des Sportes Stand Up Paddling war so eigentlich gar nicht geplant. Es waren Surflehrer, die ihre Schützlinge besser hinter den brechenden Wellen beobachten wollten, die sich ein Paddel zur Hand nahmen um schneller auf ihrem Surfboard über die Wasseroberfläche zu gleiten. Mit so viel Spaß bei der Sache, dass diese Art der Fortbewegung mittlerweile auch in ruhigen Gewässern nicht mehr wegzudenken ist - selbst ohne anwesende Surfer. Ein Trend also, der sich zu halten scheint. Grund genug, das Ganze einmal auszutesten.

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An Konstanz' Uferzipfel „Hörnle" verleihen drei junge Männer seit 2015 das nötige SUP Equipment und unterstützen Anfänger wie Fortgeschrittene bei der Ausübung des Sports: Von Basic Kursen bis hin zu morgendlichem Yoga auf dem Brett ist hier alles geboten. „Nach rund einer Stunde auf dem Brett schaffen sportliche Gemüter bereits einen Kopfstand ohne dabei ins Wasser zu fallen", sagt Guide Michael. Ich glaube ihm das aufs Wort, mit der Konsequenz es somit auch nicht selbst testen zu müssen.

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Das SUPen an sich hingegen schon und ich muss zugeben, dass nach einer kurzen Einführung eigentlich nicht mehr viel schief gehen kann. Hier die wichtigsten Tipps, um das Board einigermaßen zügig voran zu bewegen und dabei die Balance zuhalten:

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- das Paddle sollte etwas größer sein als man selbst, damit man tief genug ins Wasser eintauchen kann
- je schmaler das Brett, desto schneller, aber auch instabiler die Fortbewegung
- zum Starten mittig auf das Board knien und erst wenn man sich sicher fühlt langsam aufstehen
- wer das Paddel etwas mehr als schulterbreit greift, leicht in die Knie geht und sich nach vorne beugt, steht nicht nur sicherer, sondern kommt auch schneller voran
- der rundeste Bewegungsablauf kommt zustande, wenn man das Paddel möglichst weit vorne eintaucht und nur in etwa bis zu den Zehen nach hinten zieht
- aufblasbare Boards sind durch ihre Konstruktion durchaus stabil und können einfach in einem Rucksack mit an den nächsten Strand genommen werden.

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Ich selbst bleibe auch nach einer starken Stunde trocken und albere mit meinen Mitstreitern auf dem Brett herum. Mein Fazit also: Wer das SUPen als Fun-Sport ausübt, hat die Chance auf ein leichtes Ganzkörpertraining in schönster Natur. Wenn man die Balance einmal gefunden hat, kann man sich dabei auch problemlos unterhalten oder das Paddel für eine kleine Wasserschlacht nutzen. Fun-Sport im eigentlichen Sinn.

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Tipp: Wer sich zur Belohnung nach dem Sport ein wenig stärken möchte, findet im Herz von Konstanz alles, was das Herz begehrt: Von schwäbisch über asiatisch bis hin zu indisch, libanesisch oder gehobener Küche. Fünf Minuten mit dem Taxi oder 15 Minuten zu Fuß von Zentrum entfernt hat zudem ein modernes Viertel seine Tore eröffnet: Entlang der Reichenaustraße kann mit einem Eis in der Hand am Rhein entlang flaniert werden. Neben neuen Wohnkomplexen findet sich hier auch das 47° Hotel, in dessen Restaurant Friedrichs junge Nachwuchsköche unter Beweis stellen, dass gehobene Küche auch kreativ sein darf.