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Emanzipierte Frauen sind unglücklich. Verheiratete glücklich.

06/07/2015 17:58 CEST | Aktualisiert 06/07/2016 11:12 CEST
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Emanzipierte Frauen sind unglücklich. Verheiratete glücklich.

Die Scheinwerfer der 1960er und 1970er Jahre waren auf die einsamen grünen Witwen gerichtet, die ihr Leben als ein Gefängnis oder goldenen Käfig empfanden. Sie waren gerne Frau und Mutter, dennoch fragten sich viele: "Soll das alles gewesen sein?"

In ihrem Buch "Der Weiblichkeitswahn" sprach Betty Friedan aus, was viele Frauen damals heimlich dachten. Sie beschrieb als erste das frustrierende Leben der Vorort-Hausfrauen und berichtete vom "Problem ohne Namen". Frauen hatten das Gefühl in ihren schmuckvollen Wohnzimmern langsam verrückt zu werden.

Sie wussten nicht, wer sie waren, sie waren die Wesen, die das Essen servierten, die Betten machten, den Kindern die Hosen anzogen, sie waren die Person, die man rufen konnte, wenn jemand etwas brauchte. Nur wenige waren die glückliche Hausfrau, viele waren Frauen, die man dazu verdammt hatte, ihr Leben mit monotoner Hausarbeit zu vergeuden.

Von feministischen Schlangen irregeführt

Doch bereits in den 1980er Jahren war der goldene Käfig kein Thema mehr, die Scheinwerfer richteten sich jetzt auf die neue Generation Frauen, die von den feministischen Schlangen irregeführt worden waren.

Obwohl Studie um Studie belegte, dass berufstätige Frauen seelisch gesünder sind als verheiratete, nicht berufstätige Frauen, wurde den Frauen eingeredet, dass Freiheit und Gleichberechtigung sie unglücklich machen. Die Unsicherheit der Frauen, die zwischen traditionellen Werten und neuem Denken hin- und hergerissen waren, wurde von reformresistenten Männern (und Frauen) schamlos ausgenutzt.

Verheiratete Frauen sterben 1,5 Jahre eher als unverheiratete, wohingegen verheiratete Männer zwei Jahre länger leben als unverheiratete. Verheiratete Männer werden umsorgt, verheiratete Frauen verwenden ihre Kraft für die Ehemänner, ist das Forschungsergebnis einer Studie der Uni Magedeburg.

Langzeitstudien ergaben, dass Nur-Hausfrauen die geringste Selbstachtung haben, sich am wenigsten attraktiv finden, am meisten über Einsamkeit klagen und sich in jedem Bereich als inkompetenter fühlen als berufstätige Frauen.

Frauen, die Karriere machen beklagen sich, dass nicht die Gleichberechtigung unglücklich macht, wohl aber der tägliche Kampf um gleiche Rechte.

Wer Karrierefrauen das Glück absprechen will, will nicht, dass Frauen Karriere machen.


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