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Mamas, hört auf, euch für euren Körper zu schämen - traut euch ins Wasser!

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JESSICA N TURNER
Jessica N. Turner
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Sie haben diesen Sommer zwei Möglichkeiten - entweder Sie ziehen Ihre Badesachen an oder Sie lassen es.

Ich habe viele Freundinnen, die letzteres tun.

Sie gehen mit ihren Kindern ins Freibad, aber halten höchstens ihre Füße ins Wasser. Sie sitzen am Beckenrand und sorgen sich darum, wie sie aussehen und was andere denken könnten. Statt Spaß dabei zu haben, mit ihren Kindern zu schwimmen.

Oder sie gehen an den Strand, bleiben aber unter dem Sonnenschirm statt sich in die Fluten zu stürzen.

Und das macht mich unglaublich traurig.

Wenn Frauen wegen ihrer Unsicherheiten am Beckenrand bleiben, leben sie ihren Kindern ein ungesundes Verhalten vor - und sie verpassen eine Menge.

Ihr Badeanzug legt nicht fest, wer Sie sind.

Der hängende Bauch, den Sie verstecken wollen? Er hat sich ausgedehnt, weil in ihm ein Leben gewachsen ist.

Ihre Oberschenkel, zwischen denen schon lange keine Lücke mehr ist? Sie haben Ihnen die Stärke verliehen, neun Monate einen Babybauch herumzutragen. Und dann jahrelang mit einem kleinen Menschen an ihrer Hüfte herumzulaufen.

Sie sind eine Mutter. Sie sind schön.

Tragen Sie diesen Sommer keinen Schleier der Scham. Tragen Sie Ihre Badesachen.

Als wir im April in Laguna Beach Urlaub machten, wog ich ein paar Kilo mehr, als ich eigentlich wollte. Aber wissen Sie was?

Ich zog trotzdem meinen Badeanzug an und RANNTE IN DIE FLUTEN mit meinen Kindern.

2014-06-23-Swimsuit.jpg

Wir lachten und planschten und hatte eine tolle Zeit. Diese Zeit IM WASSER mit meinen Kindern zu verbringen, war die richtige Entscheidung.

Am Abend fragte ich meinen Sohn, was er an dem Strand-Ausflug am besten fand. Und wissen Sie, was er sagte? "Als wir am Strand mit dir und Papa gerannt sind."

Mit dir.

Ein paar Wochen nach dem Ausflug erfuhr ich, dass ich schwanger war. Diesen Sommer werde ich in jeder Woche ein bisschen runder sein als davor. Und wissen Sie was?

Ich trage trotzdem bei jeder Gelegenheit meinen Badeanzug, wenn ich mit meinen Kindern schwimmen kann. Sie schwimmen so gerne. Und ich bin so gern mit ihnen zusammen.

Letztes Wochenende zog ich den Badeanzug an, schaute mich selbst im Spiegel an und atmete tief ein. Man sieht schon meinen Bauch, obwohl ich erst in der 11. Woche bin. Aber es sieht im Moment eher aus, als hätte ich zuviel Chips gegessen. Als ich aus dem Badezimmer kam, sagte Matthew zu mir: "Du siehst hübsch aus in dem Badeanzug, Baby."

Ich fragte "Echt?"

"Ja, echt."

Ich freute mich sehr über seine Worte. Schließlich wollte ich vor meinen Kindern Schönheit und Selbstbewusstsein zeigen. Ich wollte Spaß haben und schöne Erinnerungen im Freibad schaffen.

Ich weigere mich, das hohe Kichern meiner Kinder im Schwimmbecken zu verpassen, nur weil ich unsicher bin.

Ich weigere mich , zuzulassen, dass mich die skeptischen Blicke anderer Frauen hemmen. Ich will mit eigenen Augen sehen, wie meine Kinder über die Sonne staunen, die auf der Wasseroberfläche glitzert.

Ich weigere mich, mein Selbstbild auf meine Kinder zu übertragen.

Ich weigere mich, gemeinsame Erinnerungen mit meinen Kindern zu opfern, weil ich mich für meinen hängenden Bauch schäme.

Denn am Ende des Tages geht es nicht nur um mich.

Es geht um meine Kinder.

Ich will, dass sie sich daran erinnern, wie sie im Wasser mit ihrer Mutter getobt haben.

Ich will, dass sie sich daran erinnern, wie wir uns Wasserschlachten geliefert haben.

Ich will, dass sie sich daran erinnern, wie sie vom Beckenrand in meine Arme gesprungen sind.

Ich will, dass sie sich daran erinnern, dass ihre Mama dabei war.

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Ich hoffe, dass ich auch Sie dazu ermutige, Ihre Unsicherheiten zu überwinden. Ziehen Sie Ihre Badesachen an. Springen Sie in den Pool. Planschen Sie.

Haben Sie Spaß.

Ihr Kind wird sich an diese Momente und an Ihre Ausgelassenheit erinnern - nicht daran, wie Sie in Ihrem Badeanzug aussehen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf The Mom Creative.


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