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Julia unterwegs - Island Hopping in Westschweden

12/08/2017 09:42 CEST | Aktualisiert 05/11/2017 14:06 CET

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Mit dem Begriff Island Hopping verbinden die meisten Deutschen das Mittelmeer, Strandgepäck und südeuropäische Kost. Wer nicht gerade segelt, für den ist der Sprung von Deck ins semi-kühle Nass die einzige Aktivität während des Trips. Sicherlich, keine schlechte Vorstellung. Aber Island Hopping kann durchaus auch etwas für Aktive sein. So laden die westschwedischen Inseln rund um Göteborg nicht nur den Reiselustigen, sondern auch sein Fahrrad zum Outdoor-Inselhüpfen ein.

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Zwischen dem gemütlichen Göteborg, dem etwas schickeren Marstrand und dessen Festung, sowie den beschaulichen Inselslandschaften von Klädesholmen, Rönnen und Dyrön verkehren regelmäßig Fähren, die auch die Mitnahme von Rädern ermöglichen. Den Fahrplan und die diversen neu angelegten und gut beschilderten Radwege und -touren lassen sich individuell buchen und über www.westsweden.com ganz nach Gusto recherchieren und zusammenstellen.

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Der Schwierigkeitsgrad der Trails ist relativ gering: Zwar stehen die westschwedischen Inseln für eine Seeluft und eine attraktive Felslandschaft; jedoch ist deren Steigung eher mäßig. Anstelle eines Ausflugs hin zu meiner sportliche Leistungsgrenze entscheide ich mich also für etwa drei bis vier Stunden Outdoor-Erlebnis am Tag. Und das Wort Erlebnis ist dabei wörtlich zu nehmen:

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Mit etwas Glück begegnen mir springende Tümmler auf meiner Überfahrt nach Klädesholmen. An dessen Stränden erlerne ich die Kunst des Krabbenfischens mit einer Angel aus Faden und Wäscheklammer. Meine Bike- und Wandertouren führen entlang rosafarbener, glattgespülter Granitfelsen und freundlicher Schafherden; bis hin zum nordischen Aquarellmuseum oder dem Outdoor-Skulpturenpark von Pilane.

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Neben typisch schwedischen Produkten wie Knäckebrot, Kaffee und Knabbergebäck, ermöglicht mir die Lage am Meer zudem eine eiweißreiche und gesunde Kost: an allen Ecken gibt es Hering satt, aber auch Krabbenfleisch und eine Auswahl an in Schweden sehr populären vegetarischen Gerichten.

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Aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte fühlt sich auch die Haupt- hier wie die Nebensaison an: Platz auf den Fähren ist genug, eine schwedische „Fika", also eine gemütliche Pause, lässt sich problemlos alleine und mit dem besten Blick aufs Meer einlegen und die freundlichen Kapitäne helfen gerne beim Verladen der Bikes. So fühlt sich Action ganz schön entspannt an.

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TIPPS:

Das Hotel „Salt and Sill" auf Klädesholmen ist ein schwimmendes Floß aus großzügigen und hellen Räumen - maritimes Flair garantiert. Bei „Tin Tin Silvermithing" auf Dyron finden sich handgefertigte Schmuckstücke als Mitbringsel. Und bei "Lottas Bak & Form" ganz in der Nähe gibt es liebevoll zubereitete vegetarische Pizza aus Bio-Mehl mit Blumengarnitur.

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Fotos: Annika Müller