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Wie wandeln Sie Ihre „Kostenträger" in „Alleinstellungsfaktoren" um?

16/10/2015 15:13 CEST | Aktualisiert 16/10/2016 11:12 CEST

Die Talentstruktur Ihrer Mitarbeiter ist nicht kopierbar

Von einer Firma, die seit rund 4.54 Jahren noch nie Konkurs gemacht, können wir sicherlich etwas lernen oder haben Sie schon einen arbeitslosen Finken gesehen?

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Diese Mitarbeiter der Firma Natur, wie alle anderen auch, wenden die zwei wichtigsten Erfolgsprinzipien instinktiv richtig an: Erstens die Konzentration auf ihr nicht kopierbares Talent-Potenzial (Schnabelform). Zweitens die Fokussierung auf die dazu passende Aufgabe (Futterquelle). Darum ist jeder der Beste in seinem Gebiet und nicht austauschbar oder einmalig und daher auch nie arbeitslos.

Wie steht es um Ihre Mitarbeiter? Sind sie auch nicht austauschbar? Wenn nicht, dann können Sie jetzt verstehen warum? Da wir ja auch ein Teil der Natur sind, gelten diese Erfolgsprinzipien auch für uns.

Was bedeutet nun Konzentration und Fokussierung für Ihre Mitarbeitenden?

Ihre Mitarbeitende erscheinen in Ihrer Kostenrechnung als „Kostenträger"; d.h. sie sind etwas, das man versucht durch billigere Kostenträger zu ersetzen. Sei es durch billigere Arbeitskräfte und, wo es geht, durch billiger produzierende Maschinen.

Daran ist an und für sich nichts einzuwenden. Aber wenn die Produktivität der einzige Fokus ist, dann ist die daraus folgende Austauschbarkeit Ihrer Leistungen durch noch billigere Anbieter der Anfang vom Konkurrenzkampf. Das bittere Ende ist dann die Austauschbarkeitsfalle. Denn alles außer dem Menschen lässt sich kopieren.

Wie die Finken besitzen die Menschen in Ihrer Firma eine individuelle nicht kopierbare Talentstruktur oder Talentmarke, das für ganz bestimme Aufgabenbereiche wie der Schlüssel zum Schloss passt. Kommen beide zusammen, dann explodiert die Kreativität und/oder die Produktivität und damit die Innovationen und die Performance in Ihrer Firma.

Andere, bessere und schönere Spitzenleistungen erhöhen stark die Anziehungskraft Ihrer Firma. Die Kunden laufen Ihnen wegen Ihrer anderen, besseren und schöneren Produkte und Dienstleistungen buchstäblich in Scharen zu und nach und Sie eilen mit Ihrer Firma von Erfolg zu Erfolg.

Ihre Firma wächst und wächst und erreicht eine nicht austauschbare Spitzenstellung, die sich über kurz oder lang in eine Alleinstellung weiterentwickeln kann. Wem das alles zu stark vorkommt, dem empfehle ich das Buch von Hermann Simon „Die heimlichen Gewinner - Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer."

Von der Schwächenbeseitigung zur Stärkenorientierung

Unser aktuelles Menschenbild ist noch von der Austauschbarkeit der Menschen geprägt. Um dieser zu entkommen, wendet die Personalentwicklung in Firmen und der einzelne Mensch notgedrungen das Prinzip der Schwächenbeseitigung an. Je mehr Schwächen beseitigt würden, desto weniger austauschbar würden die Menschen; so glaubt man.

Die Schwächenbeseitigung ist bei uns tief verwurzelt und hat seinen Ursprung in dem unseligen Versuch, die Natura Corrupta des Menschen auszutreiben. Nun was ist daran suboptimal? Wenn Sie etwas können, das die andere nicht können, heißt das noch lange nicht, dass Sie nicht austauschbar sind. Die anderen können ja auch ihre Schwächen beseitigen. Somit können immer mehr das Gleiche und produzieren immer mehr das Gleiche; am Ende wartet wieder die Austauschbarkeitsfalle.

Die Schwächenbeseitigung zielt vornehmlich auf die Sachkompetezen (Know-how) und die Methodenkompetenzen (Skill) ab. Diese Kompetenzen sagen aus „Ob man etwas weiß oder kann?". Ja oder Nein. Bei einem Nein ist die Schwächenbeseitigung sehr schnell auf dem Plan. Bei der Talentstruktur der Menschen kommt das gegenteilige Prinzip, das der Stärkenorientierung oder Potenzialentfaltung zur Anwendung.

Wie bei den Finken ist die Talentstruktur unverwechselbar und nicht kopierbar. Nach der Wissenschaft ist diese zu 60% angeboren. Was sind nun ihre beiden wichtigsten Unterschiede zu den Kompetenzen. Die Talentstruktur sagt aus „Wie oft man etwas kann?" und ganz entscheidend „Wie gut man etwas kann?". Diese Antworten machen den großen Unterschied des „Nur einmal" aus: Permanent anders, besser und schöner. Dadurch werden Ihre Leistungen und Ihre Firma permanent einmalig anders, besser und schöner.

Wie wandeln Sie „Kostenträger" in „Alleinstellungsfaktoren" um?

Was man gut kann, dass macht man gerne und was man gerne macht, das macht man noch besser und so weiter; eine Spirale beginnt immer schneller nach oben zu drehen. Der Motor dazu ist die Ausbildung von den jeweiligen talentbasierten und aufgabenfokussierten Fach- und Methodenkompetenzen.

Denn was man gut kann, das will man noch besser machen und will sich darin auch weiterbilden. Entscheidend dabei ist, dass primär die talentbasierten Fach- und Methodenkompetenzen weiter ausgebildet werden; d.h. diejenigen die die jeweilige individuelle Talentstruktur als Grundlage haben.

Dieser Weg führt nicht in die Breite wie bei der Schwächenbeseitigung sondern in die Höhe zu permanenten Spitzenleistungen. Gehen Sie diesen Weg, dann haben Sie begeisterte und hoch motivierte Mitarbeitende, die auch gerne bei Ihnen bleiben, und auch immer mehr begeisterte Kunden.

Vier Schritte führen Sie zur Spitze.

1. Rekrutieren und selektionieren Sie talentbasiert und aufgabenfokussiert neue und bestehende Mitarbeitende.

2. Identifizieren Sie die individuelle Talentstruktur Ihrer bestehenden Mitarbeitenden

3. Passen Sie die Aufgabenbereiche an die jeweiligen Talentstrukturen an.

4. Entfalten Sie stetig die Talentsettings Ihrer Mitarbeitenden mit talentbasierten und aufgabenfokussierten Kompetenzen weiter.

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