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Berlin: Anhänger der Volksmodjahedin fordern Bundesregierung auf, mittelalterliche Bestrafungen im Iran zu verurteilen

12/08/2015 15:57 CEST | Aktualisiert 12/08/2016 11:12 CEST

Berlin - Potsdamer Platz - 08. August 2015: Anhänger der iranischen Oppositionsbewegung der Volksmodjahedin fordern mit ihrer Protestdemonstration und Darbietungen den sofortigen Stopp der aktuellen Hinrichtungswelle im Iran. Weiter protestierten die Demonstranten gegen die grauenvollen Folterungen und Strafen im Iran.

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Die Demonstranten fordern die Aussetzung der bevorstehenden Hinrichtung von Salar Shadizadi, die als Minderjähriger zum Tode verurteilt wurde, sowie vom Andersdenkenden Mohammad Ali Taheri.

Das Teheraner Regime unter Hassan Rohani hat in den letzten Wochen dutzende Todesurteile bekannt gegeben. Es werden verschiedene mittelalterliche Hinrichtungsmethoden, u. a. öffentliche Hinrichtungen durch den Strang angewendet, um die Bevölkerung mundtot zu machen und die Aufstände für einen Wandel im Iran zu verhindern.

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In der letzten Woche wurden auch mindestens drei Gefangenen die Gliedmaßen amputiert.

Im Dezember letzten Jahres verurteilte die UN Vollversammlung bereits die schweren Menschenrechtsverletzungen durch das iranische Regime. In der Resolution wurden auch die inhumanen Bestrafungen, darunter Auspeitschen und Amputationen, kritisiert.

Die 61. Resolution der UN über die Menschenrechtsverletzungen im Iran mahnte die Mullahs auch für den Anstieg der Hinrichtungen, öffentlichen Hinrichtungen und die Hinrichtung von Jugendlichen an.

Das iranische Regime stellte 2013 eine grauenvolle Maschine vor, welche Finger abtrennt. Sie erinnerte an Geräte aus grausigen Horrorfilmen, welche in der Art einer Guillotine die Finger der Gefangenen abhakt.

Der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) hat mehrfach die mittelalterlichen Bestrafungen des klerikalen Regimes im Iran scharf verurteilt und rief zu einer Debatte über den absurden Grad der Menschenrechtsverletzungen des Iran im UN Sicherheitsrat auf.

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Menschenrechtsbeauftragter Strässer zu drohender Hinrichtung in Iran

Anlässlich der Meldungen über die drohende Hinrichtung des jungen Iraners Salar Shadizadi erklärte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung im Auswärtigen Amt, Christoph Strässer:

Die drohende Hinrichtung des jungen Iraners Salar Shadizadi erfüllt mich mit größter Besorgnis.

Salar Shadizadi war zum Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Taten erst 15 Jahre alt.

Nichtsdestotrotz wurde sein Todesurteil auch im Berufungsverfahren aufrechterhalten. Sowohl die UN-Konvention über die Rechte des Kindes als auch der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte - beide von Iran ratifiziert verbieten die Hinrichtung zum Tatzeitpunkt Minderjähriger. Sollte Iran Salar Shadizadi hinrichten, wäre dies ein völlig inakzeptabler Bruch des Völkerrechts. Ich fordere die Verantwortlichen in Iran daher auf, die Vollstreckung sofort zu stoppen, das Todesurteil aufzuheben und Salar Shadizadi ein erneutes faires Gerichtsverfahren zu gewähren!

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