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10 Dinge, die ich Eltern "normaler" Kinder sagen will

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LONELY KID
MariaDubova via Getty Images
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Wenn du mein Kind auf der Stra├če treffen w├╝rdest, w├╝rdest du denken, es sei absolut normal. Charmant und clever sogar. Was du nicht wei├čt, ist, dass meine Tochter ihr junges Leben damit verbracht hat, mit St├Ârungen und Krankheiten zu k├Ąmpfen, die du nicht siehst.

Viele Kinder leiden an Depressionen, Panikst├Ârungen (was nicht dasselbe ist wie die ├╝blichen Anf├Ąlle von Teenagern), ADHS, Konzentrationsst├Ârungen, oppositionellem Trotzverhalten, Legasthenie, Wahrnehmungsst├Ârungen und/oder sind autistisch. Oft werden sie gerade noch als "normal" wahrgenommen, ihre Symptome werden dann als schlechtes Verhalten oder (unser Liebling) schlechte Erziehung gewertet.

Es ist aber nicht so einfach. Hier sind einige Dinge, die Eltern von "neuro-divergenten" Eltern wissen sollten.

1. Das Problem ist NICHT, dass unsere Kinder sich nicht gen├╝gend anstrengen

Die Wahrheit ist, dass unsere Kinder gegen unglaubliche Probleme k├Ąmpfen, und das ist anstrengend. So viele von ihnen sind ersch├Âpft davon, sich in der Schule st├Ąndig zusammenrei├čen zu m├╝ssen. Viele k├Ânnen ihre Schwierigkeiten kompensieren und arbeiten hart daran, "normal" zu sein. Aber das h├Ârt schnell auf, wenn sie nach Hause kommen. Dort knicken sie geradezu ein.

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2. Wir haben alles versucht

Bitte erz├Ąhl uns nicht, dass wir nur dies ausprobieren m├╝ssen und dass unser Kind nur jenes machen muss. Glaubst du nicht, wir h├Ątten schon jede erdenkliche L├Âsung in Erw├Ągung gezogen?

Glaubst du nicht, dass wir uns nicht jede einzelne Sekunde eines jeden Tages darum sorgen, dass unser Kind nicht da ist, wo es sein sollte und wie zur H├Âlle es seinen Weg in der Welt finden soll? Nat├╝rlich tun wir das. Wir haben wirklich schon an alles gedacht. Wir sind niemals sorgenfrei und f├╝r manche wird es das ganze Leben lang so weitergehen.

Und trotzdem passiert es immer wieder, dass die Menschen uns nicht glauben, Lehrer, ├ärzte, Mitarbeiter in Schulen, Schwiegerm├╝tter. Wir m├╝ssen f├╝r jedes Entgegenkommen k├Ąmpfen, jeden Arzttermin, jeden Versicherungsfall, alles.

3. Wir haben uns den Kopf zerbrochen ├╝ber die Entscheidung, ob wir unserem Kind Medikamente geben wollen

Eltern treffen die Entscheidung, ihren Kindern Medikamente zu geben, nicht einfach so. Vor allem nicht, wenn es um verschreibungspflichtige Substanzen geht. Wir machen das nicht, um "eine schnelle L├Âsung" zu finden. Als ob es einfach w├Ąre, jeden Monat zur Apotheke zu gehen, die Geldb├Ârse zu zucken, dein Kind dazu zu ├╝berreden, jeden Tag seine Pillen zu nehmen.

Wir haben mit ├ärzten und Lehrern gesprochen, wir haben unsere Kinder testen lassen, wir haben eine Million Formulare ausgef├╝llt, wir erlebten schlaflose N├Ąchte, weil wir uns gefragt haben, ob wir wirklich die richtige Entscheidung getroffen haben.

4. Unsere Kinder stehen vor anderen Konsequenzen als "normale" Kinder

Ein autistisches Kind wird NICHT unbedingt essen, wenn es hungrig genug wird. Ein Kind mit Panikst├Ârungen wird NICHT unbedingt aus seinen Fehlern lernen und seine Hausaufgaben von nun an nicht mehr vergessen. Stattdessen wird es sich von seinen St├Ârungen und Unsicherheiten ├╝berw├Ąltigen lassen und komplett aufgeben, w├Ąhrend es sich f├╝r seine eigenen Fehler fertig macht.

