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Iran: ÔÇ×Todes-Fatwa" - ein nicht bestraftes Verbrechen gegen die Menschlichkeit

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Konferenz in Paris fordert Gerechtigkeit f├╝r die Opfer des Massakers von 1988 im Iran und in Syrien - Die internationale Gemeinschaft muss ihr Schweigen angesichts der Verbrechen des Mullahregimes beenden

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Bericht aus Paris - Am 26. November fand unter Anwesenheit von Maryam Rajavi, der gew├Ąhlten Pr├Ąsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), im Pariser Tagungszentrum ÔÇ×Mutualit├ę" eine Konferenz statt, zu der der iranische Widerstand eingeladen hatte. Das eine Thema der Veranstaltung war die vom iranischen Regime ausgehende Gewalt.

Besonders ging es um das Massaker von 1988, bei dem das Regime in wenigen Monaten 30.000 politische Gefangene hingerichtet hat. Zahlreiche Rednerinnen und Redner berichteten, wie schrecklich dieses Morden die Verwandten, die Ehem├Ąnner, Ehefrauen und Kinder der Opfer getroffen hat und wie sie jahrzehntelang von den Beh├Ârden drangsaliert worden sind.

Mit gleicher Brutalit├Ąt - das zweite Thema - verf├Ąhrt das Mullahregime in Syrien, wo es systematisch unschuldige Einwohner abschlachtet, um das sinnlose Regime Bashar Assad zu halten.

Die schockierenden Beispiele machten deutlich, welche Brutalit├Ąt und Grausamkeit unter dem iranischen Regime und in seinen Stellvertreterkriegen herrscht. Es ist das abscheuliche Bild einer Realit├Ąt, die seit vielen Jahren im Iran herrscht, ohne dass die f├╝r das unendliche Leid Verantwortlichen irgend zur Rechenschaft gezogen w├╝rden.

Eine der Rednerinnen war Farideh Goudarzi. Ihr Ehemann Behzad Afsahi wurde 1984 nach langer Folter erh├Ąngt. Ihre Schwester wurde im Rahmen einer S├Ąuberungsoperation des Regimes ermordet. Sie selbst war seit 1983 inhaftiert. Nach der Fatwa von Ayatollah Khomeini, die 1988 alle politischen Gefangenen zu ÔÇ×Feinden Gottes" erkl├Ąrte, befand sie sich in Einzelhaft; zuvor war sie drei Monate lang gefoltert worden.

Ihr Bruder Parviz geh├Ârte zu den ersten Opfern der unfassbaren Hinrichtungswelle. Die politischen Gefangenen wurden durch so genannte ÔÇ×Todeskommandos", Komitees, die mit ordentlichen Gerichten keinerlei ├ähnlichkeit hatten, verurteilt und sofort hingerichtet. Fast alle Opfer waren Mitglieder und Sympathisanten der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK), der bis heute bestorganisiertesten und st├Ąrksten Oppositionsgruppe im Iran und im Exil.

Als Farideh Goudarzi drei Monate sp├Ąter aus der Einzelhaft in eine Gemeinschaftszelle verlegt wurde, waren bereits zahlreiche Mith├Ąftlinge hingerichtet. Farideh Goudarzi ist eine der wenigen Gefangenen von 1988, die dieses Massaker ├╝berlebte. Zahlreiche Mitglieder der Todeskomitees sitzen bis heute in zentralen Positionen des iranischen Regimes; so war der amtierende iranische Justizminister im Kabinett Rohani damals Leiter des Todeskomitees Teheran.

Als Frau Goudarzi 1983 verhaftet wurde, war sie schwanger. Dennoch wurde sie mit Elektroschocks gefoltert. Zu dieser Zeit war ein gewisser Ebrahim Raisi Oberstaatsanwalt in Hamedan und sa├č sp├Ąter ebenfalls in einem der Todeskomitees. Er war bis vor einigen Monaten noch Staatsanwalt und gilt heute als einer der m├Ąchtigsten Kleriker im Regime.

Farideh Goudarzi bekam in der Haft ihr Kind Iman und wurde danach in Einzelhaft gesperrt. Dort wurde sie - trotz des neugeborenen Kindes - jeden Tag weiter verh├Ârt und gefoltert und Kind und Mutter lebten von Wasser und Zucker. Sp├Ąter ├╝bergab sie ihr Baby bei einem Besuch ihren Eltern, damit es ein menschenw├╝rdiges Leben f├╝hren konnte. Ob sie jemals ihr Kind wieder sehen w├╝rde, wusste damals niemand.

Iman wurde sp├Ąter seiner Aktivit├Ąten in der PMOI wegen verhaftet. Doch vor einigen Monaten konnten Farideh Goudarzi und ihr Sohn aus dem Iran fliehen. Sie beide erz├Ąhlten auf der Konferenz ihre Geschichte. Die Zuh├Ârer waren tief best├╝rzt, aber zugleich gest├Ąrkt durch den gro├čartigen Widerstandsgeist dieser Menschen im Iran, die alles f├╝r die Freiheit geben.

Sp├Ąter sprach Brita Haji Hasan, Leiter des Stadtrates von Aleppo in Syrien. In dieser Stadt w├╝ten schwere K├Ąmpfe zwischen den Truppen um Diktator Bashar al-Assad und den K├Ąmpfern der syrischen Befreiungsarmee und anderen Rebellengruppen. Der Redner machte deutlich, wie sehr das iranische Regime die K├Ąmpfe bestimmt.

Er sagte, Assad werde vom Iran nicht nur logistisch unterst├╝tzt, sondern auch mit ganzen S├Âldnerarmeen und Revolutionsgardisten, die grauenvollste Massaker und Menschenrechtsverbrechen an der verbliebenen Zivilbev├Âlkerung begingen. Die Operationen werden geleitet von Qassem Soleimani, dem Kommandeur der Quds-Einheit in den Revolutionsgarden.

Soleimani gilt als einer der schlimmsten Terroristen der Welt, steht auf zahlreichen Terrorlisten und wird als der skrupelloseste Kommandeur in den Revolutionsgarden bezeichnet. Die Quds-Truppe ist seit Jahrzehnten eine terroristische Spezialeinheit der Revolutionsgarden f├╝r Auslandseins├Ątze und war bereits vor dem Ausbruch der Kriege in Syrien und im Irak an zahllosen Menschenrechtsverbrechen im Irak und in anderen L├Ąndern der Region beteiligt.

Alle Redner, zu denen auch zahlreiche W├╝rdentr├Ąger und Menschenrechtsaktivisten aus Europa und aller Welt z├Ąhlten, forderten von der internationalen Gemeinschaft, endlich die Verbrechen des iranischen Regimes und seine Beteiligung an der Destabilisierung und Kriegstreiberei in der Region zu erkennen und zu verurteilen.

Die aggressive Expansionspolitik des iranischen Regimes - dessen waren sich alle gewiss - ist der Hauptgrund f├╝r das Entstehen des ISIS und daf├╝r, dass Bashar al-Assad sich an der Macht h├Ąlt.

Solange das iranische Regime nicht aus der Region vertrieben wird, wird der Krieg in Syrien weitergehen und so lange werden ISIS und andere radikale Gruppen nicht besiegt werden k├Ânnen, - das war die einhellige Meinung der Konferenz.

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