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Paris: Große Versammlung für einen freien Iran

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Stoppt die Einmischung des iranischen Regimes in der Region / Forderung nach einem Regimewechsel

Paris - Am 1. Juli trafen sich 100.000 Politiker, Würdenträger und Aktivisten vor den Toren von Paris, um dort ihre Unterstützung für das iranische Volk und den demokratischen Kräften zu zeigen, die zur Freiheit aufrufen.
Zehntausende Menschen aus aller Welt nahmen an dieser großen Versammlung der Iraner teil und demonstrierten, dass sie das Ende der religiösen Diktatur im Iran anstreben und in dem Land Freiheit, Demokratie und Achtung der Menschenrechte errichten wollen.

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Die Versammlung repräsentierte die wahre Stimme des iranischen Volkes. Sie trat für einen alternativen Iran ein, einen Iran der Vielfalt, Toleranz, Gleichheit der Geschlechter, des Respekts vor allen ethnischen und religiösen Minderheiten, deren Mitglieder gleiche Bürgerinnen und Bürger sind. Einen demokratischen, atomwaffenfreien Iran, der Freundschaft mit den Ländern in aller Welt erstrebt.

Die Hauptrednerin der Veranstaltung war Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI). An der Versammlung haben auch mehrere hundert Persönlichkeiten aus aller Welt, die verschiedenen politischen Richtungen angehören, teilgenommen, darunter Parlamentsdelegationen und einflussreiche Experten für Außen- und Sicherheitspolitik aus Nordamerika und Europa. Der deutschen Delegation gehörten u.a. die ehemalige Bundestagspräsidentin Prof. Rita Süssmuth, Bundesjustizministerin a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Bundestagsabgeordneter Martin Patzelt an.

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Über die Bedeutung der Pariser Versammlung sagte Javad Dabiran von der Deutschlandvertretung des NWRI: „Die Versammlung findet statt zu einer Zeit, in der das iranische Regime sich in einer sehr kritischen Situation befindet - die öffentliche Unzufriedenheit wird stärker und immer lauter wird eine grundlegende Veränderung gefordert, wie man am massiven Boykott der gefälschten Präsidentenwahl ablesen kann. Das religiöse Regime ist schwächer und verletzlicher denn je. Um sich an der Macht zu halten, muss es die Unterdrückung im Lande und den Export von Terror und Extremismus im Ausland auf die Spitze treiben."

Er fügte hinzu: „Die gesteigerte Einmischung des iranischen Regimes in Angelegenheiten Syriens, des Iraks, des Jemens, des Libanons und anderer Länder und seine Unterstützung terroristischer Gruppen haben die Region noch tiefergreifend destabilisiert. Das iranische Regime hat am Massaker an nahezu 500.000 Syrern direkt teilgenommen und seine ständige Präsenz in Syrien, seine Unterstützung des syrischen Diktators verhindert eine friedliche Lösung."

Appell der Versammlung

Von der Pariser Versammlung gingen zwei klare Appelle hervor:
Erstens: Ein Regimewechsel im Iran ist unumgänglich. Es ist höchste Zeit, dass die internationale Gemeinschaft das Begehren des iranischen Volkes nach diesem Wechsel erkennt, einem Wechsel, den es selbst herbeiführen wird.

Und zweitens: Es ist Zeit, dass alle Regierung sich auf die Seite des Friedens stellen und alle Maßnahmen ergreifen, um das iranische Regime aus der Region zu vertreiben, - hier ist besonders zu betonen, dass die iranische Revolutionsgarde (IRGC) und ihre Hilfsmilizen aus Syrien vertrieben werden müssen.

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