Es wirkt so, als w├╝rden wir unsere Kinder verh├Ątscheln. Es wirkt so, als w├Ąren wir Helikoptereltern. Aber es ist nicht so einfach. Wir k├Ânnen unsere Kinder nicht einfach nur frei spielen und lernen lassen, ihre Konflikte selbst zu l├Âsen, weil sie nicht wie "normale" Kinder reagieren.

5. Eine autorit├Ąre Haltung wirkt bei diesen Kindern nicht

Diese Art von Erziehung wird die St├Ârung sehr wahrscheinlich verschlimmern oder zu einem kompletten Zusammenbruch des Kindes f├╝hren. Grenzen zu ziehen ist extrem wichtig, aber wir k├Ânnen nicht erwarten, dass unsere Kinder ihr Verhalten ├Ąndern, wenn wir sie auf ihr Zimmer schicken oder ihnen Stubenarrest geben. Das w├╝rde zeigen, dass wir ihre Probleme komplett missverstehen.

6. Wir verbringen Stunden damit, mit unseren Kindern zu ├╝ben - was du nicht siehst

Wir wenden so viel Energie auf, um die Gehirne unserer Kinder zu trainieren, damit sie in der Lage sind, ihre Schwierigkeiten in den Griff zu kriegen und in der Welt da drau├čen klar zu kommen.

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In unserem Fall waren das Stunden von kognitiver Verhaltenstherapie, um zu lernen, mit Angstst├Ârungen umzugehen und nicht zusammenzubrechen. Stunden, die wir damit verbracht haben, unser Kind bei Panikattacken und depressiven Episoden zu unterst├╝tzen.

7. Wenn wir zu sp├Ąt kommen oder ein Event verpassen, ist das nicht, weil wir unorganisiert sind oder dich nicht respektieren

Wahrscheinlich war es ein Schreianfall oder eine Panikattacke und wir konnten unser Kind nicht dazu ├╝berreden, sein Zimmer zu verlassen oder zu duschen und sich die Schuhe anzuziehen.

Und ich komme 30 Minuten zu sp├Ąt, weil es eben so lange gedauert hat, mein Kind durch eine Panikattacke zu kriegen, und dann habe ich f├╝nf Minuten gebraucht, um im Auto zu weinen und mich zusammenzurei├čen. Und wir k├Ânnen nicht zu jedem Event kommen, weil es einfach so SCHWIERIG ist und wir immer m├╝de sind. Wir ignorieren dich nicht.

8. Es h├Ârt niemals auf

Wir k├Ânnen nicht einfach einen Babysitter nehmen, unsere Kinder bei der Jugendfreizeit lassen, sie f├╝r Gruppensport anmelden, ihnen die Freiheiten eines normalen Teenagers lassen. Jede Entschedung ist auf irgendeine Art und Weise angespannt. Das ist jedes Mal so, und wir warten nur darauf, dass alles wieder mal auseinanderf├Ąllt.

9. Wir f├╝hlen uns alleine

Es ist schwierig, mit anderen Eltern ehrlich ├╝ber unsere Kinder und ihre Errungenschaften zu sprechen. Dein Kind hat es auf die Bestenliste geschafft? Prima. Meins hat sich nicht get├Âtet. Juhu! Kein toller Gespr├Ąchsstoff.

10. Unsere Kinder werden oft ausgeschlossen und haben Schwierigkeiten, Freunde zu finden und zu behalten

Und das bricht unsere Herzen. Jedes Mal wieder.

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Deswegen eine Bitte: Wenn die urteilende Stimme in deinem Kopf (in meinem gibt es sie auch) wieder laut wird und dir sagt, dass Eltern heutzutage ihre Kinder nicht im Griff haben - sag Stopp.

Lass auch die nettere Stimme zu Wort kommen, die dich daran erinnert, dass wir nicht wissen k├Ânnen, was genau in den Leben anderer Menschen vorgeht, und dass wir alles tun, was in unserer Macht steht. Wir tragen eine schwere Last, und wir brauchen Hilfe dabei - nicht noch zus├Ątzliches Gewicht, verursacht durch dein Urteil.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der "Huffington Post USA".

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