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Minimalismus und Wohlfühlen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
WELLBEING
Kelvin Murray via Getty Images
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Wohlfühlen bedeutet, Botenstoffe zu spüren, die durch Entscheidung für aktives Tun entstehen. Die Hauptstoffe sind Oxytocin, Serotonin und Dopamin.

Drei Zustände in uns: erregt - zufrieden - angeregt

Erregt sind wir, wenn von außen etwas auftaucht, was zum Inneren einen Unterschied erzeugt. Wir wollen ihn ausgleichen, spüren Adrenalin und reagieren entsprechend. Zufrieden sind wir, wenn es im Außen zum Inneren keinen Unterschied gibt.

Angeregt sind wir, wenn wir uns diese Unterschiede selbst kreieren. Neugier ist dabei der stärkste Antrieb. Und dann haben wir gleich drei Stoffe, die uns dabei unterstützen: Oxytocin, Serotonin und Dopamin.

Begegnen für Oxytocin, genauer wohlwollende Begegnungen. Kooperieren für Serotonin, in dem ich für meinen Erfolg, den der Partner und den des Gesamten handele. Erledigen für Dopamin und gemeint ist damit der Abschluß selbstgewählter Aufgaben und der Art wie. Und Wohlfühlen braucht die Entscheidung dafür. Dann entsteht ein Vorgeschmack, eine Vorfreude und damit Motivation für dieses Handeln.

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Und was hat Minimalismus damit zu tun? Er wird ja meist mit der Reduzierung von materiellen Dingen verbunden. Gegenstände waren in den Millionen Jahren Menschwerdung überlebenswichtig und deren Gebrauch hat deutlich zur Entwicklung beigetragen. Gegenstände, die uns unser Leben ermöglichen und vereinfachen sind uns wichtig.

Für Erledigen von Aufgaben wird die Verwendung von Gegenständen am deutlichsten. Ja, auch wenn es um innere Aufgaben geht sind Gegenstände, die Impulse erzeugen, hilfreich. Kooperieren braucht auch Kommunikation, Dokumentation und meist Austausch von Gegenständen. Und heute nutzen wir Telefon, Internet, Dokumente, Daten und Logistik bestens dafür.

Begegnen erscheint zuerst Blickkontakt, Empathie und Körperkontakt zu bedeuten. Doch je mehr wir aus der gewohnten Gruppe hinaus gehen, Neugier leben und in der Welt lernend wachsen wollen, nutzen wir Gegenstände zur Unterstützung.

Und jetzt die Frage: Was brauche ich wirklich an Gegenständen für mein Leben, mein Wohlfühlen?

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Was braucht es für ein gutes Leben?

Das größte Auto, das neueste Smartphone, die teuerste Wohung... Hauptsache mehr, viel und teuer. Für viele Menschen mag das die Erfüllung des Lebens sein, doch es gibt auch eine Gruppe, die das ganz anders sieht.

Minimalismus heißt der Trend, sich von allen unnötigen Dingen zu lösen. Was haltet ihr davon? Diskutiert mit. Schreibt uns eine E-Mail an Blog@huffingtonpost.de