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So sieht der perfekte Bewerbungstag aus

04/10/2015 13:59 CEST | Aktualisiert 04/10/2016 11:12 CEST
Thinkstock

Eine ernsthafte Jobsuche ist vor allem eines: viel Arbeit. Das gilt sowohl für den Absolventen, der nach dem Studium seine erste Stelle sucht, als auch für den Mitarbeiter mit jahrelanger Berufserfahrung, der sich nach einem neuen Job umschauen will oder muss.

Damit Ihre Bewerbungsphase erfolgreich verläuft, kann es helfen, sich eine optimale Tagesstruktur zu überlegen. Wie die aussehen kann? Zum Beispiel so...

Der perfekte Bewerbungstag

7:00 Uhr: Tagesstart

Auch wenn Sie es könnten, sollten Sie zu langes Schlafen vermeiden. Stehen Sie am besten weiterhin so auf, als würden Sie zur Arbeit gehen. Auch der normale Ablauf mit Bad und Frühstück sollte sich nicht verändern.

Wenn sie sich an den Schreibtisch setzen, tragen Sie ordentliche Kleidung, die auch beruflich angemessen wäre. Die Jobsuche in Schlafanzug oder Pyjama ist tabu, denn mit einem bewussten Kleidungswechsel bringen Sie sich auch innerlich in den Arbeitsmodus.

7:45 Uhr: Arbeitsplatz

Schaffen Sie sich für Ihre Jobsuche zu Hause bitte einen festen Arbeitsplatz, den Sie jeden Morgen von allen anderen Dingen befreien. Ablenkungen sollten hier möglichst ausgeschlossen und Ihre Arbeitsmaterialien in Reichweite sein.

7:50 Uhr: Nachrichten

Bevor Sie sich auf die Suche nach neuen Stellenangeboten machen, prüfen Sie zuerst Ihre Posteingänge. Viele Jobportale bieten Ihnen die Möglichkeit, Profile anzulegen, über die Sie ein potentieller Arbeitgeber finden und kontaktieren kann. Bei den meisten Portalen ist eine Weiterleitung der Nachrichten an Ihre E-Mail-Adresse möglich, alle anderen müssen Sie auf der entsprechende Seite abfragen.

Neue Nachrichten, auf die Sie in weniger als fünf Minuten antworten können, beantworten Sie sofort. Alle anderen markieren Sie bitte für die spätere Bearbeitung.

8:20 Uhr: Stellensuche

Als nächstes geht es an die Stellensuche, bei der Sie Ihre bevorzugten Jobbörsen und Suchmaschinen nacheinander durchgehen. Das Sie dabei verschiedene Suchbegriffe oder Begriffskombinationen verwenden, versteht sich von selbst.

Ob Sie wirklich täglich in die Jobbörsen schauen sollten, hängt von Ihrer Branche ab. Denn nicht in allen Bereichen kommen jeden Tag neue Stellenangebote dazu, daher kann es sich anbieten, die Jobbörsen nur jeden zweiten Tag aufzusuchen.

9:15 Uhr: Sortieren

Nachdem Sie die für Sie passenden Stellenangebote markiert oder zurückgelegt haben, legen Sie bitte die Reihenfolge fest, in der Sie die Stellen bearbeiten werden. So können Sie sich ganz auf eine Stelle konzentrieren und die passende Bewerbung verfassen.

9:30 Uhr: Kaffeepause

Sie haben richtig gelesen, auch bei der Jobsuche sollten Sie sich eine Kaffeepause gönnen (Tee geht natürlich auch). Idealerweise legen Sie diese zur typischen Pausenzeit in den Unternehmen ein und bleiben so im gewohnten Arbeitsrhythmus. Außerdem könnten Sie während der Kaffeepause in den Firmen ohnehin niemand erreichen.

10:00 Uhr: Telefonate

Nach der Kaffeepause lesen Sie sich bitte die recherchierten Stellenangebote noch mal in Ruhe durch. Dann können Sie zum Telefon greifen und die Firmen nacheinander anrufen. Notieren Sie dabei unbedingt die Namen Ihrer Gesprächspartner und wichtige andere Namen, Daten oder Durchwahlen.

Ein solcher Anruf ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn Sie mindestens zwei oder drei inhaltliche Fragen zum Stellenangebot haben. Sicher, das Telefonat ist Ihre Chance sich zu präsentieren, doch ohne inhaltliche Fragen nerven Sie den Personaler nur. Und wenn im Stellenangebot ausdrücklich darum gebeten wird, Anrufe zu unterlassen, halten Sie sich natürlich daran.

11:00 Uhr: Zusammenfassen

Nach den Telefonaten nehmen Sie sich Ihre Notizen und fassen diese zusammen. Achten Sie dabei auf alle Informationen, die Ihnen für das Anschreiben hilfreich sein können.

11:15 Uhr: Schreiben

Jetzt folgt das erste Anschreiben. Wenn Ihnen kein guter Einstieg einfällt, halten Sie sich damit bitte nicht zu lange auf. Überspringen Sie einfach den ersten Satz und beginnen Sie mit dem Absatz danach. Wenn der Rest erst einmal steht, werden Sie den passenden ersten Satz dazu leicht finden.

12:00 Uhr: Mittagspause

Ja, auch bei der Jobsuche sollten Sie sich eine Mittagspause gönnen. Ob Sie während dieser Zeit essen oder einfach an die frische Luft gehen, hängt von Ihrer persönlichen Präferenz ab.

13:00 Uhr: Verfeinern

Nach der Mittagspause schreiben Sie an Ihrem Anschreiben weiter und verfeinern Ihre erste Version vom Vormittag. Lesen Sie sich den Text noch mal in Ruhe durch, merzen Sie Fehler aus und versetzen Sie sich in die Position des Personalers. Was könnte ihn interessieren? Was fehlt vielleicht noch?

14:30 Uhr: Kurze Pause

Bis jetzt sollten Sie zwei bis drei Anschreiben fertig gestellt haben. Wenn Sie beim Schreiben Pausen einlegen, beschränken Sie diese bitte auf maximal fünf Minuten, sonst fällt es Ihnen danach schwer, wieder in den Schreibrhythmus zu kommen. Nehmen Sie sich jetzt 15 Minuten Zeit für einen Kaffee oder einen kurzen Spaziergang.

14:45 Uhr: Zusammenstellen

Nach der Pause stellen Sie dann Ihre Bewerbungen zusammen. Schriftliche Bewerbungen bekommen eine vollständige Mappe, E-Mail- oder Online-Bewerbungen konvertieren Sie ins PDF-Format oder laden die Dokumente entsprechend hoch.

Gehen Sie im Vorfeld noch mal Ihren Lebenslauf durch und stellen Sie sicher, dass dieser aktuell und lückenlos ist. Je nach Stelle passen Sie die aufgeführten Zusatzqualifikationen oder Interessen an. Ist alles fertig, können Sie E-Mail- und Online-Bewerbungen direkt verschicken.

15:30 Uhr: Feierabend

Schriftliche Bewerbungen bringen Sie jetzt zur Post, mit Ihrer Jobsuche sind Sie für heute durch. Es ist sinnvoll, wenn Sie im Lauf des Tages immer mal wieder nach den Nachrichten auf den Jobbörsen schauen, doch Ihre Hauptarbeit ist erledigt. Morgen geht es dann weiter - vielleicht direkt mit einem Vorstellungsgespräch?

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