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Mit diesem einfachen Trick konnte ich eine enge Bindung zu meinen Töchtern aufbauen

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DAD BABY
Father kissing baby girl | Jay Reilly via Getty Images
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Als frisch gebackener Vater ist die Ankunft des Babys ziemlich angsteinflößend. Abgesehen davon, dass ich damals mit den Babypuppen meiner Schwester herumalberte, besaß ich keinerlei Erfahrungen in diesem Gebiet.

Kein pränataler Kurs, nicht einmal mit lebensechten Puppen, konnte mir wirklich die Beschwichtigung bieten, die ich brauchte.

Eine Welle der Panik überkam mich

Wenn der große Tag wirklich da ist und du dein Baby das erste Mal in den Armen hältst, ist es sehr wahrscheinlich, dass dich pure Panik erfasst: Halte ich es sorgfältig genug? Habe ich die Windeln auch so gewechselt, wie ich es in all den unzähligen Kursen gelernt habe? Ist dieser kleine Mensch (dein Mensch - der, für den du verantwortlich bist) ideal geschützt?

Bei dir mag es vielleicht anders sein, aber meine kleinen Mädchen haben immer angefangen zu weinen, wenn ich sie in den Arm nahm. Hauptsächlich aus dem Grund, da ich keine Milch hatte, nach welcher sie verlangten.

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Du brauchst keine besonderen Fähigkeiten, um eine Beziehung aufzubauen

Sie verlangen immer nach Milch. Trotzdem habe ich einen Weg aus diesem Dilemma und eine Möglichkeit gefunden, eine Vater-Baby-Beziehung aufzubauen. Beispielsweise durch regelmäßiges Baden und vor allem durch Massagen.

Ich mag selbst gerne massiert werden. Als ich also darüber nachdachte, fand ich, dass das die Kleinen vielleicht auch mögen könnten. Wem machte ich hier etwas vor? Ich hatte nicht den blassesten Schimmer, wo ich überhaupt beginnen sollte.

Aber mal ehrlich: Du brauchst keine besonderen Fähigkeiten, solange du dir die Zeit nimmst, ein paar ruhige Momente mit deinem Baby zu verbringen. Für mich ging es darum, eine Bindung zu meinen Babys aufzubauen.

Baby-Massagen helfen, Beziehung aufzubauen

Nach längeren Recherchen zu dem Thema erfuhr ich, dass Baby-Massagen hilfreich seien, um eine Beziehung zu den Mädchen aufbauen zu können. Also versuchte ich mich daran. Ich entschied mich für dämmriges Licht nach der Badezeit, nachdem es ruhig im Haus geworden war und die Mädchen nicht allzu energiegeladen waren.

Ich hatte sichergestellt, dass unsere Jüngste satt war, damit sie nicht von einem leeren Magen abgelenkt werden würde (ein typischer Anfängerfehler). Außerdem sorgte ich für eine warme Raumtemperatur, nicht zu grelles Licht und dass die Kleine auf einer flachen Oberfläche lag (ich verdanke diese Vorbereitungsschritte meiner Recherche).

Ich mache Scherze. Eigentlich hatte ich keine Ahnung, was ich da tat. Ich nahm mir nur die Zeit, selbstbewusster in der Handhabung, im Singen und Sprechen zu werden, während ich ihre Füße rieb.

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Vorsicht bei der Ölauswahl

Die Reaktion bekräftigte mich gleich. Ich benutzte ein Massageöl, welches reich an Omega-3-Fetten war. Es duftete nicht so stark wie andere Öle. Ich hatte nämlich aus meinen Lektüren entnommen, dass Babys einen sehr intensiven Geruchssinn für "Mami" besitzen und zu starke Gerüche nicht mögen.

Ich hoffte stark, durch das Öl würde sie mir nicht aus den Armen gleiten (wie ein Fisch). Doch ich merkte wie schnell das Öl einzog und ihre Haut wurde weich und wohlgenährt. Auch meine Papa-Hände sehen nun erfrischt aus.

Beide Mädchen hatten nach der Geburt eine ziemlich trockene Haut, jedoch habe ich herausgefunden, dass Öl hier Abhilfe leistet. Bei der Suche nach dem idealen Öl war ich besonders bedacht darauf, ein für die Haut von Neugeborenen möglichst sanftes zu finden- ohne jegliche schlechte Zusatzstoffe!

Die Baby-Massage bringt einige Vorzüge

Ich muss zugeben, bei meinem ersten Versuch achtete ich vorrangig darauf, die Mädchen bei Laune zu halten, sodass sie nicht zu weinen begannen. Mit gedrückten Zehen (meine Daumen waren durch das Öl viel zu rutschig, um sie zu drücken) begann ich ihre Füße und Beine sanft aber mit kräftigem Streichen zu massieren.

Ich habe einige verschiedene Techniken ausprobiert und herausgefunden, dass dieser Massage-Quatsch wirklich einige Vorzüge mit sich brachte. Nicht nur die Bindung, welche ich ja ursprünglich bezweckt hatte, wurde dadurch verstärkt, auch ein überenergetisches Baby konnte dadurch zur Ruhe gebracht werden.

Ihr könnt damit Säuglingskoliken oder Blähungen vorbeugen und deinen Kleinen wird geholfen, ihren eigenen Körper wahrzunehmen. (Nach dem Motto: "Oh, mein Arm ist mit meiner Schulter verbunden, welche wiederum mit meiner Brust verbunden ist,...".)

Massage stärkt das Selbstbewusstsein

Also im Großen und Ganzen hat die Aktion mir sehr viel gebracht und mein Selbstbewusstsein sowie meine Fähigkeit gestärkt, die Kleinen zu beruhigen, wenn sie gerade nach Milch verlangen.

Es gibt sehr viele Blogs, Bücher und Kurse da draußen, die über die ideale Baby-Massage aufklären. Was ich sagen kann ist, dass es sehr gut für mich war, und dass ich mich nach meinen ersten Versuchen nun um einiges zuversichtlicher fühle.

Aber ich bin immer noch kein Experte. Wenigstens spiele ich mit meinen Mädchen nicht so, wie ich es damals mit den Babypuppen meiner Schwester tat!

Dieser Blog erschien ursprünglich in www.viewfromadaddy.co.uk.

Dieser Blog erschien ursprünglich bei der Huffington Post England und wurde von Meltem Yurt aus dem Englischen übersetzt.

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Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.


(LM)